Konfliktfrei durch den Winter

Zugeparkte Straßen, Schnee auf der Gasse, vom Schneepflug wieder„zugeräumte“ Gehwege: Gelnhäuser Bürgermeister und Betriebshofleiter geben Tipps für reibungslosen Ablauf des Winterdienstes

Kälte, Schneefall und Eis gehören zum Winter dazu. Neben der Freude an der verschneiten Landschaft und dem Spaß für Wanderer, Spaziergänger, Kinder und Wintersportler bringen Schnee und Eis aber auch einige Probleme mit sich – so den Winterdienst und die Schneeräumpflicht. Gelnhausens Bürgermeister Daniel Christian Glöckner und Betriebshofleiter Walter Triebel nehmen die aktuelle Lage und die Erfahrungen der letzten Tage zum Anlass, das Thema aufzugreifen. Und sie appellieren dringend an die Gelnhäuser Bürgerinnen und Bürger, die Zufahrtswege für die Räumfahrzeuge freizuhalten und ihre Autos, wo immer möglich, auf den zum Grundstück gehörigen Stellplätzen, in Carports und Garagen zu parken.

„Räum- und Streufahrzeuge mit Schneepflug benötigen eine Mindestbreite der Fahrbahn von über 3 Metern um sicher durchfahren zu können. Daher sollte beim Parken am Straßenrand darauf geachtet werden, dass diese Breite eingehalten wird. Viele Anwohnerstraßen verfügen häufig nur über Gesamtbreiten von 3,50 bis 4 Meter. In solchen Straßen sollte auf das Parken im Straßenraum bei winterlichen Bedingungen verzichtet werden, da die geforderte Durchfahrtbreite nicht gegeben ist. Die Fahrer sind angewiesen, keine Risiken einzugehen und Straßen, die mit Anliegerfahrzeugen eng zugeparkt sind, nicht zu befahren. Als Folge können auch die Fahrzeuge der Müllabfuhr oder Rettungsdienste diese Straßen nicht befahren. Auch bei der Bereitstellung der Mülltonnen für die regelmäßigen Abfuhren, bitten wir darauf zu achten, dass diese nicht hinderlich für den Winterdienst an der Straße aufgestellt werden“, erläutert der Bürgermeister.

Immer wieder sei zu beobachten, dass Anlieger den Schnee ihrer Zufahrten und Zugänge auf die Straße schmissen. „Mit zunehmendem Frost in der Nacht wird aus diesem Schneematsch eine feste Masse, die dann am anderen Tag nicht mehr zu räumen ist und teilweise zu Schäden an Räumfahrzeugen, aber auch an privaten Pkw führt. Schnee auf die Straße zu werfen, ist verboten. Es stellt einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr dar und kann strafrechtliche Bedeutung erlangen“, darauf weist Walter Triebel hin. Schnee dürfe nur so abgelagert werden, dass der Verkehr nicht beeinträchtigt werde. Dies gelte sowohl für die Fahrbahnen wie für die Gehwege. Bei großen Schneemengen müsse gegebenenfalls Schnee zum Beispiel in Vorgärten oder an anderen geeigneten Stellen abgelagert werden.

Immer wieder sorge der Einsatz von Schneepflügen für Ärger bei Anliegern und Passanten. „Sie schieben den Schnee an den Fahrbahnrand, wobei es unvermeidlich ist, dass der Schnee auf den Gehwegen und vor Grundstücksausfahrten liegen bleibt, die die Anlieger möglicherweise kurz zuvor freigeschaufelt haben. Es ist den Fahrern aus zeitlichen und praktischen Gründen nicht möglich, bei der Schneeräumung der Fahrbahnen auf Gehwege auf Grundstückszufahrten Rücksicht zu nehmen. Hierzu besteht auch keine gesetzliche Verpflichtung. Diesen Umstand müssen Anlieger und Passanten leider hinnehmen, denn der Winterdienst räumt die Straße auch für sie“, so der Rathauschef.

Zum Winterdienst auf öffentlichen Straßen seien die Straßenbaulastträger verpflichtet, also die Kommunen, Landkreise und der Staat für ihre Straßen. Allerdings gebe es hierzu wichtige und zu beachtende Einschränkungen, erläutern Glöckner und Triebel weiter. Einerseits bestehe die Pflicht zum Winterdienst nur im Rahmen der finanziellen und sachlichen Leistungsfähigkeit. Dies bedeute, dass die Kommune aufgrund der Finanzlage, der Personalsituation und der Geräteausstattung nicht in gleicher Qualität und zur gleichen Zeit den Winterdienst auf dem kompletten Straßennetz gewährleisten könne. „Daher sind Straßen mit besonderer Priorität festgelegt, auf denen der Winterdienst durchgeführt wird und Straßen mit geringer Priorität, auf denen die Durchführung des Winterdienstes nur eingeschränkt gewährleistet werden kann“, erläutert der Bürgermeister abschließend.

dav

Foto: Der Winterdienst schläft nicht: Mitten in der Nacht wird auf dem Gelände des Betriebshofes in Gelnhausen ein Räum- und Streufahrzeug mit Streusalz beladen.

Abdruck honorarfrei/Foto: Stadt Gelnhausen

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