Mildes Dezemberwetter statt Flockenwirbel: Regenwolken und Wind dominieren den Wochenstart.

Liebe Hörer von Radio MKW, wer pünktlich zum Wochenbeginn auf winterliche Romantik oder zumindest auf trockene Kälte gehofft hat, muss sich wohl oder übel in Geduld üben, denn die aktuelle Großwetterlage spricht eine ganz andere Sprache. Wir starten an diesem Montag, dem 8. Dezember 2025, in einer Woche, die sich eher nach spätem Herbst als nach Advent anfühlt. Ein Blick auf die Isobarenkarte verrät uns auch direkt den Grund für diese ungewöhnliche Milde: Tiefdruckgebiete über dem Ostatlantik und den Britischen Inseln schaufeln mit einer kräftigen südwestlichen Strömung sehr milde, aber auch feuchte Luftmassen direkt zu uns nach Hessen. Besonders in unseren Fokusregionen – dem Main-Kinzig-Kreis, dem Landkreis Fulda und dem Wetteraukreis – wird dieses meteorologische Zusammenspiel in den kommenden drei Tagen das Geschehen am Himmel bestimmen.

Der heutige Montag präsentiert sich vielerorts grau in grau, wobei die Wolkendecke kaum Lücken für die Sonne lässt. Wenn Sie heute Morgen im Main-Kinzig-Kreis oder in der Wetterau aus dem Haus gegangen sind, dürften Sie bereits bemerkt haben, dass die Temperaturen für die Jahreszeit deutlich zu hoch liegen. Wir erwarten Tageshöchstwerte, die im Flachland der Wetterau und entlang der Kinzig auf ungewöhnliche 11 bis vielleicht sogar 14 Grad klettern. Doch diese Milde hat ihren Preis in Form von Wind und Nässe. Während es in Bad Nauheim oder Friedberg am Vormittag oft noch bei Nieselregen bleibt, müssen wir uns im Landkreis Fulda und den angrenzenden Höhenzügen von Rhön und Vogelsberg auf kräftigere Regenschauer einstellen. Der Wind frischt spürbar auf und weht mäßig bis frisch aus Südwest, was sich besonders auf den freien Lagen der Wasserkuppe oder im hohen Vogelsberg in stürmischen Böen äußern kann. Wer also heute im Bergland unterwegs ist, sollte den Regenschirm gut festhalten oder besser gleich auf wetterfeste Kleidung setzen.

Niederschläge am heutigen Montag

Der morgige Dienstag verspricht kaum eine grundlegende Änderung, auch wenn sich die Nuancen leicht verschieben. Die dichte Bewölkung bleibt uns als treuer Begleiter erhalten, allerdings deutet sich an, dass die Schaueraktivität im Tagesverlauf etwas nachlassen könnte, insbesondere in den tieferen Lagen des Main-Kinzig-Kreises.

Wetter am Dienstag im Radio MKW Land

Dennoch bleibt das Regenrisiko präsent. Die Temperaturen gehen zwar minimal zurück, bleiben aber mit Werten um die 9 bis 12 Grad weiterhin auf einem für Dezember viel zu hohen Niveau. Ein interessantes Detail für die Autofahrer unter Ihnen: In den Nachtstunden zum Dienstag und Mittwoch kann sich bei auflockernder Bewölkung stellenweise dichter Nebel bilden, was besonders in den Talsenken von Fulda und Haune oder in den Feuchtgebieten der Wetterau für Sichtbehinderungen im Berufsverkehr sorgen könnte. Passen Sie hier bitte Ihre Fahrweise entsprechend an.

Zur Wochenmitte am Mittwoch erreicht uns voraussichtlich der Ausläufer eines weiteren Tiefs, was die Wetterküche erneut etwas ungemütlicher gestaltet. Die Temperaturen pendeln sich voraussichtlich zwischen 8 und 10 Grad ein, was sich im Vergleich zum Wochenstart schon fast kühl, aber keineswegs winterlich anfühlt. Der Himmel bleibt überwiegend wolkenverhangen, und von Westen her ziehen erneut Regengebiete über die Wetterau in Richtung Osthessen.

Wetter am Mittwoch

Besonders im Stau der Rhön und des Spessarts können diese Niederschläge auch mal ergiebiger ausfallen. Meteorologisch gesehen befinden wir uns in einer klassischen Westwetterlage, die jegliche Kaltluftvorstöße aus dem Norden oder Osten konsequent blockiert. Solange diese „Wärmeschaufel“ vom Atlantik aktiv ist, bleibt der Schnee, auf den viele von Ihnen sicher warten, in weiter Ferne und beschränkt sich bestenfalls auf die allerhöchsten Gipfellagen der Alpen. Zusammenfassend lässt sich sagen: Halten Sie in den nächsten Tagen den Regenschirm griffbereit und lassen Sie sich vom grauen Himmel nicht die Adventsstimmung verderben.