Kompetenz der Bürger nutzen

Walter Dreßbach kritisiert die Art der Bürgerbeteiligung in Gelnhausen, insbesondere den Bürgerworkshop in der Gelnhäuser Stadthalle zum Umbau des Gebietes zwischen Ober- und Unterstadt. Auf seiner Informationsveranstaltung zum Thema „Bürgerbeteiligung“ im Gelnhäuser Restaurant „Mittelpunkt“, fand er starke Worte: „Die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung beschränken sich in Gelnhausen darauf, wählen zu gehen oder sich selbst wählen zu lassen. Das ist eine Verschwendung von Potenzial. Hier wohnen mehr als 20.000 kompetente Menschen, die alle Fähigkeiten mitbringen, die wir nutzen müssen. Da reicht es nicht, die Leute ein paar Punkte ans Flipchart kleben zu lassen, sondern da gilt es diese Menschen dauerhaft einzubinden.“

Mit den Punkten spielt Dreßbach auf den Bürgerworkshop an, der unlängst im Rahmen des Stadtumbaus des Bereichs zwischen Ober- und Unterstadt stattgefunden hat. Ein Brainstorming im Rahmen eines Workshops könne zwar der Anfang sein, aber dies dann als Bürgerbeteiligung zu bezeichnen, sei die pure Übertreibung. Der Bürgermeisterkandidat kritisiert, dass die Veranstaltung wohl eher als „Feigenblatt“ gedient habe, um die Bedingungen für eine Förderung zu erfüllen. Dabei sei es außerordentlich notwendig, die Bürger in die Entscheidungen zur Zukunft der Stadt einzubinden, betonte Dreßbach. Gelnhausen als Teil der dynamischen Rhein-Main Region sei ein höchst attraktiver Standort, sowohl zum Wohnen, als auch für die Wirtschaft. Gleichzeitig habe Gelnhausen wenig Flächen und eine schwierige Wohnraumsituation, mit einer künftig steigenden Nachfrage nach barrierefreien, kleinen Wohnungen.

Walter Dreßbach und Markus Engel

„Wenn man die wirtschaftliche und demografische Entwicklung betrachtet, dürfte jedem klar sein, dass es notwendig ist, jetzt die Weichen zu stellen, die bestimmen, wie wir künftig hier leben werden. Dabei sind unsere Chancen gar nicht schlecht. Wenn wir es clever gestalten, sehe ich sehr gute Chancen für Gelnhausen“.

 

Bürgerbeteiligung ist für Dreßbach eine wichtige Säule wenn es um diese Zukunftsgestaltung geht. „Wenn Bürger, Kommunalpolitik und Verwaltung miteinander im Dialog stehen und sich als Partner begreifen, sehe ich eine gute Zukunft für die Stadt.“ Wie eine solche Bürgerbeteiligung konkret aussehen kann, erläuterte Markus Engel aus Bad Orb, der dort maßgeblich an der Entwicklung eines Stadtleitbildes beteiligt war. Engel erläuterte den Prozess, der rund ein halbes Jahr in Anspruch genommen hatte. Am Anfang standen eine repräsentative Umfrage, Informationsveranstaltungen und die Bildung mehrerer Arbeitsgruppen. Weit über 100 Bürgerinnen und Bürger aus Bad Orb bringen in den gemeinsam formulierten Projekten viel Engagement mit.

Im Anschluss an Engels Vortrag wurde das Thema von den Besuchern noch lebhaft diskutiert. Wie wird es umgesetzt? Wird es überhaupt umgesetzt? Waren nur zwei von vielen Fragen die gestellt wurden. Walter Dreßbachs Antwort brachte es auf den Punkt: „Eine erfolgreiche Bürgerbeteiligung hängt davon ab, dass Verwaltung, Kommunalpolitik und Bürger auf Augenhöhe miteinander sprechen. Der Bürgermeister als Schnittstelle zwischen den Beteiligten muss das dauerhaft fördern. Dies ist eine meiner wichtigsten Zielsetzungen für Gelnhausen“.

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