Zum Tod der Kommunalpolitikerin Sigrid Schindler

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23.02.2021. – „Der Main-Kinzig-Kreis nimmt Abschied von der langjährigen Kreisbeigeordneten Sigrid Schindler und trauert um eine außergewöhnliche Kommunalpolitikerin“, sagt Landrat Thorsten Stolz im Namen der Kreisspitze und des Kreistagsvorsitzenden Carsten Ullrich. Mehr als 30 Jahre lang war sie ehrenamtlich in mehreren politischen Funktionen aktiv und auch darüber hinaus vielseitig interessiert und engagiert.

„Ihr Tod trifft uns schmerzlich und bedeutet einen großen Verlust für ihre Familie, Freunde, Bekannte und viele Bürgerinnen und Bürgern, denen sie auf unterschiedliche Weise begegnet ist“, erinnert der Landrat an ihre menschliche, wertschätzende und fürsorgliche Lebenseinstellung und spricht den Angehörigen das tief empfundene Mitgefühl aus. Sigrid Schindler hat sich aus großer Überzeugung und mit vorbildlichen Einsatz um die Belange der Bürgerinnen und Bürger gekümmert und sich persönlich um ihre Anliegen gekümmert.

Vielen Menschen im Main-Kinzig-Kreis war sie vor allem durch ihre Besuche bei Ehejubiläen ein vertrautes Gesicht, denn sie vertrat hier den Kreisausschuss von 2001 bis 2016. Fest verankert war sie zudem im Vereinsleben. „Egal ob Feuerwehrhauptversammlung, Sportlerehrung, Seniorenweihnachtsfeier oder bei den Altfußballern: Sigrid Schindler hat immer die richtigen Worte gefunden und den Main-Kinzig-Kreis würdig vertreten“, betont der Landrat.

Langjährige Weggefährten beschreiben sie als eine Frau, die keine Zeit verschwendet hat, sondern immer aktiv und einsatzfreudig unterwegs war, häufig in Begleitung und mit Unterstützung ihres Ehemannes Manfred. Sie übernahm Verantwortung und lies nicht locker, um die anvertrauten Anliegen oder die drängenden Fragen vollständig aufzuklären. Eine große Ausdauer und besondere Zielstrebigkeit zeichneten sie dabei aus.

Sie war immer eine verlässliche Gesprächspartnerin, die die Nähe zu den Menschen suchte. Auch daraus schöpfte sie ihre Kraft und Energie. „Wenn es gefordert war, vertrat sie hartnäckig und entschlossen ihren Standpunkt und setzte sich vor allem für die Schwachen ein“, erinnert sich Thorsten Stolz. Dabei habe die gebürtige Schlierbacherin zu keiner Zeit ihre freundliche und liebenswürdige Ausstrahlung verloren.

„Es ging ihr niemals um Ruhm und Ehre, sondern um Menschlichkeit und Gerechtigkeit“, ergänzt der Landrat. Sigrid Schindler habe gezeigt, das Leben zu schätzen und die Menschen zu achten. Von ihr konnte man lernen, sich einzumischen ohne sich selbst zu wichtig zu nehmen. Sie war anspruchsvoll aber dennoch bescheiden, sie sagte die Wahrheit ohne zu verletzten und knüpfte Kontakte ohne sich zu verstricken.

„Sigrid Schindler besaß ein großes Herz und hat viel dafür getan, das wir sie in guter Erinnerung behalten“, würdigt die Kreisspitze eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Mit ihrem Tod verliert der Main-Kinzig-Kreis eine große Menschenfreundin.

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