Zukunftsorientiert und traditionsbewusst – Besuch bei De Nora

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Bei ihrem Besuch überreichten Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (links) und Walter Dreßbach, Leiter des Referats Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur (rechts) die „Made in Main-Kinzig“-Urkunde an Dr. Robert Scannell, Geschäftsführer der De Nora Deutschland GmbH.

Im Main-Kinzig-Kreis leuchten viele Sterne am Wirtschaftshimmel, auch wenn einige von ihnen dem breiten Publikum nicht allzu bekannt sein mögen. So zum Beispiel die De Nora Deutschland GmbH. Sie ist Weltmarktführerin in der Herstellung und im Vertrieb von Elektroden und Beschichtungen, die in elektrochemischen Prozessen eingesetzt werden. Zusammen mit Thyssen Krupp fertigt De Nora Elektrolyseure für die Gewinnung von Wasserstoff im Gigawattbereich. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Rodenbach, das Stammhaus befindet sich im italienischen Mailand. Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann und Walter Dreßbach, Leiter des Referats Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur, trafen sich kürzlich mit Dr. Robert Scannell, Geschäftsführer der De Nora Deutschland GmbH, zum fachlichen Austausch.

Im Gepäck hatte der Kreisbeigeordnete die „Made in Main-Kinzig“-Urkunde, mit der Unternehmen mit Produktionsstätten im Kreisgebiet ausgezeichnet werden. „Als Weltmarktführerin in Ihrer Branche – der Metallindustrie und Metallverarbeitung – ist Ihr Unternehmen einer der ‚hidden champions‘ im Kreis. Sie haben diese Urkunde wahrlich verdient“, sagte Ottmann.

Wie Dr. Robert Scannell ausführte, entwickelt, fertigt und vertreibt das Unternehmen Anoden aus Titan und Nickel mit Mischoxid- oder Platinbeschichtungen, Elektrolysesysteme zur Metallrückgewinnung sowie für Oxidations- und Reduktionsprozesse. „In der Brennstoffzellenherstellung sind wir seit fast 20 Jahren Marktführer, was die Komponentenherstellung betrifft. Am Standort Rodenbach können wir bei Bedarf weiter wachsen“, so der Geschäftsführer.

Gegründet wurde das seit Langem weltweit agierende Familienunternehmen vor hundert Jahren von Oronzio de Nora. Sein Ziel: die wirtschaftliche Nutzung und Vermarktung seines ersten Patents. Von da an entwickelte sich das Unternehmen rasant. Die heutige De Nora Deutschland GmbH wiederum wurde in Deutschland im Jahr 1970 als Heraeus Elektrochemie GmbH gegründet. Seit 1999 hat das Unternehmen seinen Sitz in Rodenbach. Weltweit beschäftigt De Nora Industries etwa 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in Deutschland sind es 155 sowie weitere 50 Projektmitarbeiterinnen und -arbeiter.

„Wir sind zukunftsorientiert und zugleich traditionsbewusst, klein, aber wir agieren global. Die Nähe zum Frankfurter Flughafen ist für uns ein wichtiger Standortvorteil“, so der Geschäftsführer. Doch auch der Fokus auf die Region geht nicht verloren: Bei der Vergabe von Aufträgen würden lokale und regionale Firmen bevorzugt. „Wir arbeiten gut mit hiesigen Unternehmen zusammen. Sie sind zuverlässig, helfen und unterstützen zum Beispiel sofort, wenn etwas zu reparieren ist“, so Dr. Robert Scannell. Nicht nur Ersatzteile für Maschinen bezieht die De Nora Deutschland GmbH direkt aus der Region, sondern sogar die Atmosphärischen Öfen, die in der Fertigung eingesetzt sind.

Jährlich bildet das Unternehmen zwei Schweißer aus, die nach Möglichkeit in den Betrieb integriert werden. „Titan- und Nickelschweißen ist eine sehr spezielle Schweißtechnik, die in wenigen anderen Betrieben gebraucht wird. Deshalb bilden wir nur für den eigenen Fachkräftebedarf aus“, erläuterte Dr. Robert Scannell. Derzeit werden Fachkräfte gesucht, vor allem Anlagenbediener, Chemotechniker und Galvanotechniker. In diesem Zusammenhang wies Walter Dreßbach auf das Fachkräftesicherungskonzept des Main-Kinzig-Kreises und die Stellenbörse www.karriere-mkk.de hin. „Auf dem Karriereportal wollen wir Stellensuchende und Arbeitgeber in der Region vernetzen und zugleich die ausgezeichneten harten und weichen Standortfaktoren im Main-Kinzig-Kreis herausstellen“, ergänzte Winfried Ottmann.

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