Digitale Verwaltung erleichtert Reihenuntersuchung von Kinderzähnen in Schule und Kita

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Bei den Reihenuntersuchungen kommen die Zahnärztinnen des Amts für Gesundheit und Gefahrenabwehr in die Schulen und Kitas und begutachten die Zähne der Kinder. Hier nimmt Petra Graf die Kontrolle vor.

Jedes Jahr kommt der Zahnärztliche Dienst des Amts für Gesundheit und Gefahrenabwehr des Main-Kinzig-Kreises zur sogenannten „Reihenuntersuchung“ in Schulen und Kitas: Die Zähne der Kinder werden untersucht und zum Teil auch fluoridiert. In der Schule sind jedes Jahr andere Jahrgänge dran; im Fokus stehen die ersten Klassen. Idealerweise wird ein Kind in der ersten, vierten, sechsten und neunten Klasse untersucht. Bei den rund 7.550 Schul- und Kita-Kindern, die durchschnittlich jedes Jahr im Landkreis untersucht werden, ist das ein organisatorisch sehr umfangreicher Prozess.

„Dieser wird seit Herbst Schritt für Schritt digitalisiert und damit vereinfacht“, erklärt Dr. Gunda Adolphi, Leiterin des Sachgebiets Zahnärztlicher Dienst. Dafür genutzt werden die digitalen Strukturen und Technologien, die bei Pandemiebeginn im Zuge der DAICY-App mit Entwicklern von „2mt Software Solutions“ aus Fronhausen geschaffen wurden. „Wir denken im Sinne unserer Kreisstrategie die Digitalisierung ganzheitlich. Hierzu gehört auch die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes durch die Digitalisierung von Dienstleistungen der Kreisverwaltung“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler über die Arbeit des DAICY-Lenkungsausschusses.

Auch Zahnärzte sind von diesen Änderungen betroffen: Stellt man beispielsweise bei der Reihenuntersuchung fest, dass ein Kind eine Behandlung benötigt, bekommt es einen entsprechenden Hinweis auf der sogenannten „weißen Karte“, mit der es zum Zahnarzt geht. Dieser vermerkt darauf, ob die Behandlung begonnen oder abgeschlossen wurde oder ob diese seiner Ansicht nach nicht erforderlich ist. „Die Karte muss der Verwaltung nicht mehr zurückgeschickt werden, sondern kann über ein Meldeportal des Amts für Gesundheit und Gefahrenabwehr auf der MKK-Homepage hochgeladen werden. „Das Praktische für uns ist, dass dieses Thema in unserer Liste automatisch als erledigt entfernt wird“, erläutert Dr. Adolphi. Auch Röntgenbilder sowie weitere Unterlagen, etwa für die Gutachtenerstellung, kann der Zahnarzt dann hochladen.

Des Weiteren wird die Organisation der Reihenuntersuchung modernisiert: Die Listen, mit denen die Schul- und Kita-Kinder erfasst wurden, waren manchmal handgeschrieben und dadurch nicht immer leicht zu lesen. Per Post oder Fax wurden diese ans Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr geschickt. Künftig werden die Listen ausschließlich am Computer erstellt und nicht mehr verschickt, sondern auf dem Meldeportal hochgeladen. Gleiches gilt für die Einverständniserklärungen der Eltern. „Im Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr bauen wir Schritt für Schritt unsere digitalen Meldewege aus und erwarten uns dadurch eine deutliche Vereinfachung und Zeitersparnis“, resümiert Dr. Wolfgang Lenz, Leiter des Amts für Gesundheit und Gefahrenabwehr. Die Schulen und Kitas werden Mitte Januar mit einem Brief und einer Anleitung detaillierter über die Abläufe informiert.

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