Reaktion zeigen: White Wings wollen Sieg gegen Ulm


Nachdem die Teams der 2. Basketball Bundesliga ProB vergangene Woche pausiert haben, greifen sie in dieser Woche wieder an. Erneut treffen die EBBECKE WHITE WINGS Hanau dabei auf ein Farmteam der Liga: Am kommenden Samstag empfängt das Team die Ulmer OrangeAcademy.

Ähnlich wie auch Bayern München verfügen die Ulmer über einen vergleichsweise ausgeglichenen Kader. “Sie sind ein klassisches Farmteam, das den Fokus auf Teambasketball Und die Ausbildung junger Talente legt. Sie spielen keine hochkomplexen Systeme sondern versuchen häufig, mit einem schnellen Pick-and-Roll den Ball in Bewegung zu bringen, dann zu attackieren und so freie Würfe zu erspielen”, erklärt White-Wings-Interimscoach Michael Luprich. In der Verteidigung setzt Ulm überwiegend auf ein Mann-Mann-Verteidigung.

Dennoch gibt es ein paar Spieler, die besonders herausstechen. Zum einen ist Zachary Ensminger zu nennen, der Sohn von BBL-Legende Chris Ensminger. “Er ist ein sehr junger Guard mit guten Scoringqualitäten”, so Luprich. Noch stärker als Ensminger trifft Christopher Philipps. “Er ist der Topscorer seiner Mannschaft und spielt darüber hinaus konstant einige Minuten in der BBL. Auf ihn werden wir aufpassen müssen”, so Luprich weiter.  Auch Guard Kristofer Krause trainiert im Team von Ratiopharm Ulm mit und zeichnet sich durch sein athletisches Spiel aus. “Außerdem haben sie mit Nils Mittmann noch einen echten Veteranen im Team. Der 40-Jährige ist ein ehemaliger BBL-Spieler mit viel Erfahrung.”

Im anstehenden Spiel wollen die White Wings eine starke Reaktion zeigen. “Wir wollen den Fans, vor allem aber uns selbst beweisen, dass die Leistung gegen Würzburg ein Ausrutscher war”, sagt der White-Wings-Interimscoach. Dafür soll der Blick vor allem auf die eigene Mannschaft und den eigenen Gameplan gehen. “Wir wollen wieder eine Defensivleistung wie im München-Spiel abrufen. Wir müssen versuchen, offensiv variabel zu sein, Fast-Breaks zu laufen, aber auch den Ball nach innen zu Josef oder zu Preston zu bringen.” Darüber hinaus sind die White Wings den Ulmern körperlich wie erfahrungstechnisch überlegen. “Das müssen wir ausnutzen. Wir dürfen nicht zu häufig von außen werfen, sondern werden stärker versuchen, den Ball Richtung Brett zu bringen”, so Luprich abschließend.

Das Spiel am Samstag, 7. Dezember, beginnt um 19 Uhr in der Hanauer Main-Kinzig-Halle.

Ein Abend zum Vergessen: White Wings gehen gegen Würzburg unter

Es war ein Spieltag, den die EBBECKE WHITE WINGS Hanau wohl so schnell wie möglich zu den Akten legen wollen. Beim Nachholspiel gegen Tabellenführer Würzburg gerieten die Hanauer massiv unter die Räder. Vor allem in der zweiten Hälfte verlor das Team den Faden und fand kein Mittel, um die Gäste zu stoppen. Am Ende unterlagen die White Wings mit 86:124.

Dabei hatte zumindest das erste Viertel noch Hoffnung auf ein knapperes Ergebnis gemacht. Zwar gingen die Würzburger früh mit 0:8 in Führung, danach fanden dann aber auch die Gastgeber ein wenig ins Spiel und waren zumindest offensiv effektiv.  Mit 31:27 gingen beide Teams in den zweiten Spielabschnitt. “Allerdings haben wir es verpasst, Würzburg von Anfang an an der Dreierlinie zu verteidigen”, so White-Wings-Interimscoach Michael Luprich nach dem Spiel.

Das rächte sich vor allem in Viertel 2 und 3, als die White Wings offensiv deutlich an Effektivität einbüßten. Die Hanauer brauchten zu viele Versuche, um den Ball im Korb unterzubringen, während der TG s.Oliver Würzburg so ziemlich alles gelingen wollte – allen voran dem BBL-Talent Joshua Obiesie, der 28 Punkte holte, und Importspieler Rytis Pipiras, der 25 Punkte beisteuerte. Auch Umstellungen im Defensivsystem führten nicht zum Erfolg. “Wir hatten einen klaren Plan, aber wir haben es nicht geschafft, ihn umzusetzen”, gibt sich Luprich selbstkritisch. Zu häufig standen die Würzburger Werfer frei und konnten sich Zeit für ihre 3-Punkte-Würfe nehmen. “Man merkt ihrem Kader an, dass 7 Spieler regelmäßig in der BBL mittrainieren – sie waren fast immer eine Sekunde schneller als wir.”

So fielen am Ende 18 von 31 Dreiern auf Seiten der Gäste. “Das werfen sie vielleicht einmal in der Saison”, sagt Luprich. Sein Team hingegen schaffte es nicht, das Momentum zu kippen. So liefen die White Wings das gesamte Spiel einem Rückstand hinterher. Trotz ein paar mehr Treffern im letzten Viertel gelang es nicht mehr, zumindest noch ein wenig Ergebniskosmetik zu betreiben. Mit 86:124 setzte es für die Hanauer eine der höchsten Niederlagen der letzten Jahre.

“So ein Spiel wird nie wieder passieren. Wir müssen das vergessen und nach vorne schauen. Wir sind derzeit nicht das beste Defensivteam. Das wissen wir auch, aber wir brauchen noch eine Weile, um das zu verändern. Wir sollten mitnehmen, dass wir gegen jedes Team der Liga an die 90 Punkte machen können, aber wir müssen besser verteidigen”, sagt Luprich abschließend.

Für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau spielten:

Preston Beverly (10 Punkte/5 Rebounds/2 Assists)
Jonathan Mesghna (11/2/0)
Jonas Stenger (0/0/0)
Josef Eichler (13/5/2)
Felix Hecker (4/3/1)
Till-Joscha Jönke (18/4/2)
Ryan Beisty (7/5/4)
Jonas Niedermanner (5/0/0)
Luca Eibelshäuser (0/0/0)
Benedikt Nicolay (2/1/0)
Miquel Servera Rodriguez (16/5/5)

Fokus auf die eigenen Stärken: White Wings treffen zu Hause auf Ligaprimus Würzburg

Gerade einmal drei Tage blieben den EBBECKE WHITE WINGS Hanau, um sich nach dem Auswärtssieg gegen München zu regenerieren und auf das nächste Ligaspiel vorzubereiten. Bereits am kommenden Mittwoch treffen sie auf die TG s.Oliver Würzburg. Es handelt sich um den Nachholtermin für das ausgefallene Heimspiel am 16. November.

Die TG s.Oliver Würzburg dürfte ohne Zweifel der bisher härteste Brocken für das Hanauer Team werden. “Sie sind der Topgegner der Liga. Sie stehen mit gerade einmal einer Niederlage auf dem ersten Tabellenplatz”, sagt White Wings Coach Michael Luprich.

Dass die Mannschaft bisher derartig gut performt, ist unter anderem dem US-amerikanischen Point Guard Cameron Hunt zu verdanken. “In seinen bisher 7 Spielen für Würzburg holte er durchschnittlich 24,4 Punkte. Außerdem kommt er auf 4 Assists und 6 Rebounds”, so Luprich. Hunt ist vor allem aus kürzeren Distanzen schwer zu stoppen und versenkt so gut wie alle seine Freiwürfe.

Doch auch der zweite Importspieler, der Litauer Rytis Pipiras, ist eine sehr starke Scoring-Constante. Der 2,01 Meter große Power Forward lief bisher in jedem Spiel für Würzburg auf und machte im Schnitt satte 18,6 Punkte. “Mit einer Trefferquote von 40 Prozent ist er auch von jenseits der Dreierlinie sehr gefährlich”, erklärt der Hanauer Coach. Zudem ist Philipp Hadenfeldt eine weitere wichtige Konstante im Würzburger Stammkader. Der Point Guard spielt mit viel Übersicht und verteilt im Schnitt 4,2 Assists.

Vor der Partie können gegnerische Teams jedoch nie wissen, welche BBL-Geschütze Würzburg unter Umständen noch auffahren kann. Theoretisch könnte die TG beispielsweise die beiden Aufbauspieler Joshua Obiesie und Nils Haßfurther einsetzen. Beide haben in ihren wenigen ProB-Auftritten extrem gut performt, erhalten in dieser Saison aber vorrangig Spielzeit in der Bundesliga.

Luprich möchte vor dem Spiel jedoch nicht allzu sehr auf den Gegner und seine Statistiken schauen: “Wichtig ist, dass wir wie bereits vergangenen Samstag unsere eigenen Stärken im Blick haben und als Team auftreten und verteidigen. Wir dürfen Würzburg nicht zu viele freie Würfe von der Dreierlinie geben. Außerdem wollen wir das Spiel erneut schnell machen und unser Fast-Break-Game durchbringen. An dem, was wir gegen München gezeigt haben, müssen wir anknüpfen. Es gilt, offensiv wie defensiv noch etwas cleverer zu sein und nicht zu sehr auf Risiko zu gehen.”

Das Spiel am Mittwoch (27. November) beginnt um 20 Uhr in der Hanauer Main-Kinzig-Halle.

Starke Teamleistung: White Wings gewinnen in München

Die EBBECKE WHITE WINGS Hanau trafen am 10. Spieltag auf ein weiteres Farmteam der BAMRER 2. Basketball Bundesliga ProB. Gegen den FC Bayern Basketball II holten die Südhessen dabei mit 75:89 einen über weite Strecken ungefährdeten Auswärtssieg.

Im ersten Viertel erwischten die White Wings einen optimalen Start: Bereits in der vierten Minute führte das Team mit 10:2, am Ende ging es mit 14:28 in die erste Pause. “Wir haben in dieser Phase sehr gut gescort und gegen Ende auch unsere Dreier getroffen”, sagt Hanaus sichtlich zufriedener Coach Michael Luprich.

Für sein Debüt in der Rolle des Headcoachs hatte sich Luprich einige Dinge vorgenommen, die am Ende auch funktionierten: “Wir haben nicht nur mehr Fastbreak-Punkte gemacht, sondern auch defensiv variabler gespielt. Mal haben wir Zonenverteidigung gespielt, mal Mannverteidigung. Das hat München immer wieder vor Probleme gestellt.” Vor allem in Phasen, in denen die Bayern besser ins Spiel zu kommen schienen – etwa zur Hälfte des zweiten Viertels – stellten die White Wings ihr Spiel um und konnten so ihren Vorsprung wieder ausbauen.

Während die Hanauer die Gastgeber im dritten Viertel gut auf Distanz halten konnten, kam München zum Ende des letzten Spielabschnitts noch einmal ein wenig ran. So kassierten die White Wings ab der 5. Minute einen 11:2-Lauf, durch den die Münchner auf 69:77 verkürzten. “Zum Glück haben wir dann aber die richtigen Antworten gefunden und das Spiel am Ende gewonnen”, so Luprich. Offensiv hatten in dieser Phase vor allem Jonathan Mesghna und Josef Eichler wichtige Dreier getroffen. Am Ende gewannen die White Wings mit 75:89.

“Wir haben heute eine extrem gute Teamleistung gezeigt. Unser Defensivsystem war sehr variabel, zudem waren wir offensiv sowohl aus der Zweier- als auch der Dreierdistanz sehr gefährlich. Vor allem freut mich aber, dass es sich nie so anfühlte, als ob wir das Spiel verlieren könnten” , lobt Luprich. “Zugegeben, die Turnover bereiten uns immer noch ein wenig Schwierigkeiten – 23 sind schon relativ viel. Und hin und wieder waren wir defensiv auch etwas übereifrig und wollten ein wenig zu aggressiv spielen. Das hat München ein paar zu leichte Punkte beschert. Man sollte aber vor allem die positiven Aspekte sehen: Wir haben 89 Punkte gemacht, 22 Assists verteilt und zudem 34 Punkte geholt. Das sind extrem gute Werte und wir sind als Team aus meiner Sicht auf einem guten Weg.”

Für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau spielten:

Preston Beverly (16 Punkte/2 Rebounds/4 Assists)
Jonathan Mesghna (8/3/1)
Josef Eichler (16/7/1)
Felix Hecker (2/1/3)
Till-Joscha Jönke (20/3/4)
Ryan Beisty (7/7/1)
Jonas Niedermanner (6/1/0)
Luca Eibelshäuser (0/0/0)
Benedikt Nicolay (3/1/0)
Miquel Servera Rodriguez (11/4/8)

Der Blick geht nach vorne: White Wings wollen Sieg gegen München

Noch in der vergangenen Woche mussten die EBBECKE WHITE WINGS Hanau ihr Heimspiel gegen Würzburg wegen zu vieler erkrankter Spieler absagen. Inzwischen sind die Hanauer Basketballcracks aber wieder genesen und treffen am kommenden Samstag auf den FC Bayern Basketball II.

Nach der Trennung von Headcoach Simon Cote steht Trainer Michael Luprich erstmalig allein an der Seitenlinie. “Zugegeben – zu Beginn des ersten Trainings war es natürlich eine ungewohnte Situation. Nach fünf Minuten war das Ganze aber bereits vergessen. Die Blicke gehen jetzt nicht mehr zurück, sondern nach vorne”, sagt Luprich. Damit gehen die Blicke nach Südbayern und auf den anstehenden Gegner München.

Mit 3 Siegen und 6 Niederlagen haben die Bayern bisher eine etwas durchwachsene Saison gespielt. Grund hierfür dürfte auch der Umstand sein, dass einige Leistungsträger der vergangenen Saison die Mannschaft im Sommer verlassen hatten. “Sie sind ein sehr junges Team, das taktisch auf übliche Spielzüge setzt und keine hochkomplexen System läuft. Darüber hinaus spielen sie – auch körperlich bedingt – weniger physisch unter dem Korb. Das sollten wir für uns nutzen”, so Luprich weiter.

Defensiv gilt es vor allem, die drei klaren Leistungsträger unter Kontrolle zu bringen. Da wäre beispielsweise Sasha Grant, der im Schnitt 12 Punkte erzielt und darüber hinaus hin und wieder in der BBL aushelfen darf. “Außerdem haben sie in ihren Reihen noch Viktor Frankl-Maus, der im Schnitt 15 Punkte macht, und Jacob Knauf, der nicht nur gut scort, sondern darüber hinaus der beste Rebounder der Liga ist”, analysiert der Hanauer Coach. Ganze 11 Mal pflückt Knauf pro Spiel den Ball vom Brett.

Für Luprich ist somit klar, worauf es für die White Wings am Wochenende ankommen wird: “Wir müssen uns auf uns konzentrieren. Wir müssen defensiv besser werden, im Angriff etwas schneller spielen und konsequenter auf Fast Breaks setzen. Wir wollen uns keinen größeren Druck machen als sonst. Aber klar ist – wir wollen am Samstag auf jeden Fall gewinnen. Ich bin davon überzeugt, dass wir das auch schaffen, wenn wir unser Spiel durchziehen und uns auf unsere Stärken besinnen.”

Das Spiel am Samstag (23. November) beginnt bereits um 14 Uhr im Audi Dome München. 

RadioMKW Interview mit Michael Luprich

Nach der Trennung der Ebbecke White Wings Hanau von Ihrem Head Coach Simon Cote konnte Radio MKW mit Michael Luprich sprechen, der mindestens die nächsten zwei Spiele an der Seitenlinie stehen wird.

RadioMKW: Herr Luprich Sie sind erst seit Sommer zum Team als Assistant Coach hinzugestoßen und müssen jetzt kurz vor Weihnachten, nach der Trennung von Simon Cote, das Team an der Seite führen. Wie würden Sie ihre Zeit bei den White Wings bis heute selbst beschreiben?

Michael Luprich: Die Zeit für mich war bisher sehr lehrreich! Anfangs habe ich ein paar Wochen gebraucht um richtig anzukommen, aber seitdem läuft es für mich persönlich gut. Ich konnte viel von Simon Cote lernen und bin sehr dankbar dafür in Hanau sein zu dürfen. Für mich ist das natürlich jetzt eine Chance mich zumindest kurzfristig als Head Coach in der Pro B zu beweisen. Ebenfalls läuft es mit meinen MU18 Jungs der TGH super und wir spielen bisher eine gute Saison.

RadioMKW: Wie haben Sie sich auf Ihre erste Trainingseinheit als verantwortlicher Head Coach vorbereitet?

Michael Luprich: Ich habe mir natürlich umfassend Gedanken gemacht, welche kleinen Anpassungen aus meiner Sicht sinnvoll erscheinen. Aber grundsätzlich werden wir unsere bisherige Spielidee weitestgehend beibehalten.

RadioMKW: Wie hat die Mannschaft auf die Veränderung im Trainerteam reagiert?

Michael Luprich: Für das Team ist die ganze Situation natürlich auch nicht einfach. Viele Spieler haben mit Simon schon längere Zeit zusammen gearbeitet. Wir haben am Sonntag das erste Training gehabt unter meiner Leitung und das Team hat auf mich einen guten Eindruck hinterlassen!

RadioMKW: Sie mussten auf Grund eines sehr hohen Krankheitsstandes das letzte Spiel verschieben. Macht das die Aufgabe für Sie einfacher, weil mehr Zeit bleibt, oder schwieriger, weil das Team nicht fit ist und man nur wenig trainieren kann?

Michael Luprich: Erst mal gilt der Dank dem Gegner Würzburg, die ohne zu zögern einer Verlegung zugestimmt haben. Aufgrund der Verlegung haben wir nach dem Spiel am Samstag in München die Möglichkeit uns drei Tage auf das Spiel unter der Woche gegen Würzburg vorzubereiten. ich sehe das eher als gute Möglichkeit an, da wir zu dem normalen Termin aufgrund der Krankensituation wohl deutlich verloren hätten. Auch sind alle Spieler wieder soweit fit, dass wir normal trainieren können.

RadioMKW: Wo wollen Sie ansetzen und die Mannschaft weiter bringen?

Michael Luprich: Wir wollen Kleinigkeiten anpassen und müssen es schaffen unsere Stärken konstanter umzusetzen.

RadioMKW: Was kann man überhaupt, in den nächsten zwei Spielen, an “Einfluss” erwarten?

Michael Luprich: Der Einfluss ist natürlich begrenzt, aber man kann trotzdem etwas Einfluss nehmen. Nach dem Spiel in München werden wir sehen, wie das Ganze in der kurzen Zeit umzusetzen ist.

RadioMKW: Wird man in den zwei Spielen ggf. schon etwas von den neuen Jugendspielern sehen, die seit kurzem zum Kader gehören?

Michael Luprich: Das hängt natürlich vom Spielverlauf ab, aber wenn sich die Möglichkeit bietet, werde ich nicht davor zurück schrecken auch dem ein oder anderen Jungendspieler mal 1-2 Minuten zu geben! Aber man sollte jetzt nicht erwarten, dass die Jungs jetzt plötzlich 10 Minuten spielen. Für uns zählt momentan, möglichst schnell wieder Siege einzufahrenund uns als Team zu stabilisieren.

RadioMKW: Wie sehen Sie generell die Entwicklung der Mannschaft in dieser Saison?

Michael Luprich: Wir haben eine gute Grundlagen und ein talentiertes Team. Wir müssen jetzt nur möglichst schnell unser Talent auch konstant aufs Feld bringen.

RadioMKW: Sind Sie in die Gespräche und Suche nach einem neuen Head Coach eingebunden?

Michael Luprich: Das ist Aufgabe des Managements. Ich konzentriere mich auf die sportliche Leitung des Trainings- und Spielbetriebs.

RadioMKW: Was trauen Sie den Ebbecke White Wings noch im Verlauf der Saison zu?

Michael Luprich: Wir müssen auf jeden Fall frühzeitig die Playoffs klar machen und dann schauen, was noch möglich ist.

Wir von RadioMKW wünschen Ihnen für die nächsten Spiele viel Erfolg und Freude an der Seitenlinie.

Eine Ära geht zu Ende – EBBECKE White Wings und Simon Cote gehen getrennte Weg

Es war der 15.05.2015! Simon Cote unterschreibt seinen ersten Vertrag bei den White Wings. Anschließend wurde dieser für Basketballverhältnisse ungewöhnlich lange für 4 weitere Jahre verlängert. Er prägte in dieser Zeit die bisher erfolgreichste Phase des Profibasketballs in Hanau. 4 Jahre ProA
stehen in den Büchern unter Simon Cote. In den ersten beiden Jahren beendete man die Saison erfolgreich auf Tabellenplatz 11. In der darauffolgenden Saison schloss man die Hauptrunde sensationell
auf dem 7. Platz ab, was die Teilnahme an den Playoffs bedeutete. Auch wenn man hier an den Crailsheim Merlins scheiterte, so war es doch eine mehr als erfolgreiche Saison und eine großartige Erfahrung für den Basketballstandort Hanau. Umso gravierender die Folgesaison 2018/2019. Aufgrund vieler Verletzungen und unglücklicher Niederlagen musste das Team am Ende der Saison denkbar knapp den Abstieg in die ProB Süd verkraften. Trotz des Abstiegs entschied man sich bei den White Wings bewusst, gemeinsam mit Simon Cote das Projekt Neuaufbau und Rückkehr in die ProA anzustreben.

Nach einem Auf und Ab in den ersten Spielen der Saison haben Trainer und Verein aber nun festgestellt, dass die jeweils geplanten Ziele sich in unterschiedliche Richtung entwickelt haben. Aus diesem Grund haben sich beide Seiten einvernehmlich auf eine Auflösung des bestehenden Vertrages geeinigt.

Dazu Geschäftsführer Sebastian Lübeck: “Simon war lange Zeit eines der prägenden Gesichter des Profibasketballs in Hanau und er wird es auch immer sein. Unter ihm hatten wir 4 Jahre in der ProA mit Allem was dazu gehört. Dafür sind wir ihm äußerst dankbar und er wird immer einen besonderen Status bei uns haben. Das steht ihm zu. Er hat unheimlich viel Zeit und Arbeit in das Projekt gesteckt. Das ging weit über das normale Trainerdasein hinaus. Viele sehen ihn nur am Wochenende am Spielfeldrand stehen. Aber was er im Hintergrund alles geleistet hat, war enorm und verdient die entsprechende Anerkennung. Wenn wir am kommenden Montag das Training nach der Krankheitswelle wieder aufnehmen, wird Michael Luprich vorerst die Trainingsleitung übernehmen und auch die nächsten beiden Spiele an der Seitenlinie stehen. In dieser Zeit analysieren wir die Situation und sprechen mit möglichen Nachfolge- Kandidaten.“

Black Out im dritten Viertel besiegelt Niederlage

Das Spiel begann, wie es sich Team, Trainer und Fans erhofft hatten. Trotz des kurzfristigen Ausfalls von Jonas Niedermanner wurde der Ball gut und schnell laufen gelassen, freie Würfe wurden getroffen und das eigene Spiel wurde durchgesetzt. Viel wichtiger aber war, dass man die eigenen Ballverluste im Griff hatte. Auch wurden zu Beginn nur wenige Offensivrebounds zugelassen. Verdient ging man so mit einer 7-Punkte-Führung (32:39) in die Halbzeitpause. Die Stimmung auf den Tribünen war durch die vielen White Wings Fans entsprechend positiv.

Was die vielen mitgereisten Supporter dann aber im dritten Viertel mit ansehen mussten, ist nur schwer zu erklären! Frankfurt spielte sich in einen Rausch, die Hanauer stellten zum Teil das Verteidigen ein, trafen vorne kaum noch Würfe und gaben das Viertel letztlich mit 33:9 ab. Von der guten Leistung seitens der White Wings aus der ersten Halbzeit war nichts mehr zu sehen.

Diesem Rückstand liefen die Jungs um Kapitän Till-Joscha Jönke auch im gesamten letzten Viertel hinterher. Jedes Mal, wenn Hoffnung aufkam, den Rückstand wesentlich verkürzen zu können, kam postwendend die passende Antwort durch nun mit extrem viel Selbstvertrauen spielende Frankfurter. Allen voran der Brite Bains sowie der 17-jährige Len Schoormann trafen wichtige Würfe und zogen damit immer wieder das Momentum auf die Seite ihrer Mannschaft.

Am Ende musste sich die Hanauer verdient mit 90:76 geschlagen geben. Durch die Niederlage stehen die EBBECKE White Wings Hanau nun mit 4 Siegen und 4 Niederlagen weiterhin im Mittelfeld der Tabelle.

Headcoach Simon Cote bestätigt: “Der Grund für die Niederlage ist das dritte Viertel! Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, Frankfurt bei einer Feldwurfquote von 32% gehalten und selbst gute Würfe getroffen. Wenn man dann aber nur 9 Punkte im dritten Viertel macht und selbst 33 Punkte kassiert, verliert man das Spiel.“

Für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau spielten:

Preston Beverly (10 Punkte/5 Rebounds/1 Assists)
Jonathan Mesghna (8/1/0)
Jonas Stenger (0/0/0)
Josef Eichler (11/7/0)
Felix Hecker (5/5/1)
Till-Joscha Jönke (24/4/4)
Ryan Beisty (12/7/3)
Jonas Niedermanner (0/0/0)
Luca Eibelshäuser (0/0/0)
Benedikt Nicolay (2/0/1)
Miquel Servera Rodriguez (4/5/4)

Hessenderby Teil 2: White Wings treffen auf Frankfurt

Das etwas zerfahrene Spiel gegen Erfurt haben die EBBECKE WHITE WINGS Hanau mental bereits zu den Akten gelegt. Die Blicke gehen nach vorne. An diesem Wochenende treten sie die kürzeste Autofahrt der Saison an: Auswärts spielen sie nämlich gegen die FRAPORT SKYLINERS Juniors.

“Ich erwarte ein sehr gutes intensives Spiel”, sagt Hanaus Headcoach Simon Cote. Die Frankfurter haben viele junge, athletische Spieler. Zu nennen wären unter anderem Bruno Vrcic, Cosmo Grühn und Len Schoormann. Doch auch die beiden Importspieler – der US-Amerikaner Nigel Pruitt sowie der Brite Jazdeep Bains – ergänzen den Kader sehr gut.

Als BBL-Farmteam haben die FRAPORT SKYLINERS Juniors einige Spieler in ihrem Kader, die auch mit der BBL-Mannschaft trainieren. Einige erhalten hin und wieder kürzerte Einsatzzeiten in der Bundesliga, andere werden vorrangig bei den “großen” Skyliners eingesetzt: “Sie haben zum Beispiel Richard Freudenberg auf ihrer Liste, der vor allem in der Bundesliga spielt – bisher hatte er für die Juniors nur einen Einsatz. Auch Center Leon Kratzer ist für die ProB spielberechtigt, hat dort bisher aber noch gar nicht gespielt”, sagt Hanaus Headcoach. Ein Einsatz der beiden am Samstag ist relativ unwahrscheinlich.

“Frankfurt ist ein talentiertes Team mit vielen starken Dreierschützen. Wir müssen einen sehr guten Job machen, um die Dreierlinie zu verteidigen und offene Würfe zu verhindern”, so Cote weiter. “Außerdem müssen wir schnell zwischen Offense und Defense wechseln. Und vor allem müssen wir sehr stark rebounden – gerade in der Defense.”

Ebenso wie die EBBECKE WHITE WINGS Hanau haben die Skyliners Juniors drei ihrer sieben Spiele verloren. Gleichzeitig waren sie in dieser Saison bisher das einzige Team, das Würzburg schlagen konnte. “Sie spielen zu Hause und ich erwarte ein starkes Spiel. Gleichzeitig bin ich sehr zuversichtlich, was unsere Leistung angeht. Wir hatten in dieser Woche einige sehr gute Trainingseinheiten, in denen wir gute Fortschritte gemacht haben. Und wir wissen: Wenn wir unser bestes Basketball spielen, können wir jedes Team schlagen.”

Das Spiel am Samstag (9. November) beginnt bereits um 15 Uhr in der Sporthalle Basketbal City Mainhatten in Frankfurt.

Ein wahrer Arbeitssieg: White Wings gewinnen dank starker Schlussphase

Diesen Abend hatten sich viele Fans wohl ein wenig anders ausgemalt. Am siebten Spieltag empfingen die EBBECKE WHITE WINGS Hanau das Ligaschlusslicht Basketball Löwen – und erlebten eine Überraschung. Über weite Strecken gelang es den Hanauern nicht, ein Momentum aufzubauen, geschweige denn, den außergewöhnlich starken Rückkehrer Maximilian Kuhle unter Kontrolle zu bringen. Erst in den letzten 3 Minuten blühte das Team auf und sicherte sich mit 80:71 einen knappen Sieg.

Erst am Freitag hatten die White Wings erfahren, dass Kuhle, der vergangene Saison eigentlich in den sportlichen Ruhestand ging, noch einmal 2 Monate für die Löwen auflaufen wird. “Ich kenne ihn noch aus der ProA und ich wusste, dass er ein sehr guter Spieler ist. Es war klar, dass er ein wichtiger Faktor für sein Team sein würde. Außerdem kannte er die Mannschaft bereits, er hat ja vergangene Saison auch schon für die Löwen gespielt. Er musste sich also nicht allzu stark eingewöhnen”, so Hanaus Headcoach Simon Cote. Dass er allerdings das Spiel für sein Team zeitweise allein tragen würde, war so nicht abzusehen. Satte 38 Minuten stand der Routinier auf dem Feld und holte ganze 28 Punkte für sein Team.

Bei den EBBECKE WHITE WINGS Hanau zeichnete sich hingegen bereits früh ab, dass sie sich an diesem Abend extrem schwer tun würden. Und erneut stachen dabei auch die Defizite heraus, die dem Team schon in den vergangenen Spielen Probleme bereitet hatten: “Wir hatten mit 20 Turnovern erneut zu viele Ballverluste. Und allein im ersten Viertel haben wir 8 offensive Rebounds zugelassen”, so Cote. Diese Schwäche nutzte Erfurt konsequent aus, spielte mit viel Druck und konnte so immer wieder in Führung gehen. Die Umstellung auf eine Zonendefense in der zweiten Halbzeit sorgte für ein wenig mehr Stabilität. Aber: “Ich habe auf unserer Seite nie wirklich ein Momentum gespührt, abgesehen von den letzten 3 Minuten.”

In das letzte Viertel starteten beide Teams zunächst mit einem ausgeglichenen Score von 54:54. Dann aber sorgte der Druck der Erfurter erneut dafür, dass die Gastgeber in Rückstand gerieten. Die Aufholjagd schien zunächst nicht gut zu funktionieren. Den Wendepunkt leitete dann Felix Hecker ein, der in der 7. Spielminute einen extrem wichtigen Dreier traf und auch in der Folge von der Drei-Punkte-Linie nicht zu stoppen war. “Felix hat in den vergangenen Spielen nicht ganz so gut getroffen, das hat ein wenig an seinem Selbstvertrauen gekratzt. Umso mehr freue ich mich, dass er heute in seinen Wurfrhythmus zurückgefunden hat.” Ein Sonderlob gab es vom Headcoach zudem für Jonas Niedermanner. Er hatte ebenfalls sehr wichtige Würfe und Dunkings getroffen und mit 14 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double erzielt. Auch in der Verteidigung war er für sein Team besonders wichtig, wurde er doch auf Kuhle angesetzt. “Jonas hat ihm das Leben schwer gemacht und eine wirklich gute Defense gespielt.” Mit ihrem Einsatz holten Niedermanner und Hecker endlich das lang ersehnte offensive Momentum und trugen essenziell zum letztendlichen 80:71-Sieg bei.

Zudem bot sich in der Hochphase des Spiels für die beiden TG-Hanau-Youngster Luca Eibelshäuser – der an diesem Tag seinen 18. Geburtstag feierte – und Jonas Stenger die Möglichkeit, ein wenig Profiluft zu schnuppern. In der letzten Minute wurden beide eingewechselt – und hätten beinahe sogar gemeinsam noch für einen weiteren Punkt gesorgt.

“Für uns war das ein ganz wichtiger Sieg”, sagt Cote. “Auch solche Spiele, in denen man nicht gut performt, muss man gewinnen können. Das haben wir heute getan. Wir müssen uns in den kommenden Wochen darauf fokussieren, gutes Teambasketball zu spielen, viele Pässe zu machen und so gute Spielentscheidungen zu treffen.”


Für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau spielten:

Preston Beverly (15 Punkte/4 Rebounds/3 Assists)
Jonathan Mesghna (0/1/0)
Jonas Stenger (0/0/0)
Josef Eichler (9/7/2)
Felix Hecker (11/6/0)
Till-Joscha Jönke (11/3/6)
Ryan Beisty (9/7/2)
Jonas Niedermanner (14/10/0)
Luca Eibelshäuser (0/0/0)
Benedikt Nicolay (3/1/0)
Miquel Servera Rodriguez (8/0/9)

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen