Stärkung der Sinntaler Dorfkerne und der Infrastruktur

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Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (rechts) überreichte den Förderbescheid über 50.000 Euro für das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) an Sinntals Bürgermeister Carsten Ullrich (Zweiter von links). Mit dem Projekt befasst sind auch Johannes Michel, Leiter der Abteilung Entwicklung Ländlicher Raum im Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum, und seine Mitarbeiterin Jennifer Möller. Die Teilnahme am Dorfentwicklungsprogramm soll dabei helfen, die Dorfkerne wieder mit Leben zu füllen und Sinntal als Ort zum Leben und Arbeiten zu stärken.

12.01.2021. – Die Gemeinde Sinntal hat sich erfolgreich um die Aufnahme in das attraktive Förderprogramm Dorfentwicklung beworben. Nächster Schritt ist die Erstellung eines Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK). Die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler übergab hierfür einen Förderbescheid in Höhe von 50.000 Euro an Sinntals Bürgermeister Carsten Ullrich. „Das IKEK Sinntal wird von einem Fachbüro unter intensiver Beteiligung der Bürgerschaft, der Verwaltung und Politik als Zukunftsstrategie für alle Ortsteile entwickelt. Es ist die Grundlage für alle öffentlichen und privaten Förderprojekte“, erklärte Susanne Simmler. Stetig begleitet wird die IKEK-Erstellung von der Abteilung Entwicklung Ländlicher Raum des Main-Kinzig-Kreises.

Grundlegendes Ziel des Förderprogramms Dorfentwicklung ist es, die Vielfalt und den individuellen Charakter der hessischen Dörfer zu stärken und das bauliche und kulturgeschichtliche Erbe zu erhalten. Die Innenentwicklung soll gestärkt, Leerstände entwickelt und Baulücken geschlossen werden, so dass der Flächenverbrauch verringert aber gleichzeitig neuer Wohn- und Lebensraum in den Dorfmitten entsteht. Hier bietet das Programm attraktive Förderangebote auch für private Immobilienbesitzer. Zudem soll die dörfliche Infrastruktur, beispielsweise Plätze und Dorfgemeinschaftshäuser als Treffpunkte oder Dorfläden zur Versorgung, aufgewertet werden. „Auch dazu gehört die Ausarbeitung eines flexiblen Mobilitätskonzepts. Menschen, die in den ländlich geprägten Teilen des Main-Kinzig-Kreises leben, sollen die Möglichkeit haben, auch ohne eigenes Auto mobil zu sein. Alle Ortsteile sollen gut erreichbar sein“, verdeutlicht Susanne Simmler. Bereits im Rahmen der Bewerbung hatte die Gemeinde Sinntal hier einen Schwerpunkt gesetzt. Ein weiterer Fokus soll laut der Kommune darauf liegen, die Gemeinde als Tourismusschwerpunkt innerhalb der Destination Spessart weiter auszubauen und zu positionieren.

Mit dem IKEK erhält die Gemeinde zu Beginn des Verfahrens eine umfassende Analyse und Übersicht, wo besonderer Handlungsbedarf besteht. Schließlich werden Handlungsfelder und Schwerpunkte festgelegt, in denen sich die Gemeinde in den nächsten Jahren weiter entwickeln will. Hierfür ist die Fördersumme in Höhe von 50.000 Euro bestimmt. „Nachdem der Förderschwerpunkt Sinntal im Sommer anerkannt wurde, ist die Erstellung des IKEKs das Startprojekt. Wir freuen uns darauf, dass es jetzt losgeht“, erklärte Bürgermeister Carsten Ullrich bei der Bescheidübergabe. „Die Teilnahme Sinntals am Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen wird dabei helfen, die gesamte Gemeinde voran zu bringen und sinnvolle Projekte zu fördern, die dazu beitragen werden, Sinntal als Ort zum Leben und Arbeiten zu stärken“, ergänzte Susanne Simmler. Nicht nur die Themen Tourismus, Mobilität und Infrastruktur werden dabei beleuchtet, sondern auch der Erhalt und die Stärkung der vorhandenen Vereinsstrukturen. „Und wie groß der Zusammenhalt in einer Kommune ist, erkennt man auch daran, wie vielfältig und rege das Vereinsleben vor Ort ist“, erklärte Susanne Simmler.

Die Gemeinde Sinntal ist neben Birstein, Schlüchtern, Bad Soden-Salmünster, Jossgrund und Flörsbachtal der sechste Förderschwerpunkt der Dorfentwicklung im Main-Kinzig-Kreis.

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