Gemeinsam den Staatswald der Zukunft gestalten

„Unser Wald erfüllt viele Funktionen: Er leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, er liefert Rohstoffe und ist ein Ort der Erholung. Die hessischen Försterinnen und Förster arbeiten täglich im Staatswald, um den Wald zu erhalten, zu pflegen und zu schützen“, sagte Umweltministerin Priska Hinz heute zur Eröffnung des ersten Hessischen Staatswaldforums im Forstlichen Bildungszentrum Weilburg. „Kurz gesagt: Der Wald geht uns alle an. Mit dem Staatswaldforum rufen wir daher gemeinsam mit dem Landesbetrieb HessenForst einen Dialog ins Leben, der Fragen rund um die multifunktionale und nachhaltige Waldbewirtschaftung thematisiert“, so Hinz.

Anlass für die Einrichtung des Staatswaldforums ist die Überarbeitung der „Richtlinie für die Bewirtschaftung des Hessischen Staatswaldes“ – kurz „RiBeS“. Die derzeitig gültige Richtlinie stammt aus dem Jahr 2012 und gibt den Försterinnen und Förstern fünf, im hessischen Staatswald gleichrangige Hauptziele vor. Diese sind: Schutzfunktion; Rohstofferzeugung; Erholung, kulturelle Bildung und Umweltbildung; Arbeit sowie Nutzen für den Waldeigentümer. Jedes Hauptziel beinhaltet wiederum mehrere Teilziele. „Es ist eine herausfordernde Aufgabe der Forstleute, diese nebeneinander stehenden Ziele bei ihrer täglichen Arbeit immer im Blick zu haben. Sie müssen dabei die vielfältigen Ansprüche an den Wald – von Naturschutz über Rohstoffversorgung bis zur Erholung – gleichzeitig im Blick behalten und abgestimmt aufeinander umzusetzen“, sagte Ministerin Hinz.

 

Neue Rahmenbedingungen erfordern Überarbeitung

 

Die Ansprüche der Gesellschaft an den Wald haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Den Bürgerinnen und Bürgern wird, nicht nur durch zunehmende Extremwetterereignisse und die notwendige Anpassung an den Klimawandel,  zunehmend bewusst, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist. Damit rückt auch der Wald vermehrt in den Fokus: „Wir Förster spüren, dass die Bevölkerung heute an der Waldpflege wesentlich interessierter ist, als noch vor einigen Jahren“, erläuterte Michael Gerst, Leiter von HessenForst. Hinzu kommt, dass die Art der Waldnutzung durch die Gesellschaft heute viel komplexer ist als früher, etwa in Bezug auf Sportarten wie Mountainbiking oder Geocaching. „Dies läuft nicht immer konfliktfrei ab“, weiß Gerst. Die bestehende RiBeS 2012 soll vor diesem Hintergrund auf den Prüfstand gestellt werden.

 

Staatswaldforum: Gesellschaft wird beteiligt

 

Mit dem Staatswaldforum möchte das Land Hessen bei der Überarbeitung der Richtlinie Transparenz schaffen und zu einer Versachlichung der Diskussionen rund um das Thema „Forstwirtschaft“ beitragen. Etwa 30 geladene Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Forst- und Holzwirtschaft, Naturschutz, Jagd, Tourismus, Sport und Bildung haben sich an dem hessenweiten Treffen beteiligt. „Wir wollen das Verständnis für die Interessensvielfalt und die entsprechenden Herausforderungen eines Ausgleichs fördern“, erklärte HessenForst-Leiter Gerst. Umweltministerin Hinz betonte: „Die vielfältigen Funktionen des Waldes sollen erhalten werden. Wie genau, das wird die neue Richtlinie festlegen. Das Staatswaldforum ermöglicht es allen, die den Wald schützen und nutzen, an der Überarbeitung mitzuwirken. Das ist wichtig: Denn unser Ziel ist größtmögliche Akzeptanz einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung.“

(HessenForst)

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