„Ein Praktikumstag beim Roten Kreuz hat mich endgültig begeistert“

Linus Lotz (21) aus Schlüchtern-Vollmerz absolviert in der Rettungsdienstschule des DRK-Kreisverbandes Gelnhausen-Schlüchtern eine dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter. Aktuell befindet er sich im zweiten Ausbildungsjahr. Warum er sich für diesen Job entschieden hat und inwieweit ihn die Arbeit im Rettungsdienst prägt, beantwortet er in unserem heutigen Drei-Fragen-Interview.

 

Linus, was reizt Dich besonders an der Ausbildung zum Notfallsanitäter?

Der Notfallsanitäter ist im Rettungsdienst die höchste nicht-ärztliche Kompetenz, die man erwerben kann. Das bringt viel Verantwortung mit sich. Beispielsweise werden wir dafür ausgebildet, im Notfall Therapien einzuleiten, um Patienten zu stabilisieren. Überhaupt ist die Ausbildung sehr umfangreich: Die Schulung kommunikativer Fähigkeiten zählt genauso dazu wie beispielsweise Recht. Im praktischen Teil durchlaufen wir während der Ausbildung alle Bereiche im Krankenhaus, von der Notaufnahme über den OP bis hin zu den einzelnen Stationen.

Linus Lotz absolviert beim DRK-Kreisverband Gelnhausen-Schlüchtern eine dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter.

Wie wurdest Du auf die Ausbildung aufmerksam?

Auf die Ausbildungsmöglichkeit zum Rettungssanitäter wurde ich durch einen Kumpel aufmerksam, der sein Freiwilliges Soziales Jahr beim DRK gemacht hat. Ich habe dann einen Praktikumstag beim Roten Kreuz absolviert, der mich endgültig total begeistert hat. Dort habe ich auch erfahren, dass die Chancen, nach Ausbildungsende übernommen zu werden, beim DRK-Kreisverband Gelnhausen-Schlüchtern sehr hoch sind.

Du bist jetzt im zweiten Ausbildungsjahr. Inwieweit hat Dich die Arbeit im Rettungsdienst in den vergangenen Monaten geprägt?

Ich bin viel offener geworden. Der tägliche Kontakt mit vielen Menschen hat mich positiv beeinflusst und mir auch sehr dabei geholfen, andere Leute einzuschätzen. Das merke ich auch im zwischenmenschlichen Bereich ungemein. Denn wir werden jedes Mal wieder aufs Neue gefordert, und da kommt es nicht nur auf das medizinische Wissen an, sondern auch auf den zwischenmenschlichen Umgang. Durch die Ausbildung ist mir zudem auch noch bewusster geworden, wie wichtig es ist, gesund zu bleiben und Sport zu machen.

Weiterführende Infos: Die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter umfasst den Erwerb der Grundlagen für den Einsatz im Rettungsdienst, von Fertigkeiten für die Durchführung und Organisation von Krankentransporten und die Organisation von Notfallpatienten. Ausbildungsziel ist die verantwortliche Übernahme eines Notfalleinsatzes. Deshalb werden die Auszubildenden auch fächerübergreifend qualifiziert und lernen besondere Einsatzbereiche kennen. Voraussetzung für die Ausbildung ist ein mittlerer Bildungsabschluss oder eine andere, gleichwertige Schulbildung; ein ärztliches Attest und ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis. In der Rettungsdienstschule Gelnhausen beginnen die Ausbildungsgänge jährlich am 1. September. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.rettungsdienstschule-gelnhausen.de

(A. Schopbach)

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