Neue Beete für alle

Im Jahr 2016 sanierte die Stadt Gelnhausen die Verbindung zwischen Herzbachweg und Alter Graben: Ein Treppenaufgang führt zum vielfrequentierten Weg, der einige Monate wegen dieser Bauarbeiten gesperrt war. Auch die Beleuchtung und die Kanalisation wurden im Zuge der Baumaßnahme erneuert. Die brach liegenden öffentlichen Flächen allerdings boten gerade jetzt im Sommer, wo alles rundherum grünt, keinen erfreulichen Anblick und luden manchen Zeitgenossen dazu ein, dort achtlos Müll zu entsorgen. Jörg Schmitz, der im benachbarten Atelierhaus Am Villaberg wohnt, nahm die Sache schließlich in Eigeninitiative in die Hand. „Ich fragte kurzerhand bei der Stadt nach, ob etwas dagegen spricht, dass ich die Flächen in Eigeninitiative bepflanze“, so Schmitz.  Es sprach nichts dagegen, die Stadt habe zügig reagiert – und sich äußerst dankbar gezeigt. Nach einem spontanen Ortstermin mit Mitarbeitern von Hochbau-, Grünflächenamt und Betriebshof  konnte Schmitz loslegen. Ein Kubikmeter Sand zur Bodenverbesserung wurde zügig zur Verfügung gestellt und vom städtischen Betriebshof angeliefert.

„Es war eine schöne Erfahrung, dass viele Passanten während meiner Pflanzaktion sehr positiv reagierten – und sogar spontan Hilfe anboten“, freute sich Schmitz.  „Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass viele Bürger eine schön gestaltete Umgebung wertschätzen.“ Außerdem sei die Nachbarin erfreut in das Projekt eingestiegen, habe Sandsteine zur Beetgestaltung und Wasser zur Erstbewässerung gespendet sowie nach Abschluss der Arbeiten den Weg gesäubert.  Um die etwa 100 Quadratmeter mit Bodendeckern, Gräsern und Stauden zu bepflanzen, hat Schmitz, der mit seinem eigenen Garten jüngst an der hessenweiten Aktion „Offene Gartenpforte“ teilnahm,  etwa 50 Arbeitsstunden investiert. Motivation für seine Privatinitiative sei nicht zuletzt der Ärger über das unsoziale Verhalten seiner Mitmenschen gewesen. „Ich hoffe, dass die Bepflanzung verstärkt davon abhält, diese Beetflächen als Müllabladeplatz oder Pinkelecke zu benutzen. Es ist dreist, wie viele Mitmenschen ihren Müll dort entsorgen.“

Jörg Schmitz hat die Brachflächen entlang des Pfades zwischen Herzbachweg und Altem Graben bepflanzt. Bauamtsleiter Kauder (rechts) lobt die Eigeninitiative.

Bauamtsleiter Günther Kauder überzeugte sich vor Ort von der gelungenen Maßnahme und lobte die Eigeninitiative von Jörg Schmitz im Dienst der Allgemeinheit. „Es ist vorbildlich, was sie hier geleistet haben“, sagte Kauder und bedankte sich im Namen der Stadt für den Einsatz des Anwohners. „Ich hoffe, dass mein Projekt positive Kreise zieht und vielleicht sogar Nachahmer findet“, so Schmitz abschließend.

 

(Stadt Gelnhausen)

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