Fließpfadkarte für Freigericht

Frau Dr. Heike Hübener vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hat der Gemeinde Freigericht eine Fließpfadkarte übergeben. Diese Karten, die für kleinere Orte und Ortsteile geeignet sind, zeigen eine erste Übersicht der örtlichen Fließpfade bei einem Starkregenereignis und berücksichtigen dabei Topographie, Landnutzung, Gebäude und Fließwegen (ohne Durchlässe und Kanalisation).

Bei ihrer Präsentation machte Frau Dr. Hübener auch auf die Grenzen der Einsatzmöglichkeiten aufmerksam: Bei den erstellten Fließpfadkarten handelt es sich um eine modellhafte Darstellung und um eine rein topographische Geländeanalyse. Dadurch können keine realen Überflutungstiefen ermittelt werden. Fließpfadkarten stellen keine Strömungen dar. Starkregenereignisse sind lokal eng begrenzte Ereignisse; die höchsten Intensitäten treten meist in Bereichen auf, die nicht größer als 1 km² sind. Auf den dargestellten Abflusspfaden wird es im Ereignisfall daher niemals überall gleichzeitig zu stark ausgeprägten Abflüssen kommen.

Dennoch ist die Fließpfadkarte ein hilfreiches Instrument, insbesondere wenn es um vorbeugende Maßnahmen gehe, denn Fließpfadkarten können vulnerable Orte in einer Kommune aufzeigen, auch wenn dort bisher noch kein Starkregenereignis aufgetreten ist. Im Außenbereich stellt die Fließpfadkarte das Einzugsgebiet dar, aus dem potenziell Wasser und Schlamm in die Kommune eingetragen werden können. Hier kann oftmals bereits mit kleinen Maßnahmen erfolgreich Schadensvorbeugung betrieben werden. Außerdem sensibilisiert die Karte in der Kommune betroffene Bürgerinnen und Bürger sowie sonstige Anlieger und Interessengruppen. Gemeinsam lassen sich Lösungen entwickeln, die Gefahren zu reduzieren.

Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz bedankte sich bei Frau Dr. Hübener herzlich für die Karte, die sowohl in digitaler als auch in gedruckter Form vorliegt und dadurch von der Feuerwehr beim Einsatz mobil genutzt werden kann. „Mit der Fließpfadkarte erhalten wir wichtige Zusatzinformationen für den Bereich der Gefahrenabwehr (Hochwasserschutz), insbesondere für mögliche Messtellen zum Aufbau eines LoRaWAN-Systems. Mit diesem wollen wir die Arbeit der Feuerwehr unterstützen, um möglichst frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Aber auch für die Arbeit von Bauamt und Bauhof bringt die Karte einen erheblichen Mehrwert“ erklärt Bürgermeister Dr. Eitz.

Bildunterschrift:

(von links: Klaus Kern (Bauhofleiter), Holger Eiring (Sachbearbeiter Brand- und Katastrophenschutz), Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz, Dr. Heike Hübener (HLNUG), Thomas Mielke (stv. Leiter Bauamt)

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