Der Blick geht nach vorne: White Wings wollen Sieg gegen München

Noch in der vergangenen Woche mussten die EBBECKE WHITE WINGS Hanau ihr Heimspiel gegen Würzburg wegen zu vieler erkrankter Spieler absagen. Inzwischen sind die Hanauer Basketballcracks aber wieder genesen und treffen am kommenden Samstag auf den FC Bayern Basketball II.

Nach der Trennung von Headcoach Simon Cote steht Trainer Michael Luprich erstmalig allein an der Seitenlinie. “Zugegeben – zu Beginn des ersten Trainings war es natürlich eine ungewohnte Situation. Nach fünf Minuten war das Ganze aber bereits vergessen. Die Blicke gehen jetzt nicht mehr zurück, sondern nach vorne”, sagt Luprich. Damit gehen die Blicke nach Südbayern und auf den anstehenden Gegner München.

Mit 3 Siegen und 6 Niederlagen haben die Bayern bisher eine etwas durchwachsene Saison gespielt. Grund hierfür dürfte auch der Umstand sein, dass einige Leistungsträger der vergangenen Saison die Mannschaft im Sommer verlassen hatten. “Sie sind ein sehr junges Team, das taktisch auf übliche Spielzüge setzt und keine hochkomplexen System läuft. Darüber hinaus spielen sie – auch körperlich bedingt – weniger physisch unter dem Korb. Das sollten wir für uns nutzen”, so Luprich weiter.

Defensiv gilt es vor allem, die drei klaren Leistungsträger unter Kontrolle zu bringen. Da wäre beispielsweise Sasha Grant, der im Schnitt 12 Punkte erzielt und darüber hinaus hin und wieder in der BBL aushelfen darf. “Außerdem haben sie in ihren Reihen noch Viktor Frankl-Maus, der im Schnitt 15 Punkte macht, und Jacob Knauf, der nicht nur gut scort, sondern darüber hinaus der beste Rebounder der Liga ist”, analysiert der Hanauer Coach. Ganze 11 Mal pflückt Knauf pro Spiel den Ball vom Brett.

Für Luprich ist somit klar, worauf es für die White Wings am Wochenende ankommen wird: “Wir müssen uns auf uns konzentrieren. Wir müssen defensiv besser werden, im Angriff etwas schneller spielen und konsequenter auf Fast Breaks setzen. Wir wollen uns keinen größeren Druck machen als sonst. Aber klar ist – wir wollen am Samstag auf jeden Fall gewinnen. Ich bin davon überzeugt, dass wir das auch schaffen, wenn wir unser Spiel durchziehen und uns auf unsere Stärken besinnen.”

Das Spiel am Samstag (23. November) beginnt bereits um 14 Uhr im Audi Dome München. 

RadioMKW Interview mit Michael Luprich

Nach der Trennung der Ebbecke White Wings Hanau von Ihrem Head Coach Simon Cote konnte Radio MKW mit Michael Luprich sprechen, der mindestens die nächsten zwei Spiele an der Seitenlinie stehen wird.

RadioMKW: Herr Luprich Sie sind erst seit Sommer zum Team als Assistant Coach hinzugestoßen und müssen jetzt kurz vor Weihnachten, nach der Trennung von Simon Cote, das Team an der Seite führen. Wie würden Sie ihre Zeit bei den White Wings bis heute selbst beschreiben?

Michael Luprich: Die Zeit für mich war bisher sehr lehrreich! Anfangs habe ich ein paar Wochen gebraucht um richtig anzukommen, aber seitdem läuft es für mich persönlich gut. Ich konnte viel von Simon Cote lernen und bin sehr dankbar dafür in Hanau sein zu dürfen. Für mich ist das natürlich jetzt eine Chance mich zumindest kurzfristig als Head Coach in der Pro B zu beweisen. Ebenfalls läuft es mit meinen MU18 Jungs der TGH super und wir spielen bisher eine gute Saison.

RadioMKW: Wie haben Sie sich auf Ihre erste Trainingseinheit als verantwortlicher Head Coach vorbereitet?

Michael Luprich: Ich habe mir natürlich umfassend Gedanken gemacht, welche kleinen Anpassungen aus meiner Sicht sinnvoll erscheinen. Aber grundsätzlich werden wir unsere bisherige Spielidee weitestgehend beibehalten.

RadioMKW: Wie hat die Mannschaft auf die Veränderung im Trainerteam reagiert?

Michael Luprich: Für das Team ist die ganze Situation natürlich auch nicht einfach. Viele Spieler haben mit Simon schon längere Zeit zusammen gearbeitet. Wir haben am Sonntag das erste Training gehabt unter meiner Leitung und das Team hat auf mich einen guten Eindruck hinterlassen!

RadioMKW: Sie mussten auf Grund eines sehr hohen Krankheitsstandes das letzte Spiel verschieben. Macht das die Aufgabe für Sie einfacher, weil mehr Zeit bleibt, oder schwieriger, weil das Team nicht fit ist und man nur wenig trainieren kann?

Michael Luprich: Erst mal gilt der Dank dem Gegner Würzburg, die ohne zu zögern einer Verlegung zugestimmt haben. Aufgrund der Verlegung haben wir nach dem Spiel am Samstag in München die Möglichkeit uns drei Tage auf das Spiel unter der Woche gegen Würzburg vorzubereiten. ich sehe das eher als gute Möglichkeit an, da wir zu dem normalen Termin aufgrund der Krankensituation wohl deutlich verloren hätten. Auch sind alle Spieler wieder soweit fit, dass wir normal trainieren können.

RadioMKW: Wo wollen Sie ansetzen und die Mannschaft weiter bringen?

Michael Luprich: Wir wollen Kleinigkeiten anpassen und müssen es schaffen unsere Stärken konstanter umzusetzen.

RadioMKW: Was kann man überhaupt, in den nächsten zwei Spielen, an “Einfluss” erwarten?

Michael Luprich: Der Einfluss ist natürlich begrenzt, aber man kann trotzdem etwas Einfluss nehmen. Nach dem Spiel in München werden wir sehen, wie das Ganze in der kurzen Zeit umzusetzen ist.

RadioMKW: Wird man in den zwei Spielen ggf. schon etwas von den neuen Jugendspielern sehen, die seit kurzem zum Kader gehören?

Michael Luprich: Das hängt natürlich vom Spielverlauf ab, aber wenn sich die Möglichkeit bietet, werde ich nicht davor zurück schrecken auch dem ein oder anderen Jungendspieler mal 1-2 Minuten zu geben! Aber man sollte jetzt nicht erwarten, dass die Jungs jetzt plötzlich 10 Minuten spielen. Für uns zählt momentan, möglichst schnell wieder Siege einzufahrenund uns als Team zu stabilisieren.

RadioMKW: Wie sehen Sie generell die Entwicklung der Mannschaft in dieser Saison?

Michael Luprich: Wir haben eine gute Grundlagen und ein talentiertes Team. Wir müssen jetzt nur möglichst schnell unser Talent auch konstant aufs Feld bringen.

RadioMKW: Sind Sie in die Gespräche und Suche nach einem neuen Head Coach eingebunden?

Michael Luprich: Das ist Aufgabe des Managements. Ich konzentriere mich auf die sportliche Leitung des Trainings- und Spielbetriebs.

RadioMKW: Was trauen Sie den Ebbecke White Wings noch im Verlauf der Saison zu?

Michael Luprich: Wir müssen auf jeden Fall frühzeitig die Playoffs klar machen und dann schauen, was noch möglich ist.

Wir von RadioMKW wünschen Ihnen für die nächsten Spiele viel Erfolg und Freude an der Seitenlinie.

Eine Ära geht zu Ende – EBBECKE White Wings und Simon Cote gehen getrennte Weg

Es war der 15.05.2015! Simon Cote unterschreibt seinen ersten Vertrag bei den White Wings. Anschließend wurde dieser für Basketballverhältnisse ungewöhnlich lange für 4 weitere Jahre verlängert. Er prägte in dieser Zeit die bisher erfolgreichste Phase des Profibasketballs in Hanau. 4 Jahre ProA
stehen in den Büchern unter Simon Cote. In den ersten beiden Jahren beendete man die Saison erfolgreich auf Tabellenplatz 11. In der darauffolgenden Saison schloss man die Hauptrunde sensationell
auf dem 7. Platz ab, was die Teilnahme an den Playoffs bedeutete. Auch wenn man hier an den Crailsheim Merlins scheiterte, so war es doch eine mehr als erfolgreiche Saison und eine großartige Erfahrung für den Basketballstandort Hanau. Umso gravierender die Folgesaison 2018/2019. Aufgrund vieler Verletzungen und unglücklicher Niederlagen musste das Team am Ende der Saison denkbar knapp den Abstieg in die ProB Süd verkraften. Trotz des Abstiegs entschied man sich bei den White Wings bewusst, gemeinsam mit Simon Cote das Projekt Neuaufbau und Rückkehr in die ProA anzustreben.

Nach einem Auf und Ab in den ersten Spielen der Saison haben Trainer und Verein aber nun festgestellt, dass die jeweils geplanten Ziele sich in unterschiedliche Richtung entwickelt haben. Aus diesem Grund haben sich beide Seiten einvernehmlich auf eine Auflösung des bestehenden Vertrages geeinigt.

Dazu Geschäftsführer Sebastian Lübeck: “Simon war lange Zeit eines der prägenden Gesichter des Profibasketballs in Hanau und er wird es auch immer sein. Unter ihm hatten wir 4 Jahre in der ProA mit Allem was dazu gehört. Dafür sind wir ihm äußerst dankbar und er wird immer einen besonderen Status bei uns haben. Das steht ihm zu. Er hat unheimlich viel Zeit und Arbeit in das Projekt gesteckt. Das ging weit über das normale Trainerdasein hinaus. Viele sehen ihn nur am Wochenende am Spielfeldrand stehen. Aber was er im Hintergrund alles geleistet hat, war enorm und verdient die entsprechende Anerkennung. Wenn wir am kommenden Montag das Training nach der Krankheitswelle wieder aufnehmen, wird Michael Luprich vorerst die Trainingsleitung übernehmen und auch die nächsten beiden Spiele an der Seitenlinie stehen. In dieser Zeit analysieren wir die Situation und sprechen mit möglichen Nachfolge- Kandidaten.“

Black Out im dritten Viertel besiegelt Niederlage

Das Spiel begann, wie es sich Team, Trainer und Fans erhofft hatten. Trotz des kurzfristigen Ausfalls von Jonas Niedermanner wurde der Ball gut und schnell laufen gelassen, freie Würfe wurden getroffen und das eigene Spiel wurde durchgesetzt. Viel wichtiger aber war, dass man die eigenen Ballverluste im Griff hatte. Auch wurden zu Beginn nur wenige Offensivrebounds zugelassen. Verdient ging man so mit einer 7-Punkte-Führung (32:39) in die Halbzeitpause. Die Stimmung auf den Tribünen war durch die vielen White Wings Fans entsprechend positiv.

Was die vielen mitgereisten Supporter dann aber im dritten Viertel mit ansehen mussten, ist nur schwer zu erklären! Frankfurt spielte sich in einen Rausch, die Hanauer stellten zum Teil das Verteidigen ein, trafen vorne kaum noch Würfe und gaben das Viertel letztlich mit 33:9 ab. Von der guten Leistung seitens der White Wings aus der ersten Halbzeit war nichts mehr zu sehen.

Diesem Rückstand liefen die Jungs um Kapitän Till-Joscha Jönke auch im gesamten letzten Viertel hinterher. Jedes Mal, wenn Hoffnung aufkam, den Rückstand wesentlich verkürzen zu können, kam postwendend die passende Antwort durch nun mit extrem viel Selbstvertrauen spielende Frankfurter. Allen voran der Brite Bains sowie der 17-jährige Len Schoormann trafen wichtige Würfe und zogen damit immer wieder das Momentum auf die Seite ihrer Mannschaft.

Am Ende musste sich die Hanauer verdient mit 90:76 geschlagen geben. Durch die Niederlage stehen die EBBECKE White Wings Hanau nun mit 4 Siegen und 4 Niederlagen weiterhin im Mittelfeld der Tabelle.

Headcoach Simon Cote bestätigt: “Der Grund für die Niederlage ist das dritte Viertel! Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, Frankfurt bei einer Feldwurfquote von 32% gehalten und selbst gute Würfe getroffen. Wenn man dann aber nur 9 Punkte im dritten Viertel macht und selbst 33 Punkte kassiert, verliert man das Spiel.“

Für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau spielten:

Preston Beverly (10 Punkte/5 Rebounds/1 Assists)
Jonathan Mesghna (8/1/0)
Jonas Stenger (0/0/0)
Josef Eichler (11/7/0)
Felix Hecker (5/5/1)
Till-Joscha Jönke (24/4/4)
Ryan Beisty (12/7/3)
Jonas Niedermanner (0/0/0)
Luca Eibelshäuser (0/0/0)
Benedikt Nicolay (2/0/1)
Miquel Servera Rodriguez (4/5/4)

Hessenderby Teil 2: White Wings treffen auf Frankfurt

Das etwas zerfahrene Spiel gegen Erfurt haben die EBBECKE WHITE WINGS Hanau mental bereits zu den Akten gelegt. Die Blicke gehen nach vorne. An diesem Wochenende treten sie die kürzeste Autofahrt der Saison an: Auswärts spielen sie nämlich gegen die FRAPORT SKYLINERS Juniors.

“Ich erwarte ein sehr gutes intensives Spiel”, sagt Hanaus Headcoach Simon Cote. Die Frankfurter haben viele junge, athletische Spieler. Zu nennen wären unter anderem Bruno Vrcic, Cosmo Grühn und Len Schoormann. Doch auch die beiden Importspieler – der US-Amerikaner Nigel Pruitt sowie der Brite Jazdeep Bains – ergänzen den Kader sehr gut.

Als BBL-Farmteam haben die FRAPORT SKYLINERS Juniors einige Spieler in ihrem Kader, die auch mit der BBL-Mannschaft trainieren. Einige erhalten hin und wieder kürzerte Einsatzzeiten in der Bundesliga, andere werden vorrangig bei den “großen” Skyliners eingesetzt: “Sie haben zum Beispiel Richard Freudenberg auf ihrer Liste, der vor allem in der Bundesliga spielt – bisher hatte er für die Juniors nur einen Einsatz. Auch Center Leon Kratzer ist für die ProB spielberechtigt, hat dort bisher aber noch gar nicht gespielt”, sagt Hanaus Headcoach. Ein Einsatz der beiden am Samstag ist relativ unwahrscheinlich.

“Frankfurt ist ein talentiertes Team mit vielen starken Dreierschützen. Wir müssen einen sehr guten Job machen, um die Dreierlinie zu verteidigen und offene Würfe zu verhindern”, so Cote weiter. “Außerdem müssen wir schnell zwischen Offense und Defense wechseln. Und vor allem müssen wir sehr stark rebounden – gerade in der Defense.”

Ebenso wie die EBBECKE WHITE WINGS Hanau haben die Skyliners Juniors drei ihrer sieben Spiele verloren. Gleichzeitig waren sie in dieser Saison bisher das einzige Team, das Würzburg schlagen konnte. “Sie spielen zu Hause und ich erwarte ein starkes Spiel. Gleichzeitig bin ich sehr zuversichtlich, was unsere Leistung angeht. Wir hatten in dieser Woche einige sehr gute Trainingseinheiten, in denen wir gute Fortschritte gemacht haben. Und wir wissen: Wenn wir unser bestes Basketball spielen, können wir jedes Team schlagen.”

Das Spiel am Samstag (9. November) beginnt bereits um 15 Uhr in der Sporthalle Basketbal City Mainhatten in Frankfurt.

Ein wahrer Arbeitssieg: White Wings gewinnen dank starker Schlussphase

Diesen Abend hatten sich viele Fans wohl ein wenig anders ausgemalt. Am siebten Spieltag empfingen die EBBECKE WHITE WINGS Hanau das Ligaschlusslicht Basketball Löwen – und erlebten eine Überraschung. Über weite Strecken gelang es den Hanauern nicht, ein Momentum aufzubauen, geschweige denn, den außergewöhnlich starken Rückkehrer Maximilian Kuhle unter Kontrolle zu bringen. Erst in den letzten 3 Minuten blühte das Team auf und sicherte sich mit 80:71 einen knappen Sieg.

Erst am Freitag hatten die White Wings erfahren, dass Kuhle, der vergangene Saison eigentlich in den sportlichen Ruhestand ging, noch einmal 2 Monate für die Löwen auflaufen wird. “Ich kenne ihn noch aus der ProA und ich wusste, dass er ein sehr guter Spieler ist. Es war klar, dass er ein wichtiger Faktor für sein Team sein würde. Außerdem kannte er die Mannschaft bereits, er hat ja vergangene Saison auch schon für die Löwen gespielt. Er musste sich also nicht allzu stark eingewöhnen”, so Hanaus Headcoach Simon Cote. Dass er allerdings das Spiel für sein Team zeitweise allein tragen würde, war so nicht abzusehen. Satte 38 Minuten stand der Routinier auf dem Feld und holte ganze 28 Punkte für sein Team.

Bei den EBBECKE WHITE WINGS Hanau zeichnete sich hingegen bereits früh ab, dass sie sich an diesem Abend extrem schwer tun würden. Und erneut stachen dabei auch die Defizite heraus, die dem Team schon in den vergangenen Spielen Probleme bereitet hatten: “Wir hatten mit 20 Turnovern erneut zu viele Ballverluste. Und allein im ersten Viertel haben wir 8 offensive Rebounds zugelassen”, so Cote. Diese Schwäche nutzte Erfurt konsequent aus, spielte mit viel Druck und konnte so immer wieder in Führung gehen. Die Umstellung auf eine Zonendefense in der zweiten Halbzeit sorgte für ein wenig mehr Stabilität. Aber: “Ich habe auf unserer Seite nie wirklich ein Momentum gespührt, abgesehen von den letzten 3 Minuten.”

In das letzte Viertel starteten beide Teams zunächst mit einem ausgeglichenen Score von 54:54. Dann aber sorgte der Druck der Erfurter erneut dafür, dass die Gastgeber in Rückstand gerieten. Die Aufholjagd schien zunächst nicht gut zu funktionieren. Den Wendepunkt leitete dann Felix Hecker ein, der in der 7. Spielminute einen extrem wichtigen Dreier traf und auch in der Folge von der Drei-Punkte-Linie nicht zu stoppen war. “Felix hat in den vergangenen Spielen nicht ganz so gut getroffen, das hat ein wenig an seinem Selbstvertrauen gekratzt. Umso mehr freue ich mich, dass er heute in seinen Wurfrhythmus zurückgefunden hat.” Ein Sonderlob gab es vom Headcoach zudem für Jonas Niedermanner. Er hatte ebenfalls sehr wichtige Würfe und Dunkings getroffen und mit 14 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double erzielt. Auch in der Verteidigung war er für sein Team besonders wichtig, wurde er doch auf Kuhle angesetzt. “Jonas hat ihm das Leben schwer gemacht und eine wirklich gute Defense gespielt.” Mit ihrem Einsatz holten Niedermanner und Hecker endlich das lang ersehnte offensive Momentum und trugen essenziell zum letztendlichen 80:71-Sieg bei.

Zudem bot sich in der Hochphase des Spiels für die beiden TG-Hanau-Youngster Luca Eibelshäuser – der an diesem Tag seinen 18. Geburtstag feierte – und Jonas Stenger die Möglichkeit, ein wenig Profiluft zu schnuppern. In der letzten Minute wurden beide eingewechselt – und hätten beinahe sogar gemeinsam noch für einen weiteren Punkt gesorgt.

“Für uns war das ein ganz wichtiger Sieg”, sagt Cote. “Auch solche Spiele, in denen man nicht gut performt, muss man gewinnen können. Das haben wir heute getan. Wir müssen uns in den kommenden Wochen darauf fokussieren, gutes Teambasketball zu spielen, viele Pässe zu machen und so gute Spielentscheidungen zu treffen.”


Für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau spielten:

Preston Beverly (15 Punkte/4 Rebounds/3 Assists)
Jonathan Mesghna (0/1/0)
Jonas Stenger (0/0/0)
Josef Eichler (9/7/2)
Felix Hecker (11/6/0)
Till-Joscha Jönke (11/3/6)
Ryan Beisty (9/7/2)
Jonas Niedermanner (14/10/0)
Luca Eibelshäuser (0/0/0)
Benedikt Nicolay (3/1/0)
Miquel Servera Rodriguez (8/0/9)

Mit Selbstbewusstsein gegen Erfurt: White Wings wollen zweiten Heimsieg


Nach der knappen und ärgerlichen Niederlage gegen Gießen wollen die EBBECKE WHITE WINGS Hanau in dieser Woche vor heimischem Publikum wieder einen Sieg einfahren. Dabei treffen sie auf das derzeitige
Tabellenschlusslicht – die Basketball Löwen aus Erfurt.
“Das Spiel der Löwen setzt vor allem auf zwei Schlüsselspieler. Oliver Pahnke ist ein Point Guard, der gute Pässe verteilt und zu ihren Topscorern gehört. Er ist gerade mal 21 Jahre alt, aber ein sehr talentierter Spieler. Robert Franklin hingegen ist eigentlich ein Power Forward, aber man könnte ihn quasi als Point Power Forward bezeichnen. Er wird ebenfalls Spielzüge ansagen und den Ball ins Spiel bringen”, analysiert Hanaus Headcoach Simon Cote. Ansonsten verteilen sich die Treffer relativ
gleichmäßig über diverse Spieler, die im Schnitt 6 bis 8 Punkte erzielen.
Auffällig am Spiel der Basketball Löwen ist die etwas unorthodoxe Offensiv-Spielweise. “Sie haben nicht allzu viele klare Spielzugabläufe, sondern setzen auf eine Free-Flowing-Offense”, so Cote weiter.
Entsprechend variiert das Team Offensivtaktiken von Situation zu Situation, kombiniert oder verändert Spielzugvarianten.
Bisher fehlt dem Erfurter Spiel jedoch ein wenig die Effizienz. “Sie treffen aktuell nur 27 Prozent ihrer Dreier. Im modernen Basketball ist es aber in der Regel so, dass das Team gewinnt, das eine gute Dreier- Performance hat”, so Cote. Das könnte ein Vorteil für die White Wings sein, die mit 36,5 Prozent derzeit den besten Dreier-Schnitt der Liga haben. Dennoch wollen die Hanauer ihre Gegner nicht unterschätzen:
“Sie haben Gießen in Gießen geschlagen.”

Das Missionsziel ist hingegen klar: Die EBBECKE WHITE WINGS Hanau wollen ihren zweiten Heimsieg einfahren. “Wir gehen selbstbewusst ins Spiel. Für einen Sieg müssen wir unseren Stil spielen. Wir müssen schnell sein, uns gute Wurfpositionen erarbeiten und unsere Half-Court Mann-gegen-Mann- Verteidigung mit hoher Intensität durchziehen. Und dann müssen wir vor allem unsere defensiven Rebounds holen – das haben wir gegen Gießen nicht gut gemacht”, sagt Cote abschließend. Verzichten
müssen die White Wings ab sofort auf Justin Hedley, der in dieser Woche auf eigenen Wunsch seinen Vertrag mit dem Hanauer Basketballclub aufgelöst hat und zukünftig für den Ligakonkurrenten TSV Oberhaching Tropics spielen wird.
Das Spiel am Samstag (2. November) beginnt wie gewohnt um 19 Uhr in der Hanauer Main-Kinzig-Halle.

„Jugend forscht“ bei den EBBECKE White Wings Hanau

Wie zu Saisonbeginn angekündigt, arbeiten die EBBECKE White Wings intensiver als die Jahre zuvor mit der TG Hanau zusammen. Bindeglied in dieser Kooperation ist ProB Assistant Coach Michael Luprich, der
parallel zu diesem Job auch sehr intensiv im Jugendbereich der TG Hanau tätig ist. Aus dieser Doppelfunktion heraus wurden nun die ersten Personalentscheidungen getroffen. Per sofort gehören die Jugendspieler Luca Eibelshäuser (Jahrgang 2001) und Jonas Stenger (Jahrgang 2003) zum
Kader der ProB Mannschaft.
Dazu Geschäftsführer Sebastian Lübeck: “Luca trainiert bereits seit Beginn der Saison mehrmals die Woche mit den Profis. Sowohl Simon Cote als auch Michael Luprich sind sehr zufrieden mit seiner Leistung und Entwicklung. Das wollen wir mit der Berufung in den Kader entsprechend honorieren. Jonas ist erst seit kurzem im Training, aber auch er zeigt bereits ansprechende Ansätze. Wir hoffen, dass beide weiter hart an sich arbeiten und bereit sind, sich unter Anleitung der Coaches weiter zu entwickeln. Im
besten Fall ergeben sich daraus Einsatzminuten bei den Profis! Damit wollen wir auch den anderen Jugendspielern zeigen, dass es durchaus Perspektiven in Hanau gibt.“
Zusätzlich wird auch Jovan Mihic (Jahrgang 2000) eine Spielerlizenz erhalten. Mihic kam im Laufe der Vorbereitung als Trainingsspieler aus Kronberg nach Hanau, laboriert derzeit aber an einer
Bänderverletzung.

Personalveränderung bei den Ebbecke White Wings Hanau

Am vergangenen Sonntag bat Aufbauspieler Justin Hedley aus persönlichen Gründen um die Auflösung seines Vertrages zum Oktober 2019. Der Verein kommt dem Wunsch des Spielers selbstverständlich nach und bedankt sich bei ihm für seine Leistung und seinen Einsatz in den letzten Wochen und Monaten.
Dazu Geschäftsführer Sebastian Lübeck.“ Auch wenn wir dadurch einen wichtigen Spieler und vor allem tollen Menschen verlieren, wollen wir der Bitte von Justin Hedley natürlich nachkommen. Die Gründe haben wir besprochen und sind auch absolut nachvollziehbar. Wir bedanken uns bei ihm für die stets vorbildliche Arbeit und wünschen ihm und seiner Familie für die Zukunft nur das Beste. Ich bin mir sicher, wir werden uns wiedersehen. Wir werden jetzt intern prüfen, inwiefern wir die Position im Kader nachbesetzen. Da gibt es bereits verschiedene Ideen und Möglichkeiten.“

Erneut zu viele Ballverluste: White Wings unterliegen in Gießen

Erstmalig in dieser Saison trafen die EBBECKE WHITE WINGS Hanau auf einen der beiden hessischen Rivalen der Liga. Auswärts bei den Depant GIESSEN 46ers Rackelos lieferten sich die Grimmstädter ein hartes Duell vor einer tollen Fankulisse. “Etliche Fans sind mit uns angereist. Es war wirklich eine tolle Unterstützung, für die wir sehr dankbar sind”, beschreibt Hanaus Headcoach Simon Cote die Derbystimmung. Trotz eines starken Endspurts der Hanauer hatten am Ende aber die Hausherren die Nase vorne und gewannen mit 77:73.

Die Niederlage ist aus Sicht der White Wings vor allem deshalb ärgerlich, weil es sich um Fehler handelt, die bereits gegen Speyer und Baunach zu Niederlagen geführt hatten: “Wir haben uns 21 Turnover geleistet und Gießen in der Offense 18 Rebounds holen lassen. So konnten sie 15 Würfe mehr auf den Korb machen als wir. Mit solchen Quoten kann man ein Spiel nicht gewinnen. Wenn wir unsere Defensivrebounds nicht holen, tut uns das weh”, analysiert Cote.

Dabei starteten die Hanauer zunächst gut ins Spiel. Während sie das erste Viertel knapp für sich entschieden, zeigten die Gäste vor allem im zweiten Viertel eine zwischenzeitlich starke Leistung, darunter ein 8-Punkte-Lauf in den ersten 5 Minuten. Die Wende im Spiel leiteten die Giessener dann jedoch gegen Ende des zweiten Viertels ein. Wyatt Lohaus und Johannes Lischka kamen offensiv nun extrem gut ins Spiel und egalisierten zunächst den Hanauer Vorsprung.

Im dritten Viertel wurden die Turnover und ein zunehmend schlechteres Ballhandling dann zu einem echten Problem. “Wir haben insgesamt zwar 19 Assists gemacht, aber wir haben den Ball aus meiner Sicht dennoch nicht so gut verteilt, wie es möglich gewesen wäre. Wir haben einige freie Spieler nicht mit Pässen bedient”, sagt Cote. Das Resultat waren diverse vertane Würfe und ein 9-Punkte-Rückstand.

Gegen Ende des vierten Viertels bäumte sich das Team noch einmal auf und versuchte, sich zurück in die Partie zu kämpfen. Offensiv gelang es, den Rückstand auf zwei Punkte zu verkürzen. “Leider war es aber zu wenig und zu spät”, so Cote weiter. Denn die 46ers trafen in den wichtigen Momenten ihre Freiwürfe und unterbrachen so ein aufkeimendes Hanauer Momentum. So sicherten sich die Gießener mit 77:73 ihren zweiten Saisonsieg.

Für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau spielten:

Preston Beverly (15 Punkte/3 Rebounds/0 Assists)
Jonathan Mesghna (3/0/1)
Josef Eichler (8/6/1)
Felix Hecker (7/3/1)
Till-Joscha Jönke (15/5/5)
Justin Hedley (0/1/0)
Ryan Beisty (3/5/4)
Jonas Niedermanner (8/3/2)
Benedikt Nicolay (0/1/0)
Miquel Servera Rodriguez (14/6/5)

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