Festival im Pfarrgarten

Was für ein Festival! Zum Abschluss des Jubiläums „20 Jahre Kindersommer“  hatten die 93 teilnehmenden Mädchen und Jungen mit ihren 26 Betreuerinnen und Betreuern ein Stück erarbeitet, das allen sieben Altersgruppen die Möglichkeit gab, sich einzubringen. Dabei ging es um eine Stadt, die ihre Farben verlor, weil ein dreister Dieb sie einfach eines Nachts stahl. Alles war plötzlich farblos, die Häuser, die Menschen, die Bürgermeisterin – nichts machte mehr Spaß. Eines schönen Tages kam ein farbenfroher Hippie-Bus in die Stadt und nahm die Kinder mit auf eine Reise zu den Festivals der Welt. Zum indischen Holie-Festival, zum Karneval in Rio, dem Dia de Muertos in Mexiko, einer Flower-Power-Party im Stil der 1970er Jahre und zum Midsommar in Schweden. Letzteres Festival hat in Deutschland ein schwedisches Möbelhaus bekannt gemacht und den dazu passenden Song der „Wise Guys“ dürften seit dem Kindersommer auch die Eltern vor- und rückwärts singen können, denn die Begeisterung der Mädchen und Jungen für diesen Ohrwurm war bei der Aufführung sehr deutlich zu spüren. Zu flotten Rhythmen und Textzeilen wie „Als allerletztes setz ich meinen Kampfhelm auf: Bei Ikea startet heute der Sommerschlussverkauf! Das ist Schnäppchenjagd auf Leben und Tod. Heut ist Mittsommernacht bei Ikea, knüppelharter Kampf um jedes Sonderangebot“ gerieten alle in Bewegung.


Bei den Festivals bekamen die Kinder jeweils zwei Farben geschenkt, die sie mit nach Hause nahmen. Zum Schluss konnten sie ihre Heimatstadt wieder aus der Farblosigkeit erretten und bunt gestalten. Für die tänzerischen, turnerischen, musikalischen und kreativen Darbietungen gab es tosenden Applaus von den stolzen Eltern, Verwandten und Freunden, die die tolle Atmosphäre im Pfarrgarten genossen. Das Wetter hielt exakt bis zum letzten Takt. Nachdem Stadtrat Dieter Ullrich und Heike Schmidt, Abteilungsleiterin Kinderbetreuung, Familie und Soziales, sich bei Sonja Funfack und ihrem Team für die Organisation einer unvergesslichen Ferienwoche bedankt hatten, setzte Donnergrollen ein. Der Dank der Verantwortlichen galt auch noch einmal den Sponsoren – den Stadtwerken, den Kreiswerken, der Kreissparkasse Gelnhausen und Grübel-Werbung – die unter anderem die Kindersommer-T-Shirts finanziert hatten.

Sonja Funfack bedankt sich bei allen für eine tolle Ferienwoche.

Bei Kaffee und Kuchen und angeregten Gesprächen ließen Kinder und Erwachsene im Romanischen Haus eine erlebnisreiche, spaßige und lehrreiche Woche Revue passieren. Glanzlichter waren unter anderem die morgendlichen, kreativen Tanzstunden mit Petra Kehl vom „TanzGarten“ in Haitz und der Ausflug ins Schloss Freudenberg nach Wiesbaden. Das Schloss ist ein Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens – und das ist an etwa 170 Stationen im Schloss und im dazugehörigen Park möglich. An diesen Stationen konnten die Kinder spielerisch Naturphänomene wie Gleichgewicht, Schwerkraft, Licht und Finsternis, Klang und Resonanz entdecken. Zwei außergewöhnliche Erfahrungsfelder sind die Dunkel-Bar und der Dunkelgang, Riesen-Spaß hatten die Ausflügler eigentlich überall, aber ganz besonders hatten es ihnen die Wasserspiele, der Barfußpfad, der Klangraum, die Schattenspiele, die Feuerstellen und die vielen Bewegungsmöglichkeiten im Freien angetan. Bis auf die Gruppe der ältesten Kinder könnten nächsten Jahr wieder alle dabei sein. „Vielleicht sehen wir den einen oder anderen Jugendlichen ja 2018 als Betreuer wieder“, hoffte Organisatorin Sonja Funfack.

 

Die Kinder erkunden den Barfußpfad im weitläufigen Gelände des Schlosses Freudenberg.

(Stadt Gelnhausen)

 

 

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