Waldkindergarten Gelnhausen eröffnet am 1. August zweiten Standort im Stadtteil Roth

Leiterin Berit Zeber begrüßt Kerstin Schüler auf neuem Domizil oberhalb des ehemaligen Waldschwimmbades und informiert sie über anstehende Erweiterung – SPD-Bürgermeisterkandidatin bekennt sich zu weiterer intensiver Zusammenarbeit zwischen Stadt und freien Trägern

Der Waldkindergarten Gelnhausen eröffnet am 1. August eine Dependance im Stadtteil Roth. Eine Wiese oberhalb des Bürger- und Vereinszentrums, die früher als Parkplatz des Waldschwimmbades diente, wird Standort des elf Meter langen beheizten Bauwagens, der das Herzstück des neuen Waldkindergartens in Roth bildet. „Wir starten zunächst mit 20 Kindern, die allesamt aus Gelnhausen kommen, und sind bereits komplett ausgebucht“, berichtete Berit Zeber, Vorsitzende des Trägervereins „Waldkindergarten Gelnhausen e.V.“, dieser Tage SPD-Bürgermeisterkandidatin Kerstin Schüler, Stadtrat Hans Adrian und Bürgermeister Thorsten Stolz, denen sie ihr Vorhaben auf dem Gelände direkt am Waldrand vorstellte.

Hintergrund des Besuches: Der Waldkindergarten zählt in Gelnhausen zu den festen Größen im Kinderbetreuungsangebot und wird als freier Träger von der Stadt finanziell entsprechend unterstützt. „Die Entlastung durch freie Träger ist für uns als Kommune bares Geld wert, weshalb wir die intensive Kooperation auch künftig fortsetzen werden“, wies Kerstin Schüler in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen Stadt und Waldkindergarten hin. Sie dankte Berit Zeber für ihr Engagement, dessen Erfolg nicht zuletzt die hohe Nachfrage nach Betreuungsplätzen im Waldkindergarten belege.

An seinem Hauptstandort Blockhauswiese betreut der vor 20 Jahren von Berit Zeber gegründete Verein montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr aktuell 50 Kinder zwischen 2 und 6 Jahren. Er beschäftigt sechs Erzieherinnen und Erzieher sowie zwei Praktikanten. „Die Fantasie und Kreativität der Kinder wird durch die Vielfalt der Natur im Wald angeregt und gefördert. Durch das Spiel in der freien Natur erfahren die Mädchen und Jungen eigene Grenzen und Entwicklungsfortschritte selbst“, berichtete die Kindergartenleiterin von den vielfältigen Zielen der Waldpädagogik. Die erholsame Umgebung des Waldes stärke körperliche und seelische Gesundheit, die Kinder seien kognitiv motivierter und leistungsfähiger. „Bei uns lernen die Kinder auch, sich an Regeln zu halten und zu kommunizieren“, wies sie auf Notwendigkeiten ihn, die der Aufenthalt in der Natur – und ganz speziell im Wald – mit sich bringt. Berit Zeber betonte: „Trotzdem sind wir ein ganz normaler Kindergarten. Wir feiern Fasching, machen einen St. Martinsumzug und auch der Nikolaus kommt zu uns in den Wald“.

Weil die Nachfrage die Anzahl der Betreuungsplätze im Waldkindergarten übersteigt und sich das Konzept ungebrochen großer Nachfrage erfreut, steht nun die Erweiterung in Roth an. „Wir sind sehr froh, mit Hilfe der Stadt dieses Grundstück gefunden zu haben“, sagte die Gründerin auch mit Blick auf das benachbarte Bürger- und Vereinszentrum, das der Kindergarten mitnutzen wird, sowie bereits geschlossene Kooperationen, unter anderem mit dem Imkerverein und der Jugendfeuerwehr. Auch wenn der Betrieb in Roth am 1. August zunächst mit 20 Kindern startet, biete der neue Standort künftig Platz für bis zu 40 Mädchen und Jungen, kündigte Berit Zeber an.

„Zeitgemäße, moderne und auf die Bedürfnisse der Eltern abgestimmte Kinderbetreuungseinrichtungen gehören maßgeblich zu einer Familienstadt mit unserem Anspruch“, machte Kerstin Schüler zum Abschluss des Gesprächs mit der Leiterin des Waldkindergartens deutlich, dass sie im Fall ihrer Wahl zur Bürgermeisterin die bereits heute überdurchschnittlich familienfreundliche Infrastruktur in Gelnhausen weiter ausbauen wird. In diesem Zusammenhang berichtete die Kandidatin von der Weichenstellung für den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung in 2017 und 2018 sowie die durchgängige Ausweitung der Betreuungszeiten auf 17 Uhr ab dem kommenden Kindergartenjahr – Entwicklungen, die sie als SPD-Vorsitzende intensiv mit vorangetrieben hat: „Das ist ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, denn Eltern unterliegen immer mehr einem Wandel der Arbeitswelt und immer flexibleren Arbeitszeiten. Dem müssen wir als Stadt durch erweiterte Betreuungszeiten Rechnungen tragen“. Von großer Bedeutung sei in diesem Zusammenhang auch das zentrale Krippenhaus mit 48 Betreuungsplätzen, das noch in diesem Jahr zwischen Hallenbad und Kreissportanlage entsteht.

Weitere Informationen zum Waldkindergarten Gelnhausen finden Interessierte im Internet unter www.waldkindergarten-gelnhausen.de.

(A. Schopbach)

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