Schuldezernent Matthias Zach reagiert auf steigende Schülerzahlen

Main-Kinzig-Kreis. – Die Bertelsmann-Stiftung ermittelte in ihrer jetzt veröffentlichten Studie, dass in den kommenden Jahren mit einem regelrechten Schüler-Boom zu rechnen sei. Die vorliegenden Prognosen gehen davon aus, dass die Schülerzahlen deutlich höher sein werden, als bislang erwartet. Während die Kultusministerkonferenz von etwa 7,2 Millionen Schülern ausgehe, sei, so die Bertelsmann-Stiftung in einem vielbeachteten Gutachten, durch steigende Geburtenzahlen und verstärkter Zuwanderung damit zu rechnen, dass im Jahr 2025 etwa 8,3 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland zur Schule gehen werden – damit über eine Million Schulkinder mehr, als prognostiziert.

„Wenn das so eintrifft, werden wir als Schulträger die Schulentwicklungspläne entsprechend überarbeiten müssen,  Investitionsentscheidungen korrigieren und vor allem mehr Investitionen einplanen“, kündigt Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Matthias Zach an. Die Kommunen im Main-Kinzig-Kreis müssten sich nach der Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleiches auf eine höhere Schulumlage einstellen, da diese kostendeckend erhoben wird.

 

Zach gibt in diesem Zusammenhang insbesondere zu bedenken, dass Inklusion und Ganztagsschulen so nur mit mehr Personal zu stemmen seien: „Das Land Hessen wird deshalb mit der bisherigen Personaldecke im Lehrbereich, der sogenannten Rendite und mit der bisherigen Bezahlung von Lehrern diese Herausforderung neben Inklusion und Ganztagsschule nicht mehr bewältigen können“.

 

Dies alles ginge nicht von heute auf morgen, ist sich Matthias Zach sicher. Ein erster Schritt könne deshalb  die Öffnung der Grundschulen in Richtung Kindertagesstätten und umgekehrt sein, hier müsse die Zusammenarbeit wesentlich verstärkt werden. „Wir werden mehr in Bildungsstandorten denken und dazu werden wir, so mein Ziel, den nächsten Schulentwicklungsplan nicht nur als ersten inklusiven Schulentwicklungsplan für die allgemeinbildenden Schulen, sondern als Bildungsgesamtplan aufstellen“, erklärt der Schuldezernent.

 

(Main-Kinzig-Kreis)

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