Automatensprengungen: Sparkassenchef Jacobs spricht bei Radio MKW über Präventivmaßnahmen

Geschockt, weil direkt vor der Haustür, nahmen die Menschen im Main-Kinzig-Kreis die jüngsten Sprengungen von Geldautomaten in Brachttal, Wächtersbach und Jossgrund wahr. Der regionale Radiosender Radio MKW hat mit dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Gelnhausen (KSK) Bernd Jacobs einen fachkundigen Studiogast ins Funkhaus nach Gründau-Lieblos eingeladen, um sich über dieses Thema zu unterhalten. Bei seinem Besuch zeigte sich Jacobs durchaus beeindruckt über die große Aufbruchsstimmung beim regionalen Radiosender.
„Ich habe hier eine gewisse Start-Up Atmosphäre erlebt. Hier wird im Team mit Spaß am regionalen Radio gearbeitet und gestaltet. Und die Nähe zu den Menschen im Main-Kinzig-Kreis wird aktiv vom Sender gesucht, um diese in das Live-Radioprogramm einzubinden“, äußerte sich Jacobs.
Zuvor sprach der Chef der Kreissparkasse Gelnhausen in der Morning-Show, die immer von montags bis freitags zwischen 8 Uhr und 12 Uhr mit Musik und regionalen News die Hörer in den Tag begleitet, über die jüngsten Sprengungen von Geldautomaten in der Region und welche Konsequenzen die Sparkasse daraus zieht. Jacobs sei sehr darüber erschrocken, mit welcher Intensivität und Rücksichtslosigkeit die Täter vorgingen, unabhängig, ob Menschen direkt neben oder in den Bankgebäuden lebten. Auch die KSK war Ende November in Hasselroth-Neuenhaßlau betroffen.
„Wir haben in Deutschland eines der stärksten Geldautomatennetze in Europa. Das liegt unter anderem auch an den Sparkassen, die mit 23.000 Geldautomaten nach wie vor den größten Teil des Netzes bereitstellen. Wir führen bereits seit einigen Jahren in Absprache mit Sicherheitsbehörden Standortanalysen durch. Insbesondere auch zum Schutz von Leib und Leben. Es bedarf aber weiterer präventiver Maßnahmen, um diese Überfälle möglichst zu verhindern“, sagte Jacobs.
Präventive Maßnahmen könnten z.B. spezielle Türen und Fenster sein, Nachtverschluss des Selbstbedienungsfoyers, noch bessere elektronische Überwachung des Zugangs, Einsatz von Nebel-, Einfärbe- und Klebetechniken oder mechanische Schutzmaßnahmen am Geldautomaten wie z.B. Hebelschutz oder aktive Schachtabdeckung. Der Hauptpunkt sei jedoch eine ständige und sensible Standortgefährdungsanalyse nach dem Motto „Safety first“. Dies kann aber auch dazu führen, dass einzelne Automaten nach individueller Prüfung mit Risikobewertung vom Netz genommen werden müssen. Jacobs: „Da bitte ich unsere Kunden um Verständnis“. Ohnehin weiß der gebürtige Rheinländer, dass bei aller Vorsorge eine absolute Sicherheit nicht erreicht werden kann. „Sprengungen werden wir nicht gänzlich aufhalten können“.
Bei seinem Besuch im Sendestudio war Jacobs beeindruckt von der hochprofessionellen Sendetechnik, die auf dem neuesten Stand ist und den vielen innovativen Ideen, die dort in recht kurzer Zeit entwickelt wurden. „Wir als Zuhörer wollen gute Unterhaltung, gute Laune, gute Musik und aktuelle Nachrichten bzw. Informationen aus dem Main-Kinzig-Kreis. Genau das alles bündelt Radio MKW mit einer eigenen App-Lösung, die auch mobil nutzbar und Car-kompatibel ist. Das ist absolut begeisternd. Dazu kommen neue Ideen und exklusive Formate, wie beispielsweise das Event-Streaming für die Unternehmenskommunikation für Firmen- und Mittelstandskunden. Ich finde das sehr spannend.“
In der Morning-Show von Radio MKW sind immer wieder interessante Persönlichkeiten aus der Region zu Gast und äußern sich zu aktuellen Themen, die den Main-Kinzig-Kreis bewegen. Über 1000 Hörer schalten täglich ein. Empfangen kann man Radio MKW über das internet www.radiomkw.de, Alexa, diverse Radioplayer sowie über die App für IPhone und Android.