Verlosung 2 x 2 Tickets für das nächste Heimspiel Hebeisen White Wings vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

wer fängt den Ball? Radio MKW verlost 2 x 2 Tickets. Schreibt eine Mail an verlosung@radiomkw.fm und ihr landet im Lostopf. Wir legen noch eine kleine Überraschung oben drauf, die ihr am Einlass erhalten. Damit werdet ihr zum richtigen Fan der Hebeisen White Wings und möchtet kein Spiel mehr verpassen. Wer gewonnen hat, erfahrt ihr am Freitag zwischen 19 und 21 Uhr beim Radiomann. Das Spiel startet am Samstag, dem 17. März um 19:00 Uhr in der Main-Kinzig-Halle in Hanau. Der Weg lohnt sich undfalls ihr nicht dort sein könnt, schaltet den Livestream an.

Daniel Glöckner 100 Tage im Amt

Hundert Tage Bürgermeister von Gelnhausen Bei einem Pressegespräch im Rathaus, zog Daniel Glöckner eine positive Bilanz seiner ersten hundert Tage Amtszeit. Auf seiner Agenda stehen derzeit fünf Punkte im Fokus. Darunter das Thema Beitragsbefreiung der Kindergärten, die Omega-Brücke am Bahnübergang im Stadtteil Hailer, die Schnellbahnstrecke Gelnhausen-Fulda/Würzburg, die weitere Entwicklung des Barbarossa City Oulet und die Zukunftsorientierung der Stadtverwaltung. Hier stehen in der näheren Zukunft, mehrere altersbedingte personelle Veränderungen von wesentlichen Positionen an, die neu zu besetzen sind. „Hier werden wir genau analysieren, wie wir in unserem Rathaus und der innerstädtische Verwaltung, die Prozesse vereinfachen sowie die Kommunikation effizienter gestalten können!, so der neuen Rathauschef.

Preissenkungen in Frankfurt, Wiesbaden und Mainz und niedrigste Tariferhöhung seit Verbundgründung

 

(Bad Homburg) In seiner Sitzung am 12. September 2017 im Kulturbahnhof in Bad Homburg hat der Aufsichtsrat des RMV die Anpassung des Tarifs, die Einführung neuer Angebote und die Anschaffung neuer Fahrzeuge beschlossen.

Zum 01. Januar 2018 wird der Tarif des RMV um durchschnittlich 1,5 Prozent erhöht. Dies ist die niedrigste Fahrpreiserhöhung seit Gründung des Verkehrsverbundes im Jahr 1995. Auch für die kommenden drei Jahren schafft der RMV Planungssicherheit für die Fahrgäste: der Aufsichtsrat beschloss eine Deckelung der Tarifanpassung für die kommenden drei Jahren um durchschnittlich maximal 1,5 Prozent pro Jahr.

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Neue Beete für alle

Im Jahr 2016 sanierte die Stadt Gelnhausen die Verbindung zwischen Herzbachweg und Alter Graben: Ein Treppenaufgang führt zum vielfrequentierten Weg, der einige Monate wegen dieser Bauarbeiten gesperrt war. Auch die Beleuchtung und die Kanalisation wurden im Zuge der Baumaßnahme erneuert. Die brach liegenden öffentlichen Flächen allerdings boten gerade jetzt im Sommer, wo alles rundherum grünt, keinen erfreulichen Anblick und luden manchen Zeitgenossen dazu ein, dort achtlos Müll zu entsorgen. Jörg Schmitz, der im benachbarten Atelierhaus Am Villaberg wohnt, nahm die Sache schließlich in Eigeninitiative in die Hand. „Ich fragte kurzerhand bei der Stadt nach, ob etwas dagegen spricht, dass ich die Flächen in Eigeninitiative bepflanze“, so Schmitz.  Es sprach nichts dagegen, die Stadt habe zügig reagiert – und sich äußerst dankbar gezeigt. Nach einem spontanen Ortstermin mit Mitarbeitern von Hochbau-, Grünflächenamt und Betriebshof  konnte Schmitz loslegen. Ein Kubikmeter Sand zur Bodenverbesserung wurde zügig zur Verfügung gestellt und vom städtischen Betriebshof angeliefert.

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Kerstin Schüler begrüßt rückwirkende Erstattung von Kosten für Flüchtlingsunterbringung und lobt großes ehrenamtliches Engagement der Stadtgesellschaft

Die Gelnhäuser SPD-Bürgermeisterkandidatin und Kreistagsabgeordnete Kerstin Schüler begrüßt die Initiative des Main-Kinzig-Kreises zur Unterstützung der Städte und Gemeinden im Hinblick auf die in 2015 und 2016 entstandenen Defizite im Bereich der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen. Davon profitiert auch die Stadt Gelnhausen erheblich, die rund 336.000 Euro von den insgesamt 8 Millionen Euro erhält, die der Landkreis zur Unterstützung der Städte und Gemeinden rückwirkend auszahlt. Kerstin Schüler erinnert in diesem Zusammenhang auch an das große ehrenamtliche Engagement, mit dem sich viele Menschen in der Barbarossastadt seit mehreren Jahren in der Flüchtlingshilfe engagieren. Beispielhaft sei da die Initiative Brückenbauer“, die einen nachhaltigen Anteil daran habe, dass die Integration in Gelnhausen gelingt.

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Kaffee und Kopfläuse

 

Geschichte als Erlebnis, Spaß und Bewegung bieten die Erlebnisführungen durch das historische Gelnhausen, denen sich Interessierte anschließen können. Die nächste Möglichkeit zu einer spannenden, informativen und garantiert nicht alltäglichen Zeitreise zurück in verschiedene Epochen der Vergangenheit steht kurz bevor: Am Freitag, 4. August, laden die Tourist-Information der Stadt Gelnhausen und die Gelnhäuser Gästeführer wieder zur öffentlichen Erlebnisführung ein.
Gäste, die einen Streifzug durch die spannende Geschichte Gelnhausens unternehmen wollen, kommen am Freitagabend auf den Obermarkt. Ab 19.15 Uhr verwandelt er sich in das mittelalterliche Herz der Stadt: Köstlichkeiten wie frische Brezeln stimmen auf den Streifzug durch die Jahrhunderte ein. Für die passende Unterhaltung und Einstimmung auf die Erlebnisführung sorgt ein spezielles Vorprogramm ab 19.30 Uhr.
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RMV-10-Minuten-Garantie: “Die Fahrgastrechte stärken”

 

Fahrgäste, die ihr Fahrziel mit mehr als 10 Minuten Verspätung erreichen, erhalten ab sofort Geld zurück oder – nach 21 Uhr – Taxikosten erstattet. Die neue Servicegarantie gilt für alle Busse und Bahnen im gesamten RMV-Gebiet, also täglich in mehr als 1.000 Linien.

“Am Ziel verlässlich und pünktlich anzukommen, ist mit der wichtigste Wunsch der Fahrgäste. Es ist daher ein richtiger und durchaus mutiger Schritt als einer der ersten Verkehrsverbünde in Deutschland eine für alle Bus- und Bahnlinien geltende Pünktlichkeitsgarantie anzubieten”, sagte Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer des RMV. “Ich möchte mich bei den Partnern im Verkehrsverbund bedanken, die mit uns zusammen in den vergangenen Jahren die 10-Minuten-Garantie in ihren Städten und Landkreisen getestet haben. Die gewonnen Erfahrungen bilden eine entscheidende Grundlage für die Ausweitung der Kundengarantie auf das komplette Verbundgebiet”, so Ringat weiter.

Bei Einzelfahrkarten wird der volle Fahrpreis bis maximal sechs Euro in der 2. Klasse und acht Euro in der 1. Klasse erstattet. Bei Zeitkarten wie Monats- und Jahreskarten wird abhängig von der Preisstufe der Preis anteilig erstattet. Auszahlungen sind bereits ab 50 Cent möglich. Alternativ zur Fahrpreiserstattung können nach 21 Uhr Taxikosten bis 25 Euro übernommen werden.

Die Kundengarantie gilt unabhängig von der jeweiligen Verspätungsursache. Lediglich bei vom RMV nicht zu beeinflussbaren Gründen wie Unwetter, Suizid, Bombendrohungen oder Streik ist die Anzahl der Garantiefälle pro Tag und Fahrgast auf zwei beschränkt.

Neben der neuen RMV-10-Minuten-Garantie gelten weiterhin die RMV-Mobilitätsgarantie für Fahrgäste mit persönlicher Jahreskarte zum Erwachsenentarif und die gesetzlichen Fahrgastrechte im Schienenverkehr. Die neue Kundengarantie ist allerdings so ausgestaltet, dass sie fast immer die attraktivere Wahl ist.

Anträge können online innerhalb von sieben Tagen nach der verspäteten Fahrt gestellt werden. Das Geld gibt es nach erfolgter Bearbeitung unter Vorlage der Originalfahrkarten an ausgewählten RMV-Mobilitätszentralen und an RMV-Verkaufsstellen zurück. Die Kunden haben für die Abholung der Erstattungsbeträge drei Monate Zeit und können somit die Beträge für mehrere Garantiefälle gesammelt abholen.

Mehr Informationen zur neuen RMV-10-Minuten-Garantie sowie die Liste aller auszahlenden Verkaufsstellen gibt es auf: http://www.rmv.de/rmv-10-minuten-garantie.

(RMV/ Foto: © RMV – Jan Haas)

Neues zu Industrie und Umwelt in der Region 

IHK-Ausschuss für Industrie und Umwelt informierte sich über die Bedeutung der Industrie vor Ort, das intelligente Recyceln und das Fahren mit Wasserstoff
Wie stark ist die Industrie in der Metropolregion FrankfurtRheinMain? Auf welchen Feldern ist die Region stärker beziehungsweise schwächer aufgestellt als vergleichbare deutsche Ballungsräume? Und an welchen Stellschrauben ist zu drehen, um die Industrie in und um Hanau zu stärken? Außerdem: Was will das „Ressourcencluster Rhein Main, Fraunhofer Alzenau / Hanau“ erreichen und kann das Projekt „H2anau – Wasserstoff bewegt“ unsere Mobilität revolutionieren? Drei hoch spannende Themen behandelte der Industrie- und Umweltausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern am 9. Mai auf seiner Sitzung bei Evonik im Industriepark Wolfgang in Hanau. Der Ausschuss-Vorsitzende Reinhard Wachter konnte nicht nur über 20 interessierte Unternehmerkollegen begrüßen, sondern auch vier sachkundige Referenten.

Was schadet dem Netzwerk Industrie? 
„Das Netzwerk Industrie in der Metropolregion FrankfurtRheinMain – Bedeutung, Struktur, Entwicklungen, Trends“ war der Vertrag überschrieben, den Dr. Rainer Behrend, Inhaber des „Behrend Institut Wirtschaftsforschung / Politikberatung“ in Frankfurt am Main hielt. Der Volkswirt hatte jüngst gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) eine Studie vorgelegt. Behrend belegte, dass in und um Frankfurt herum die Industrie immer weniger Menschen beschäftigt. Sie erleidet deswegen aber keinen Bedeutungsverlust, weil Produktion und Dienstleistung heute viel enger miteinander verzahnt sind. Seit 2008 ist ein modernes Netzwerk Industrie entstanden, zu dem auch die industrienahe Dienstleistungsbranche gehört. „Neben dem engen Kreis mit Arbeitnehmerüberlassung und Service-Aufgaben wie Marketing, Großhandel, Beratung, Abfallwirtschaft oder IT gehören heute auch entferntere Dienstleister wie Kurierdienste, Rechtsberatungen oder auch Finanzdienstleister zum Netzwerk Industrie“, umriss Behrend das Netzwerk. Eine Folge: Immer mehr Dienstleister sind abhängig von Industrieaufträgen. Werden die Beschäftigtenzahlen dementsprechend interpretiert, dann arbeiten in FrankfurtRheinMain gut 800.000 Menschen im engeren Netzwerk Industrie, davon 65.000 im Main-Kinzig-Kreis – also rund die Hälfte aller Beschäftigten im Landkreis.

Dr. Rainer Behrend umriss die Lage der Industrie vor Ort. Er deckte unnötige lokale Schwachstellen auf – etwa den mangelhaften öffentlichen Personennahverkehr und die völlig unzureichende Zahl an Parkplätzen in Gewerbegebieten.

Weitere wichtige Erkenntnis: Das Netzwerk Industrie in FrankfurtRheinMain entwickelt sich seit 2008 weit weniger dynamisch als in den vergleichbaren Ballungsräumen rund um Hamburg, Nürnberg, München, Stuttgart und Mannheim / Ludwigshafen. Die Gründe dafür wurden in 700 Tiefeninterviews erkundet. Demnach befeuern vor allem die mittelgroßen Unternehmen das Beschäftigungswachstum. Aber diese Unternehmen stehen bei uns vor zwei erheblichen Herausforderungen: Erstens stellt der leergefegte Arbeitsmarkt ihnen kaum noch Fachkräfte zur Verfügung. Das zwingt auch die Unternehmen im Main-Kinzig-Kreis zum Verzicht auf Erweiterungen oder zur Verlagerung von Teilen der Produktion. Das zweite große Manko: Der unzureichende öffentliche Personennahverkehr, die Verkehrsdichte und der Mangel an Parkplätzen in Gewerbegebieten. Die Betriebe sind nicht mehr leicht erreichbar. Das schreckt junge Fachkräfte, die nach ihrem Studium oder ihrer Ausbildung ihre Karriere starten möchten, ab.

„Die hessische Verkehrspolitik hat geschlafen und schläft noch immer weiter. Wir werden unserer Chancen beraubt“, lautete denn auch ein auf viel Zustimmung treffender Kommentar zu den Ausführungen über das Netzwerk Industrie. Der Ausschuss-Vorsitzende Reinhard Wachter verwies darüber hinaus auf ein gesellschaftliches Problem: „Viele Menschen haben den Kontakt zur Industrie verloren. Sie verstehen sich als Dienstleister, selbst wenn sie direkt für einen Industriebetrieb arbeiten. Dieser Abstand sorgt schleichend für immer weniger Akzeptanz der Industrie in unserer Gesellschaft“, warnte Wachter.

Neues zum Fraunhofer-Institut und zur Wasserstoffmobilität
Anschließend stellten Dr. Andreas Stegmüller von der „Fraunhofer-Projektgruppe IWKS Hanau / Alzenau“ und Wolfgang Jäger, Inhaber der Firma Polymertechnik W. Jäger in Dreieich, das Ressourcen-Cluster Rhein-Main und erste Forschungsergebnisse vor. Nicht nur Handys, Akkus und LED-Lampen, selbst Verbundstoffe aus Metallen, Kunststoffen und Gummi können mittlerweile sortenrein getrennt und danach ohne Qualitätsverlust zurück in den Wertstoffkreislauf wandern. Noch liegen die Kosten aber teilweise oberhalb der Deponiegebühren.

Bernd Vendt (r.), Standortleiter im Industriepark Wolfgang, zeigte den Mitgliedern des IHK-Industrie- und Umweltausschusses unter anderem, wo die neue Wasserstoff-Zapfstelle errichtet werden soll. Nicht nur Dr. Andreas Stegmüller (2.v.r.) vom Fraunhofer-Institut und der Ausschuss-Vorsitzende Reinhard Wachter (3.v.r.) zeigten sich sehr interessiert.

Evonik-Standortleiter Bernd Vendt präsentierte vor einem Rundgang über das Gelände des Industrieparks die Planungen zu „H2anau – Wasserstoff bewegt“: Wasserstoff als Energieträger soll sieben Kleintransporter drei Jahre lang in einem Forschungsprojekt antreiben. Sechs Unternehmen und Einrichtungen aus der Region beteiligen sich an dem Projekt. Wichtig: Die Pkws fahren nicht mit Verbrennungsmotoren, sondern erhalten einen Hybridantrieb. Die antreibende Lithium-Ionen-Batterie wird mittels Brennstoffzelle vom mitgeführten Wasserstofftank wieder aufgeladen. Der Wasserstoff wiederum lässt sich regenerativ erzeugen. Für das im August startende Forschungsprojekt, es ist das erste seiner Art in Deutschland, schafft der Industriepark eine eigene Wasserstoff-Zapfstelle an. Es ist davon auszugehen, dass die Kleintransporter so schnell wie herkömmliche Pkw betankt werden und unabhängig von der Witterung eine Reichweite von über 300 km erzielen können. In den kommenden drei Jahren wird sich zeigen, ob Pkw mit diesem Antrieb wirtschaftlich betrieben werden können.

(IHK/ Fotos: IHK)

Simmler: „Der Pflege fehlt bis heute noch die starke Lobby“

 

Main-Kinzig-Kreis. – „Zur guten Pflege gehören gutes Pflegepersonal und die Nähe der Menschen zu ihrer vertrauten Heimat“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai. Daher wolle der Main-Kinzig-Kreis weiterhin gezielt neue Projekte in den Städten und Gemeinden anstoßen und habe sich beim Land Hessen als „Modellkommune Pflege“ beworben. „Vor zwei Jahren ist diese Idee mit viel Bohei durch die Landesregierung gepriesen und bereits präsentiert worden. Vor einem halben Jahr hat sich der Kreistag einstimmig für eine Bewerbung ausgesprochen und so früh wie möglich, nämlich im Januar, haben wir als Kreis den Antrag beim Land eingereicht. Aber bis heute haben sich die Beteiligten noch nicht mal auf die Vergabekriterien einigen können“, moniert Simmler.

 

Susanne Simmler fordert einen zügigeren Ausbau der Pflege in der Fläche. Im Kreisgebiet komme der nicht zuletzt durch die Bewilligung zweier weiterer Pflegestützpunkte voran, die derzeit in Hanau und Schlüchtern aufgebaut werden. Die Grundlage für deren Arbeit bereitet der Main-Kinzig-Kreis derzeit bereits vor: „Wir wollen, dass jede Familie, in der ein Pflegefall eintritt, schnell das Angebot im Ort findet, das für sie das richtige ist. Im ersten Schritt nehmen wir eine Bestandserhebung über alle schon verfügbaren Angebote vor und schauen uns die Bevölkerungsstruktur vor Ort an. Im zweiten Schritt entwickeln wir daraus Konzepte, wie Lücken bei den örtlichen Angeboten geschlossen werden können, etwa im Bereich der häuslichen Pflege“, so Simmler.

 

An der Stelle könnte der Kreis als Modellkommune Pflege ansetzen. Susanne Simmler denkt an eine stärkere Vernetzung zwischen Medizinern und Pflegediensten, ebenso wie an das Ausprobieren neuer Wohnformen. Wichtig ist aus Sicht der Ersten Kreisbeigeordneten, dass über neue, innovative Projekte von den Akteuren vor Ort entschieden werde. Die Pflegeversicherung und die Krankenkassen sollten ihrer Meinung nach „nicht mehr alleine in Städten außerhalb unseres Kreises darüber brüten, ob in Gelnhausen oder Steinau oder Nidderau ein neues Angebot finanziert wird oder nicht“.

 

Als Modellkommune hätten die Entscheidungsträger vor Ort ein Mitspracherecht und könnten ihren Wissensvorsprung nutzen. Neue Projekte könnten zügiger und transparenter gefördert und ausgebaut werden. Nicht zuletzt erhielten sie die nötige Finanzierung für derlei Pilotprojekte. Simmler fordert daher die Bundes- und Landesregierung auf, eine zügige Festlegung der Vergabekriterien herbeizuführen. Umso schneller könnten neue Wege in der Pflegearbeit ausgetestet werden, erklärt Simmler.

 

„Dem Pflegebereich fehlt leider bis heute noch eine starke Lobby. Immer mehr Menschen werden in den nächsten Jahren auf häusliche und stationäre Pflege angewiesen sein, aber anders als bei der ausreichenden Finanzierung von Krankenhäusern rückt die Frage nach der ausreichend finanzierten Pflege im Alter viel zu selten in den Mittelpunkt“, so Simmler. Das „drohende Alter“ werde eher verdrängt. Das mache den Ausbau der Pflege nicht einfacher und auch nicht preiswerter.

 

Ein negatives Beispiel nennt Simmler. Nach Erfahrungen des Main-Kinzig-Kreises bekommen Demenzkranke, die zu Hause leben, seit Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes III im Januar überwiegend niedrigere Leistungen bewilligt als vorher. „Es findet keine Stärkung sondern eine finanzielle Schlechterstellung ausgerechnet in dem Bereich statt, der in Zukunft immer wichtiger werden wird, nämlich bei der Pflege von dementiell Erkrankten im häuslichen Umfeld. Ich werde prüfen lassen, wie genau diese Ergebnisse bei der Begutachtung zustandekommen“, kündigte Simmler an. Zugleich begrüßte sie es, dass die Zahl der Leistungsanträge auf Hilfe zur Pflege nach SGB XII zuletzt deutlich gestiegen sei. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger nutzten die Fördermöglichkeiten, die ihnen zustehen und im Alltag auch weiterhelfen.

 

„Gute Pflege steht und fällt mit der Finanzierung des gesamten Bereichs, insbesondere des Personals. Die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises bezahlen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Tarif und legen großen Wert auf eine gute und attraktive Ausbildung. Das muss der Maßstab sein, an den wir zum Tag der Pflege gerne erinnern“, sagt Simmler.

(Main-Kinzig-Kreis)

Landrat will rund 2,54 Millionen Euro an Kommunen ausschütten

Main-Kinzig-Kreis. – Landrat und Finanzdezernent Erich Pipa wird dem Kreistag in der Sitzung am 9. Juni vorschlagen, rund 2,54 Millionen Euro an die 29 Städte und Gemeinden auszuzahlen. Aufgrund der guten Haushaltslage will er damit seine Ankündigung umsetzen, die Kommunen über eine einmalige Zuwendung an der positiven Finanzentwicklung teilhaben zu lassen.

 

Bereits im Februar hatten die Abgeordneten mehrheitlich den Kreisausschuss beauftragt (Antrag 009/2017), den Hebesatz zur Kreisumlage im Doppelhaushalt 2018/19 unter Beachtung der haushaltsrechtlichen Vorgaben wieder auf das Niveau von 2016 herabzusetzen. Im Zuge der Debatte wurde vom Landrat angekündigt, die Möglichkeit einer Entlastung der Städte und Gemeinden auch bereits für das Jahr 2017 zu prüfen.

 

Der nun vom Kreisausschuss am Dienstag (25.04) aufgestellte vorläufige Jahresabschluss 2016 beinhaltet einen jahresbezogenen Überschuss von rund 17,4 Millionen Euro. „Dieses gute Ergebnis wollen wir teilweise nutzen, um dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen an kreiseigenen Gebäuden und den Kreisstraßen durchzuführen“, kündigt Pipa an. Maßgeblich soll das Geld jedoch – wie vom Kreistag gefordert –zum Abbau der Altdefizite in Höhe von rund 218 Millionen Euro dienen.

 

Wie der Landrat mitteilt, sei aufgrund der ersten Zahlen auch für das laufende Jahr 2017 eine positive Tendenz zu erwarten. Die negativen Zinssätze für laufende Kassenkredite und auch die vorläufige Festsetzung der Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit dem Kommunalen Finanzausgleich lassen erwarten, dass sich der geplante Haushaltsüberschuss wahrscheinlich besser entwickeln wird. Die entsprechende Berichterstattung für das erste Quartal erfolgt an den Haupt- und Finanzausschuss voraussichtlich Anfang Juni.

 

Die genannten Fakten bilden für Landrat Pipa für nun die verlässliche Grundlage, die Städte und Gemeinden an der positiven Entwicklung teilhaben zu lassen. Deshalb schlägt er vor, eine Gesamtsumme von 0,5 Prozentpunkten der Kreisumlage an die Städte und Gemeinden auszuschütten, ohne damit ein formelles und aufwendiges Nachtragshaushaltsverfahren durchzuführen. Eine entsprechende Vorlage des Landrates soll kommende Woche vom Kreisausschuss an den Kreistag für die Sitzung im Juni weitergeleitet werden.

 

Mit diesem Betrag werden die Städte und Gemeinden entlastet, um zusätzlich notwendige Aufwendungen  insbesondere im Bereich der Betreuung von Kindern und Jugendlichen (U 3-Betreuung, Kindergartenplätze, Kinderhortangebote, Pakt für den Nachmittag), aber auch von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgen (Demographie) und geflüchteten Menschen finanzieren zu können. Die Aufteilung des Gesamtbetrages von 2.544.361 Euro auf die einzelnen Städte und Gemeinden erfolgt anteilig zu der für 2017 festgesetzten Kreisumlage.

(Main-Kinzig-Kreis)

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