Wirtschaftsförderer diskutieren Brexit-Folgen für Immobilienmarkt

Main-Kinzig-Kreis. – Welchen Einfluss hat der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union für den Immobilienmarkt des Rhein-Main-Gebiets? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Diskussion der Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreis und der Wirtschaftsförderer aus den Kommunen. Dazu hatte die Kreisverwaltung mit Eric Menges, dem Geschäftsführer von der FrankfurtRheinMain GmbH, einen erfahrenen Diskussionspartner eingeladen.

Einleitend steckte Walter Dreßbach, Amtsleiter für Wirtschaft und Arbeit, Kultur, Sport und Ehrenamt beim Main-Kinzig-Kreis, die Lage im Kreisgebiet ab. So sorge schon seit einigen Jahren die hohe Nachfrage nach Bauland und Wohnungen im Umland von Frankfurt für Preisdruck auf dem Wohnungsmarkt. In den Kommunen des Westkreises sei dieser Druck längst angekommen und setze sich in Richtung Kreismitte fort.

 

Erich Menges machte deutlich, dass die Politik darauf reagieren muss, da der Brexit den Boom verstärken könnte. FrankfurtRheinMain, der auch der Main-Kinzig-Kreis als Gesellschafter angehört, werbe gezielt bei Unternehmen in Großbritannien. Für eine erfolgreiche Ansiedelung seien aber auch preisgünstige Wohnungen und eine hohe Qualität bei den „weichen Standortfaktoren“ nötig.

Die EU-Austrittsverhandlungen Großbritanniens könnten Firmen vermehrt zu einem Umzug ins Rhein-Main-Gebiet bewegen, erklärt Eric Menges (rechts) auf einer Veranstaltung der Wirtschaftsförderung Main-Kinzig um Walter Dreßbach (Zweiter von rechts).

Schon frühzeitig und lange vor der Brexit-Entscheidung der britischen Wählerinnen und Wähler habe die Marketinggesellschaft für den Wirtschaftsstandort Rhein-Main die britische Insel als eines der primären Ziele erkoren, so Menges. „Viele Unternehmen hatten bisher Großbritannien bewusst als ihren Haupt-Europastandort gewählt, mit allen Vorteilen in Bezug auf den Zugang zur EU“, erklärte der Geschäftsführer von FrankfurtRheinMain. Nun aber könnten im Laufe der Austrittsverhandlungen Einschränkungen auf die Unternehmen zukommen, die einen Umzug attraktiver machten. Davon könne auch der Main-Kinzig-Kreis profitieren – mit Folgen für den Markt an Immobilien und Liegenschaften.

 

(Main-Kinzig-Kreis)

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