Kreis bereitet Impfungen gegen das Coronavirus vor

 Nachdem über das Wochenende erste Informationen zur Impfstrategie des Bundes und der Länder bekannt geworden sind, hat die Kreisspitze unmittelbar ein Projektteam ins Leben gerufen, um die Corona-Impfungen auf der Ebene des Main-Kinzig-Kreises organisatorisch, logistisch und personell vorzubereiten. Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann kündigen an, die notwendige Infrastruktur in den kommenden Wochen dafür zu schaffen.

Dabei ist heute schon klar, dass die Umsetzung der Schutzimpfungen, neben den bisherigen Aufgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, die nächste große Herausforderung sein wird, die der Main-Kinzig-Kreis zu bewerkstelligen hat. Denn legt man – wie für Hessen angenommen – eine Impfquote von 60 Prozent der Bevölkerung zugrunde, so bedeutet das für den Main-Kinzig-Kreis, das rund 250.000 Menschen innerhalb kurzer Zeit geimpft werden sollen. Das Zusammenwirken des Gesundheitsamtes, bei dem die Gesamtverantwortung liegt, und dem Katastrophenschutz, der für den Aufbau und den Betrieb der Impfzentren sorgen soll ist dabei genauso unabdingbar wie die Suche nach geeignetem Personal, Räumlichkeiten und die Vorbereitung der Abläufe.

Nach ersten Überlegungen und den bisher aus Wiesbaden bekannten Rahmenbedingungen bereitet der Main-Kinzig-Kreis die Einrichtung zweier fester Impfzentren vor. Geplant sind Standorte in Hanau und Gelnhausen. Zudem soll es ein mobiles Team speziell für Einrichtungen, beispielsweise für Senioren- und Pflegeheime aufgebaut werden.

„Es gibt für vergleichbare Szenarien gut vorbereitete Pläne, auf welche Weise eine groß angelegte Impfaktion zu organisieren wäre“, erklären Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann. Fachleute aus verschiedenen Abteilungen der Kreisverwaltung arbeiten mit den Vorgaben des Landes nun daran, die baulichen, technischen, personellen und organisatorischen Voraussetzungen innerhalb kürzester Zeit zu schaffen.

„Allen Beteiligten ist bewusst, dass es für eine solche Impfaktion für große Bevölkerungsanteile innerhalb möglichst kurzer Zeiträume eine gute Abstimmung und Vorbereitung braucht“, bestätigt Thorsten Stolz. „Der Main-Kinzig-Kreis ist bereit, seinen Teil der Aufgabe zu übernehmen“, berichtet Susanne Simmler. „Dabei kommt dem Öffentlichen Gesundheitsdienst nun eine weitere wichtige Aufgabe zu: Wir sind zentraler Akteur bei der strategischen Planung und Organisation der Impfungen. Dabei ist es gut, dass nun viele theoretische Überlegungen und Vorbereitungen der letzten Wochen auch in die Realität umgesetzt werden können. Und trotzdem liegt noch einiges an Arbeit vor uns. Das gehen wir jetzt nach und nach an“, so Gesundheitsdezernentin Simmler.

„Derzeit wissen wir noch zu wenig, um all die Fragen, die wir uns stellen und die verständlicherweise vorhanden sind, beantworten zu können“, erklärt die Kreisspitze. Aber auch für die Verbreitung der notwendigen Informationen wird der Main-Kinzig-Kreis sich entsprechend vorbereiten. In den kommenden Tagen werden sich die Planungen auf Grundlage der neuesten Informationen weiter konkretisieren. Sobald verlässliche Fakten zu den nächsten Schritten vorliegen, werden die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis entsprechend informiert.

„Dabei ist uns bewusst, dass im Hinblick auf die Schutzimpfungen eine große Erwartungshaltung in der Bürgerschaft existiert“, erklären Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann. Aber auch hier ist das Vertrauen in die leistungsfähige Verwaltung gefordert, die entsprechend der bundesweiten Strategie die Impfungen innerhalb einer möglichst kurzen Zeit umsetzen wird. Dafür werde der Main-Kinzig ab sofort alle notwendigen Ressourcen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger einsetzen.

In der 4. Ausgabe präsentiert Dennis Korn – Pianist and Composer/Producer den Musiker Finn Manfrahs

In der Musik- und Talksendung RadioMKW La Ola… stellt uns Finn seinen ersten frisch veröffentlichten Song “Lowest Ground” vor, singt live im Studio und erzählt uns ganz viel von sich und der Musik, die er selbst macht und hört. Wir hören uns am Sonntagabend im HitMix vonwww.radiomkw.fm#radiomkw#laola#radiomkwlaola#onlineradio#radio#radioshow#liveshow#talkshow#radiotalk#livemusik#livemusic#musik#music#talk#talkradio#liveradio#rock#Pop#blues#metal#punk#punkrock#alternativ#oldies#schlager#denniskorn#coversongs#finnmanfrahs#mainkinzigkreis#gitarre

Polizeipräsidium Südosthessen

Kein Vorweihnachtlicher Gottesdienst der Polizei in der Basilika – Seligenstadt

Der gemeinsame vorweihnachtliche ökumenische Gottesdienst des Polizeipräsidiums Südosthessen sowie der katholischen und evangelischen Polizeiseelsorge findet in diesem Jahr leider nicht statt. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie haben sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, dass der vom Landespolizeiorchester umrahmte traditionelle Gottesdienst erst wieder im Jahr 2021 in der Basilika in Seligenstadt zelebriert wird. Das Polizeipräsidium Südosthessen und die Polizeiseelsorge freuen sich, wenn sie im kommenden Jahr (2. Adventssamstag) wieder die Polizeibeamten/-innen, deren Familien und Freunde sowie die vielen Bürger/-innen aus der Region rund um Seligenstadt zum 25. ökumenischen Gottesdienst begrüßen können.

Verfolgungsfahrt zwar abgebrochen – dennoch Ermittlungserfolg – Offenbach

Die Thematik Tuner-Raser-Poser beschäftigt die Offenbacher Bürger sehr, weiß der derzeitige Leiter des 2. Reviers, Marc Heinl, zu berichten: “Besonders in der Sommerzeit beschweren sich die Bürger über Lärmbelästigungen von meist jungen Männern, die in PS-starken Autos durch die Straßen rasen und die Motoren heulen lassen.” Auch wenn die Beamten durch die besondere Pandemiezeit nicht im vollen Umfang gezielte Kontrollen durchführen konnten, behielten die Streifen natürlich die sogenannte Tuner Szene im Blick. Nachdem sich bereits am frühen Samstagmorgen, den 5. September, ein junger Autofahrer mit seinem weißen Mercedes C63 AMG einer Verkehrskontrolle am Kaiserleikreise entziehen konnte, zeigten die Beamten einen “langen Atem”. Heinl sagte: “Meine Kollegen gaben Anhaltezeichen, woraufhin der Mercedes-Lenker Gas gegeben, über mehrere rote Ampeln gerast und schließlich auf der Autobahn 661 davongefahren sein soll. Die Streife hatte rechtzeitig die Verfolgung aus Verkehrssicherheitsgründen abgebrochen.” Allerdings haben sich ihre wochenlangen Ermittlungen zu einem sehr guten Ergebnis entwickelt: Auf drei Verdächtige kommen nun etliche Strafverfahren zu. An dem Samstagmorgen soll ein 24-jähriger Frankfurter am Steuer gesessen haben. Ihm werfen die Beamten mindestens vier Fahrten ohne Fahrerlaubnis vor. Diese soll er bereits vor fünf Jahren entzogen bekommen haben. Außerdem laufen Anzeigen wegen Straßenverkehrsgefährdung sowie verbotener Autorennen. Sein 63 Jahre alter Vater muss sich hingegen einem Strafverfahren wegen Verdachts des wiederholten Zulassens der Fahrten seines Sohnes stellen. Gleicher Vorwurf trifft einen 49-Jährigen aus Hattersheim, der ebenfalls dem 24-Jährigen Fahrzeuge überlassen haben soll. Tatfahrzeuge waren laut der Ermittlungen hochwertige und getunte Autos der Marken Mercedes und Audi. Die Polizeibeamten geben nun die Akten an die zuständige Staatsanwaltschaft ab.

Main-Kinzig-Kreis

Kein Vorweihnachtlicher Gottesdienst der Polizei in der Basilika – Bereich Main-Kinzig

Der gemeinsame vorweihnachtliche ökumenische Gottesdienst des Polizeipräsidiums Südosthessen sowie der katholischen und evangelischen Polizeiseelsorge findet in diesem Jahr leider nicht statt. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie haben sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, dass der vom Landespolizeiorchester umrahmte traditionelle Gottesdienst erst wieder im Jahr 2021 in der Basilika in Seligenstadt zelebriert wird. Das Polizeipräsidium Südosthessen und die Polizeiseelsorge freuen sich, wenn sie im kommenden Jahr (2. Adventssamstag) wieder die Polizeibeamten/-innen, deren Familien und Freunde sowie die vielen Bürger/-innen aus der Region rund um Seligenstadt zum 25. ökumenischen Gottesdienst begrüßen können.

Einbrüche in Vereinsheime – Maintal/Bischofsheim

Einbrecher drangen in der Nacht zum Donnerstag “Am Kreuzstein” in gleich zwei Vereinsheime ein. Bei dem einem wurde zunächst das Eingangstor ausgehängt, um auf das Gelände zu kommen. Anschließend hebelten die Täter an einem Fenster und rissen es aus dem Scharnier. Nach dem Einstieg wurden die Schränke durchsucht; ob etwas gestohlen wurde, ist noch unklar. Knapp 300 Meter weiter waren vermutlich dieselben Diebe auf dem zweiten Gelände zugange. Hier hebelten die Einbrecher alle Container auf und stahlen daraus Baumaschinen und Werkzeug. Außerdem drangen sie in das Vereinsheim ein und durchsuchten es. Die Täter hinterließen einen Sachschaden von geschätzten 7.000 Euro. Die Kripo bitten in beiden Fällen um Hinweise unter der Rufnummer 06181 100-123.

Mann bei Unfall schwer verletzt – Zeugen gesucht! – Biebergemünd

Die Beamten des Polizeipostens Wächtersbach (06053 9111) suchen Zeugen nach einem schweren Unfall am Donnerstagnachmittag auf der Bundesstraße 276. Der Unfallhergang ist derzeit noch unklar, daher wurde auch ein Gutachter beauftragt. Nach ersten Erkenntnissen war gegen 17.40 Uhr eine 76-jährige VW Golf-Fahrerin vom Wirtschaftsweg aus Richtung Bienenlehrpfad kommend auf die B 276 eingebogen, um in Richtung Lanzingen zu fahren. Ein 34-jähriger Opel-Fahrer war auf der Bundesstraße aus Richtung Kassel kommend ebenfalls in Richtung Lanzingen gefahren. Ohne ein Zusammenstoß beider Autos kam der Opel-Lenker von der Straße ab, fuhr gegen einen Leitpfosten, durch den Graben und prallte gegen einen Baum. Der Mann aus Biebergemünd erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Zeugen des Unfallherganges werden gebeten, sich beim Polizeiposten oder auf der Polizeistation Gelnhausen unter der Rufnummer 06051 827-0 zu melden.

Wer sah die Einbrecher und wo ist das Auto? – Wächtersbach/Neudorf

Die Polizei sucht nach einem Einbruch, der sich am Mittwochabend, zwischen 18 Uhr und Donnerstagmorgen, 8 Uhr, ereignete, Zeugen. Die Einbrecher gelangten unbemerkt auf das zum Teil umfriedete Grundstück. An der Rückseite des Gebäudes im Quellenweg in den 10er-Hausnummern hebelten sie die Hintertür im Kellergeschoß gewaltsam auf. Im Treppenhaus des Geschäftshauses schalteten sie alle Sicherungen am unverschlossenen Sicherungskasten aus. Im Erdgeschoß des Gebäudes betraten und durchsuchten sie anschließend alle Räume und öffneten die dortigen Schränke. Eine verschlossene Geldkassette, die in einem Büro in einem Schrank stand, wurde aufgebrochen und das Bargeld daraus entwendet. Anschließend wurde mit einem im Schreibtisch deponierten Schlüssel der Schlüsselkasten im Erdgeschoss geöffnet und daraus die Fahrzeugschlüssel für einen gelb-weißen Fiat Panda entwendet. Die Täter verließen vermutlich das Gebäude wieder durch die Hintertür und entwendeten den vor dem Gebäude abgestellten Wagen. In dem Fiat befanden sich auch noch die Originalpapiere. Der Wert der Beute wird auf über 5.000 Euro geschätzt. Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise unter der Rufnummer 06181 100-123.

Polizeipräsidium Südosthessen

Polizeipräsidium Südosthessen – Geschwindigkeitskontrollstellen für die 48. Kalenderwoche 2020

Die Beamten der Verkehrsdirektion kontrollieren in der nächsten Woche die Einhaltung der Tempolimits vorwiegend auf Wildgefahren- und Unfallhäufungsstrecken.

Wir wünschen allen Verkehrsteilnehmern, dass sie ihr Ziel wohlbehalten erreichen.

Geplant sind Messungen im Bereich folgender Örtlichkeiten:

23.11.2020: L 2310, Gemarkung Seligenstadt, in Fahrtrichtung Seligenstadt (Gefahrenbereich Geschwindigkeit und Wild); L 3268, Gemarkung Hanau, Maintaler Straßé, in Richtung Dörnigheim (Gefahrenbereich Unfall, Geschwindigkeit);

24.11.2020: Rodgau, Alfred-Delp-Straße, in Richtung Jügesheim (Gefahrenbereich Schule); Großkrotzenburg, Lindenstraße, in Richtung Kahl (Gefahrenbereich Geschwindigkeit); B 276, Gemarkung Brachttal, in Richtung Wächtersbach (Gefahrenbereich Geschwindigkeit); L 3268, Gemarkung Hanau, Maintaler Straße, in Richtung Dörnigheim (Gefahrenbereich Geschwindigkeit);

25.11.2020: L 2310, Gemarkung Seligenstadt, in beiden Richtungen (Gefahrenbereich Wild); Neu-Isenburg, Gravenbruchring, in Richtung Neu-Isenburg (Gefahrenbereich Unfall); L 3209, Gemarkung Maintal, in Richtung Bischofsheim (Gefahrenbereich Geschwindigkeit); B 45, Gemarkung Hanau, Dieburg, in Richtung Hanau-Steinheim (Gefahrenbereich Geschwindigkeit);

26.11.2020: B 486 Gemarkung Urberach, in Richtung Urberach (Gefahrenbereich Wild, Geschwindigkeit); L 3199, Gemarkung Bad Orb, in Richtung Burgjoß (Gefahrenbereich Unfall und Wild); B 45, Gemarkung Hanau, Dieburg in Richtung Hanau-Steinheim (Gefahrenbereich Geschwindigkeit);

27.11.2020: B 45, Gemarkung Hanau, Dieburg in Richtung Hanau-Steinheim (Gefahrenbereich Geschwindigkeit);

28. und 29.11.2020: B 45, Gemarkung Hanau, Dieburg in Richtung Hanau-Steinheim (Gefahrenbereich Geschwindigkeit).

Mit „Goliath“ soll umweltfreundlich Energie gespeichert werden

Könnte die Pilotanlage des Energiespeichersystems „Goliath“ auf einer Fläche im Main-Kinzig-Kreis entstehen? Diese Möglichkeit erörterten Landrat Thorsten Stolz, Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann sowie die beiden Goliath-Erfinder Robin Krack und Udo Gärtner bei einem Treffen im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen. Die beiden Sinntaler haben ein System geschaffen, das Energie in großen Mengen speichern kann und dabei unabhängig von topografischen Gegebenheiten ist. Die Finanzierung ist gesichert, nun muss noch eine geeignete Fläche gefunden werden. „Überall fehlen Speichersysteme, doch genau mit diesen könnten wir das Potenzial der bereits installierten Erneuerbaren Energien viel effizienter nutzen“, erläuterte Udo Gärtner im Gespräch mit Thorsten Stolz und Winfried Ottmann.

Der Landrat machte deutlich, mit welch großem Interesse die Kreisspitze die Entwicklung Goliaths verfolgt. „Der Main-Kinzig-Kreis arbeitet schon seit vielen Jahren kontinuierlich am Ausbau der Erneuerbaren Energien. Die Frage, wie die umweltfreundlich erzeugte Energie bestmöglich gespeichert werden kann, um Ressourcen zu schonen, ist ein wichtiger Baustein bei der Energiewende. Wir sind den Goliath-Schöpfern deshalb gern bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück hier im Main-Kinzig-Kreis behilflich“, sagte Thorsten Stolz. Wie Gärtner und Krack erklärten, haben sich Investoren gefunden, die eine Goliath-Pilotanlage finanzieren möchten. Gerne möchten Krack und Gärtner diese in der Heimat errichten. „Wir freuen uns, wenn der Main-Kinzig-Kreis uns bei diesem Vorhaben unterstützen würde“, sagte Robin Krack bei der Präsentation.

Winfried Ottmann lobte den Erfindergeist der beiden Sinntaler. „Robin Krack und Udo Gärtner engagieren sich in einem Bereich, der die Energiewende entscheidend vorantreiben könnte. Wir helfen gerne dabei, dass Goliath seine ersten Schritte in seiner Heimatregion gehen kann“, sagte Winfried Ottmann.

„Goliath“ basiert wie 99 Prozent der weltweiten Stromspeicher auf dem Prinzip eines Pumpspeicherkraftwerks und hat nach Angaben seiner Erfinder einen Wirkungsgrad von 75 bis 80 Prozent. Goliath ist dabei allerdings – im Gegensatz zu sämtlichen anderen Pumpspeicherkraftwerken – nicht auf topografische Gegebenheiten angewiesen. Wie Krack und Gärtner ausführten, funktioniert Goliath wie folgt: Zu speichernder Strom wird durch eine Pumpe in die potenzielle Energie des Wassers umgewandelt. Dabei wird Wasser in die Höhe befördert und von oben in einen Zylinder gepumpt.

Foto: Bensing & Reith

Landrat Thorsten Stolz (links) und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (rechts) informierten sich bei den beiden Goliath-Erfindern Robin Krack (Zweiter von links) und Udo Gärtner über die Wirkweise des Energiespeichers, für den die beiden Sinntaler eine geeignete Fläche im Main-Kinzig-Kreis suchen, um eine Pilotanlage errichten zu können.

Der hydraulische Druck des Wassers zusammen mit dessen Gewichtskraft drückt den Kolben im Zylinder entgegen seiner Auftriebskraft in das untere Wasserreservoir. „Hierbei halten sich die Gewichtskraft des Wassers und die Auftriebskraft des Kolbens zu jedem Zeitpunkt die Waage, sodass jeder Ladezustand von 0 bis 100 Prozent erzielt werden kann. Dieser Speicherzustand kann durch das Gleichgewicht so lange beibehalten werden, bis wieder Bedarf an der eingespeicherten Energie besteht“, erklärte Robin Krack. In diesem Fall werde die Energie mithilfe der Turbine bedarfsgerecht in Strom umgewandelt. Dazu wird der Zugang zur Turbine freigegeben. Das in die Tiefe rauschende Wasser gibt seine Energie an der Turbine wieder in Form von Strom ab. Durch das entweichende Wasser reduziert sich die Gewichtskraft, die auf den Auftriebskolben wirkt, wodurch dieser wieder emporsteigt und dafür sorgt, dass sich das System wieder komplett entleeren kann. Dieser Prozess kann zu jedem Zeitpunkt gestoppt werden.

Am Donnerstag 204 Infektionen / Inzidenz steigt

 Für den Donnerstag meldet das Gesundheitsamt 204 bestätigte Covid-19-Infektionen. Darunter sind auch 21 betroffene Personen in der Flüchtlingsunterkunft „Hof Reith“ bei Schlüchtern. Hier wurden bereits umfangreiche Tests eingeleitet und nachdem schon seit einigen Tagen Teile der Unterkunft unter Quarantäne standen, diese Auflage nun für die komplette Einrichtung ausgeweitet.

In solchen Ausbrüchen wie in Hof Reith oder der Klinik in Schlüchtern sowie in Betreuungseinrichtungen und vor allem innerhalb von Familien sieht das Gesundheitsamt eine Ursache, warum auch der Main-Kinzig-Kreis weiterhin hohe Übertragungsraten des SARS COV 2 Virus verzeichnet. Derzeit gelingt es wieder auch aufgrund des intensiven und nochmals aufgestockten Personaleinsatzes, bei etwa 72 Prozent der dokumentierten Fälle den Ansteckungsgrund zu ermitteln.

„Es sind eine ganze Reihe von Faktoren, die hier eine Rolle spielen. Zu einem großen Teil sind es die Lebensumstände, weiterhin das Freizeitverhalten und Übertragungen im familiären und dienstlichen Bereich, wie bei anderen Infektionskrankheiten auch. Es ist tückisch, dass oftmals keine Symptome festzustellen sind. Damit wird es umso wichtiger, dass wir uns – im Sinne des Gegenübers – quasi jederzeit so verhalten, als ob man selbst das Virus in sich trage und das Umfeld der Risikogruppe angehöre. Tut das das Gegenüber auch, hat das Virus an dieser Stelle schon keine Chance“, erläutert Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

Wie die Gesundheitsdezernentin weiter ausführt, sei es aufgrund der hohen Arbeitsleistung der Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsamt und mit personellen Verstärkung gelungen, mit dem wachsenden Arbeitsaufkommen nahezu Schritt zu halten. Allerdings kann nicht in jedem F all die Information der betroffenen Personen noch am gleichen Tag erfolgen. „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten mit hohem Anspruch und vollem Einsatz, aber bei mehreren hundert Betroffenen jeden Tag läuft das System am Limit“, betont Susanne Simmler.

Aufgrund der weiterhin hohen Zahlen steigt auch der Inzidenzwert im Main-Kinzig-Kreis weiter und liegt jetzt bei 245. Aus den vergangenen Tagen sind zusätzlich noch vier Fälle nachträglich in die Statistik eingegangen. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Corona-Pandemie erfassten Infektionen auf 5269. Als infektiös werden aktuell 1957 Menschen eingestuft. Die Anzahl der Menschen, welche die akute Infektion überstanden haben, liegt bei 3245.

Aus dem Main-Kinzig-Kreis sind 67 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Belegung der Krankenhäuser im Zusammenhang mit Covid-19 nimmt ebenfalls weiter zu: Derzeit sind es nach offizieller Meldung in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern 105 Patienten, darunter 88 Personen aus dem Main-Kinzig-Kreis.

Aus dem Bereich der Schulen meldet das Gesundheitsamt weitere zehn Fälle. Betroffen ist erneut die Ludwig-Geissler-Schule in Hanau und die Geschwister-Scholl-Schule im Stadtteil Steinheim mit zwei bestätigten Infektionen. In Maintal gibt es einen Fall an der Büchertalschule und in der Hasselbachschule in Hasselroth. In Schlüchtern sind die Kinzigschule und die Heinrich-Hehrmann-Schule betroffen. In der Grundschule Rückingen sind erstmals drei bestätigte Infektionen aus einer Klasse gemeldet worden. Die betroffenen Schulkinder haben sich vermutlich bei derselben Person angesteckt.

Die für Donnerstag gemeldeten 204 Fälle kommen aus Hanau (70), Schlüchtern (29), Maintal (18), Gründau (12), Sinntal (10), Gelnhausen (8), Erlensee (8), Bruchköbel (7), Steinau (5), Brachttal (4), Langenselbold (4), Linsengericht (4), Schöneck (4), Bad Orb (3), Freigericht (3), Großkrotzenburg (3), Hammersbach (3), Rodenbach (3) und Nidderau (2). Außerdem gibt es jeweils einen neuen Fall in Birstein, Neuberg und Wächtersbach. Ein Fall konnte noch nicht zugeordnet werden.

Corona im Main-Kinzig-Kreis: Infektionsfälle an Schulen reißen nicht ab

Der Main-Kinzig-Kreis hat am Donnerstag acht weitere Coronafälle an mehreren Schulen gemeldet. (Symbolfoto)
© Boris Roessler/dpa

Die Zahl der Neuinfektionen steigt im Main-Kinzig-Kreis weiter an. Am Mittwoch erreichte die 7-Tage-Inzidenz einen neuen Höchstwert. Außerdem sind mehrere Schulen, eine Reha-Klinik und eine Altenpflegeeinrichtung von Neuinfektionen betroffen.

Warnstreik bei HITACHI-ABB in Hanau: IG Metall plant Autokorso

 Der erste Warnstreik in Form eines Autokorsos vor HITACHI-ABB in Hanau-Großauheim. Dazu ruft heute die IG Metall nach den ergebnislosen Tarifverhandlungen mit der Arbeitgeberseite auf.

An der Kundgebung der IG-Metall vor den Werkstoren von Hitachi-ABB Powergrids in Großauheim nahmen auch Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler teil. Gegen die Pläne, das Werk zu schließen, haben sich parteiübergreifend Politiker auf kommunaler, Landes- und Bundesebene mit den Beschäftigten solidarisiert und wollen gemeinsam für den Erhalt des Werks kämpfen, das wirtschaftlich rentabel ist.

Der Standort von HITACHI-ABB in Großauheim soll geschlossen werden – und der Arbeitgeber hat – laut IG Metall – bisher keine konkreten Angebote zu den geforderten Zukunftsperspektiven für die Mitarbeiter geliefert. Daher startet heute um 9 Uhr ein Warnstreik in Form eines Autokorsos vor dem Werk in Großauheim und fährt bis zum Hanauer Marktplatz.

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