Theaterstück „Am Horizont“ zum Welt-Alzheimer-Tag

Main-Kinzig-Kreis. –  „Das Thema verlangt Wissen, Bewusstsein und eine gewisse innere Haltung“, sagte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler während einer Veranstaltung zum Welt-Alzheimer-Tag im Main-Kinzig-Forum. Eingeladen hatte dazu die Alzheimer Gesellschaft Main-Kinzig. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Theateraufführung zu diesem Thema vom Skyline Kinder- und Jugendtheater Frankfurt. Im Mittelpunkt der Handlung stehen der 12-Jährige Janek und sein Großvater. Der Junge erlebt, getragen von großen Unsicherheiten, eine Entwicklung seines Opas, der an Alzheimer erkrankt ist, in der gesamten Bandbreite mit.

Unter den Zuschauern, die anschließend auch die Möglichkeit zur Diskussion über das Stück nutzten, waren Auszubildende der Altenpflege von den Aus- und Fortbildungsinstituten in Rodenbach und Hanau sowie Schülerinnen und Schüler der Eugen-Kaiser-Schule in Hanau und der Kinzigtalschule in Gründau.

Anfangs ist der Umgang miteinander völlig normal, Enkel und Großvater sind einander zugetan und gemeinsam sind sie ein Team, ob beim Schwimmtraining oder auch in Fragen des Alltags. Dann wird der Zuschauer Zeuge, wie der Großvater immer mehr den Halt, die Orientierung verliert und wie sich das auf den Enkel auswirkt. Dieser muss mit ansehen, wie eben diese wichtige Bezugs- und Vertrauensperson nicht mehr begleitend und unterstützend für ihn da sein kann, ja teilweise werden die Rollen verkehrt, der Enkel wird zum Verbündeten und Aufpasser zugleich. Eindrucksvoll demonstrieren die beiden auf der Bühne, was passiert mit Menschen die an Demenz erkranken, wie wirkt das auf die Angehörigen und wie verändert sich nicht nur das Leben des Betroffenen sondern auch das seiner Familie.

Blumensträuße und Dank für die Verantwortlichen, die nicht nur diesen Tag gestalteten, sondern sich für die an Demenz Erkrankten einsetzen. (v.l.: Sozialamtsleiter Klaus Pichl, Nadja Semm, vom Projekt SOwieDAheim, Wolfgang Kittel, vom Vorstand der Alzheimer Gesellschaft Main-Kinzig, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Main-Kinzig Hans Burckhardt sowie Gabriele Karadeniz, Yvonne Zednik, Viyal Lode vom SOwieDAheim-Projekt und Barbara Gregor, Initiatorin des Projektes).

„Eine Krankheit, die in alle Bereiche des Lebens eingreift, sowohl in das des Erkrankten, als auch in das der Angehörigen und damit das Problem der Akzeptanz offenbart“, erläuterte Schirmherrin Susanne Simmler zur Einführung des Stücks. Sie wies auf die Notwendigkeit hin, das Thema Pflege in die Öffentlichkeit zu rücken. „Es ist wunderbar, dass wir älter werden, Alter ist auch kein Mangel, mit den Begleiterscheinungen müssen wir alle zu leben lernen, wichtig ist die Selbstbestimmtheit“, sie dankte in diesem Zusammenhang der Alzheimer-Gesellschaft Main-Kinzig für die Betreuung von Demenzkranken und den von der Gesellschaft  initiierten Projekten in der Vergangenheit.

Die Alzheimer- Gesellschaft Main-Kinzig wurde im September 1999 gegründet. Lobend erwähnte Simmler auch das „SOwieDAheim“-Projekt, ein besonderes Angebot der häuslichen Pflege zur Entlastung pflegender Angehöriger, was von der Leitstelle älterer Bürger ins Leben gerufen wurde. Sie versprach, sich auch künftig dafür einzusetzen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach besten Kräften zu unterstützen.

(Main-Kinzig-Kreis)

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