Dennoch bleibt die personelle Situation beim TV Gelnhausen weiter angespannt. Die beiden Langzeitverletzten Leon David (Schulter-OP) und Ákos Csaba (Kreuzbandriss) fehlen weiterhin. Zudem stehen Yannick Geisler (Schulter) und Keeper Alex Bechert (Ellenbogen) nicht zur Verfügung. Immerhin: Der zuletzt erkrankte Daniel Drodz kehrt zwischen die Pfosten zurück.
Mit anderen Worten: Cheftrainer Matthias Geiger ist erneut zum Improvisieren gezwungen. „Gerade mit dem wieder einmal veränderten Kader müssen wir uns schnell auf den Gegner einstellen und alles investieren. Wir brauchen eine sehr gute, aggressive Abwehr und wollen über unser Tempospiel ins Spiel finden. Wenn wir diese Energie auf die Platte bringen, haben wir gute Chancen“, sagt Geiger.
Besonders aufpassen muss der TVG auf Moritz Schulz, der mit 93 Treffern der gefährlichste Torschütze der Gastgeber ist. Doch der Blick auf das Hinspiel zeigt, dass Friesenheim kaum auszurechnen ist. Zehn unterschiedliche Torschützen unterstrichen damals die mannschaftliche Geschlossenheit. Trainer Gabriel Schmiedt formt aus einem jungen, hungrigen Team eine aggressive und laufstarke Einheit, gespickt mit Talenten, die den Sprung in die erste Mannschaft der Eulen Ludwigshafen schaffen wollen.
Nach zwei Siegen zum Jahresauftakt bei der TuS 82 Opladen (29:23) und gegen den TV Homburg (25:24) musste das HLZ zuletzt zwei Niederlagen bei der HG Saarlouis (25:38) sowie zu Hause gegen Düsseldorf-Ratingen (24:26) einstecken. Umso mehr dürfte Friesenheim-Hochdorf dieses Mal investieren, um wieder einen Erfolg zu landen.
Geiger weiß um die Qualität des kommenden Gegners: „Im Hinspiel haben wir gesehen, dass Friesenheim sofort da ist, wenn wir zu viele einfache Fehler machen. Sie spielen sehr guten Handball, verteidigen aggressiv und sind als junges Team extrem dynamisch. Für uns wird entscheidend sein, dass wir unsere Aufgaben konsequent erfüllen und unser eigenes Spiel zu 100 Prozent abrufen.“
Schließlich will der TV Gelnhausen weiterhin den zweiten Tabellenplatz verteidigen, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga berechtigt. Respekt vor einem unbequemen, jungen Gegner ist also mehr als angebracht. Doch die Barbarossastädter reisen mit Selbstvertrauen an und wollen sich für den Punktverlust aus der Hinrunde revanchieren.