Pipa: Kommunen sollen Beispiel Hasselroths folgen

Main-Kinzig-Kreis. – Die Baustelle ist bereits eingerichtet, nun haben auch Bürgermeister Uwe Scharf und Landrat Erich Pipa gemeinsam mit weiteren Vertretern aus Politik, Verwaltung und von den ausführenden Firmen den Spatenstich vollzogen: Der Bau neuer Wohnungen in der Kirchgasse in Hasselroth-Neuenhaßlau kann beginnen. Vier der dort entstehenden Wohneinheiten bezuschusst der Main-Kinzig-Kreis mit 70.000 Euro aus seinem Programm für preisgünstigen Wohnraum, um einen Mietpreis von sechs Euro pro Quadratmeter nicht zu überschreiten.

 

Landrat Pipa lobte die Gemeinde, dass sie von dem Programm Gebrauch macht, um Menschen mit geringem Haushaltseinkommen oder kleiner Rente im Bereich Wohnen zu unterstützen. „Ich bin froh, dass sich die Gemeinde Hasselroth damit aktiv in eine gesellschaftliche Diskussion einbringt und den Menschen ganz konkret vor Ort hilft“, sagte Pipa. „Wenn die Kräfte des Marktes versagen, müssen eben gesellschaftliche Kräfte einspringen.“

Landrat Erich Pipa (2.v.l.), Bürgermeister Uwe Scharf (4.v.l.) und weitere Ehrengäste vollzogen den Spatenstich an der Kirchgasse in Neuenhaßlau.

Bürgermeister Scharf wies darauf hin, dass seine Gemeinde den Mietpreis für die vier Einheiten sogar so gestalten werde, dass er „weit unter sechs Euro pro Quadratmeter“ liegen werde. „Auch bedürftigen Menschen muss es möglich sein, in unserer Gemeindemitte zu wohnen“, brachte er es auf den Punkt.

 

Der Bau wird in gemeindlicher Regie realisiert, eine weitere Besonderheit, auf die auch Landrat Erich Pipa einging. „Die öffentliche Hand hat sich lange Zeit aus der Bereitstellung von Wohnraum und der Förderung von preisgünstigem Wohnraum zurückgezogen. Heute zeigt sich: Das ist ein Fehler gewesen. Es ist höchste Zeit, dass wir hier gegensteuern“, so Pipa. Über das laufende Kreisprogramm könnten etwa 400 preisgünstige Wohnungen finanziert werden; über 200 davon seien bereits auf den Weg gebracht worden. Der Landrat deutete an, dass er mit Hilfe einer Aufstockung des Fördertopfs gerne 600 bis 650 preisgünstige Wohnungen mitfinanzieren würde. „Ich rufe die Städte und Gemeinden auf, dem Beispiel Hasselroths zu folgen und Wohnraum für Menschen mit kleinem Geldbeutel zu schaffen“, schloss Pipa seine Ansprache auf der Baustelle, bevor die bereitgestellten Spaten zum Einsatz kamen.

 

(Main-Kinzig-Kreis) 

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