Nichts zu holen in Nürnberg

Der Ausgang des Spiels schien sich bereits früh anzubahnen. Beim Auswärtsspiel gegen die Nürnberg Falcons BC kamen die EBBECKE WHITE WINGS Hanau nicht so recht in Gang und mussten von Anfang an einem hohen Rückstand hinterherlaufen. Gerade offensiv wollte das Spiel einfach nicht funktionieren. Entsprechend mussten sich die Hanauer am Ende mit 94:63 geschlagen geben.

“Nürnberg sind sehr stark ins Spiel gestartet”, lautet Simon Cotes erste Reaktion nach dem Spiel. Zurecht, immerhin sollte das erste Viertel bereits ein Ausblick auf den weiteren Spielverlauf sein. Nicht nur eröffnete der an diesem Abend bärenstarke Jackson Ross Kent mit einem Dreier, sondern mit Ishmail Wainright legte gleich noch ein weiterer starker Scorer Punkte nach, ehe dann Alex Angerer aus der Zone erste Punkte auf das Scoreboard brachte. Genau so sollte der Abend weiterlaufen: Wainright, Kent und später auch Robert Oehle erwiesen sich als treffsichere Schützen, während das Hanauer Spiel über die Flügel weitestgehend abgemeldet war und daher die Großen unter dem Korb einspringen mussten. Bereits in der dritten Spielminute stand es 9:2 und Cote nahm eine frühe Auszeit – und musste nur drei Minuten später seine Jungs erneut vom Platz holen, bei einem Zwischenstand von 15:4. “Wir haben bereits früh wichtige Würfe nicht gemacht”, so Cote.

Auf der anderen Seite hingegen lief das Spiel überraschend gut über die Drei-Punkte-Distanz. Mit 24:9 ging es ins zweite Viertel. Da bäumten sich die EBBECKE WHITE WINGS Hanau erfreulicherweise auf. Luquon Choice, der sonst über das restliche Spiel – ähnlich wie auch Dorian Pinson – hervorragend von Nürnberg gedeckt wurde, kam zu wichtigen Dreiern und das Offensivspiel lief erstmalig etwas flüssiger. Knapp unter zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff hatte sich das Hanauer Team auf elf Zähler Unterschied herangekämpft. “Allerdings haben wir dann einige Offensivrebounds abgegeben, die Nürnberg zu Dreiern umgemünzt hat – entsprechend ist der Vorsprung dann wieder angewachsen.” Mit 49:31 ging es in die Kabine.

Die zweite Hälfte begann dann erneut so, wie die erste: Nürnberg dominierte, Hanau fand nur schwerlich eine Antwort hierauf. Zur Hälfte des dritten Viertels waren die Falcons dann bereits auf 26 Zähler davongezogen. Irgendwie war der Wurm drin im Spiel der EBBECKE WHITE WINGS Hanau, denn auch die vielen Freiwürfe wollten einfach nicht fallen – ganze 14 Punkte ließen die Gäste dadurch liegen. Und auch sonst war die Wurfausbeute dürftig: 60 Anläufe brauchte das Team, um am Ende 21 Mal zu treffen – fünf Mal davon von jenseits der Dreierlinie. “Kalidou war im Post sehr stark, aber unsere Wings kamen heute nicht in Gang. Auch qualitativ waren unsere Würfe heute nicht so gut, wie wir uns das wünschen.” Die Falcons waren in dieser Hinsicht effizienter, machten am Ende zudem 31 ihrer 38 Freiwürfe.

Als es mit 78:46 in das letzte Viertel ging, war die Messe bereits gelesen. Eine starke Phase wie im zweiten Viertel blieb leider aus und am Ende siegten die Nürnberger dank guter Offensiv- und sehr guter Defensivleistung mit 94:63. “Wir konnten uns heute nicht auf das sehr physische Spiel einstellen und haben auch kein Mittel gefunden, um Jackson Ross Kent zu stoppen”, sagt der Hanauer Headcoach. Und: “Ich bin ein wenig enttäuscht darüber, dass wir es nicht geschafft haben, uns ins Spiel zurückzukämpfen und unseren Gameplan durchzuziehen. Daran müssen wir arbeiten.”

Highlights aus der Partie sowie die Pressekonferenz können im Livestream-Channel der HEBEISEN WHITE WINGS Hanau unter https://airtango.live angesehen werden.

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