„Seitwärtsbewegung“ bei der Sieben-Tages-Inzidenz

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Nach einem seit etwa Juli rückläufigen Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus verzeichnet der Main-Kinzig-Kreis bei der Sieben-Tages-Inzidenz nun seit etwa drei Wochen eine „Seitwärtsbewegung“. Der Wert, der das Infektionsgeschehen je 100.000 Einwohner und Woche beschreibt, bewegt sich weiterhin um 300 herum und wurde am Donnerstag (15.9.) vom Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr mit 310 berechnet (Vorwoche: 266, davor: 275). Die Zahl der Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern, bei denen eine Coronavirus-Infektion festgestellt werden konnte, liegt bei 28 (Vorwoche: 22). Vier von ihnen werden auf einer Intensivstation behandelt, davon drei unter Einsatz eines Beatmungsgeräts. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im Main-Kinzig-Kreis seit Beginn der Pandemie liegt bei 171.156. Insgesamt 960 Personen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Der Main-Kinzig-Kreis empfiehlt, sich rechtzeitig vor dem Herbst mit Fragen des eigenen Immunschutzes auseinanderzusetzen. Impfangebote des Kreises gibt es in den Dein-Pflaster-Impfstellen ebenso wie bei mobilen Terminen:

  • Samstag, 17. September, Linsengericht-Altenhaßlau, 9 bis 14 Uhr, Wochenmarkt am Glashaus, Baumschulenstraße 2a,
  • Samstag, 1. Oktober, Linsengericht-Altenhaßlau, 9 bis 14 Uhr, Wochenmarkt am Glashaus, Baumschulenstraße 2a,
  • Donnerstag, 6. Oktober, Biebergemünd-Kassel, 14 bis 18 Uhr, After-Work-Wochenmarkt, Am Gemeindezentrum.

Verimpft werden alle derzeit verfügbaren Impfstoffe.

Dank an Freiwillige Feuerwehren für schnelle Hilfeleistung

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Archivbild Arbeitsplatz Leitstelle Main-Kinzig in Gelnhausen

Am Mittwochabend hat ein lokales Unwetter mit starken Regenfällen in einigen Teilen des Main-Kinzig-Kreises für zahlreiche Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren gesorgt. In mindestens 120 Fällen mussten leere Kellerräume leergepumpt oder vereinzelt herabgefallene Äste beseitigt werden. Personen kamen nicht zu Schaden.

Nach Angaben der Leitstelle des Main-Kinzig-Kreises erfolgte die erste Unwetteralarmierung gegen 19:30 Uhr. Aufgrund der besonderen Situation und der vielen Schadensmeldungen wurden hier relativ schnell zusätzliches Personal alarmiert und innerhalb von 20 Minuten waren weitere neun Kolleginnen und Kollegen als Verstärkung vor Ort.

In den folgenden zwei Stunden waren insgesamt 17 Städte und Gemeinden betroffen. Die registrierten Einsätze verteilten sich wie folgt:

  • Biebergemünd ca. 3 Einsätze
  • Bruchköbel ca. 5 Einsätze
  • Erlensee ca. 15 Einsätze
  • Freigericht ca. 5 Einsätze
  • Gelnhausen ca. 2 Einsätze
  • Gründau ca. 5 Einsätze
  • Hammersbach ca. 5 Einsätze
  • Hanau ca. 5 Einsätze
  • Hasselroth ca. 15 Einsätze
  • Langenselbold ca. 5 Einsätze
  • Linsengericht ca. 10 Einsätze
  • Maintal ca. 5 Einsätze
  • Neuberg ca. 5 Einsätze
  • Nidderau ca. 5 Einsätze
  • Niederdorfelden ca. 6 Einsätze
  • Schöneck ca. 3 Einsätze
  • Wächtersbach ca. 3 Einsätze

Laut offiziellen Angaben wurden zum Beispiel in Gründau bis zu 80 Liter pro Quadratmeter gemessen. In Wächtersbach und Nidderau waren es rund 60 Liter pro Quadratmeter, was immer noch über der durchschnittlichen Menge für einen ganzen Monat liegt. Gegen 21:30 Uhr beruhigte sich dann die Wetterlage im Main-Kinzig-Kreis, die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren dauerte aber zum Teil noch an. Auch die tatsächliche Zahl der Einsätze ist vermutlich noch höher, da die Anforderung der örtlichen Kräfte auch über die unmittelbare Ansprache oder andere direkte Wege erfolgt ist.

Angesichts dieser erneut vorbildlichen Hilfeleistung der Freiwilligen Feuerwehren richtet Landrat Thorsten Stolz seinen Dank an alle Einsatzkräfte „für ihr schnelles und professionelles Eingreifen sowie ihre großartige Leistungsbereitschaft. In bewährter Weise hätten die Freiwilligen Feuerwehren sowie die koordinierende Leitstelle gezeigt, wie wichtig ihre Arbeit für alle Bürgerinnen und Bürger sein kann. „Dabei ist dieser gut funktionierende Brand- und Katastrophenschutz keine Selbstverständlichkeit, sondern basiert wesentlich auf dem freiwilligen Einsatz der Feuerwehrleute“, betont Thorsten Stolz. Dieses Potenzial müsse unterstützt und gefördert werden, denn nur mit ausreichend engagierten und qualifizierten Männern und Frauen sei dieser Standard zu halten.

Kreis erhöht Zahl der Notunterkunftsplätze

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Der Main-Kinzig-Kreis baut in den kommenden Wochen seine eigenen Kapazitäten an Notunterkünften für Flüchtlinge weiter auf. Nach einem Abstimmungstermin mit der Stadt Gelnhausen und Vertretern aus Schule und Ehrenamt am Donnerstag (15.9.) wird in Kürze als zusätzlicher Standort eine Fläche nahe der Kreisrealschule, zwischen Hallenbad und Großsporthalle, genutzt und mit einer Leichtbauhalle versehen. Weitere Flächen in anderen Kommunen, die je nach Lage für Hallen oder Wohnmodule genutzt werden, beplant der Main-Kinzig-Kreis ebenfalls und steht mit den jeweiligen Rathäusern im Austausch.

„Die Zahl der Vertriebenen, die wir als Landkreis zu versorgen haben, bewegt sich unverändert und bis auf Weiteres bei bis zu 150 jede Woche. Die Städte und Gemeinden wie auch der Kreis selbst erweitern mit Hochdruck ihre Kapazitäten, um die Aufgabe der Unterbringung und Versorgung zu bewältigen und um uns auch gegenseitig Zeit zu verschaffen. Jeder weitere Monat Krieg verschärft die Situation“, erklärte Landrat Thorsten Stolz.

Seinen Dank richtete Stolz am Donnerstag insbesondere an die Vertreter aus dem Gelnhäuser Rathaus um Bürgermeister Daniel Glöckner und Ersten Stadtrat Volker Rode sowie aus den nahegelegenen Schulen, Kreisrealschulleiter Michael Neeb und die Leiterin des Grimmelshausen-Gymnasiums, Tina Ruf, die sich konstruktiv und mit wichtigen Hinweisen zum Standort in Gelnhausen beteiligt haben. Er wisse „um die vielen Fragen, die sich sowohl für die Verwaltung als auch die Schule für die nahe Zukunft daraus ergeben“, so Stolz. Der Kreis werde den engen Informationsaustausch fortsetzen und ständiger Ansprechpartner bleiben.

Die Aufgabe für die kommunale Ebene bleibt gleich, wird aber Woche für Woche herausfordernder: Menschen aus Krisengebieten in dauerhafte Wohnungen zu vermitteln. Dazu geht den Städten und Gemeinden teils der Wohnraum aus, die Suche nach tatsächlich noch leerstehenden Wohnungen wird schwieriger, die Suche nach Alternativen braucht mitunter lange. Tagtäglich appellieren die Rathäuser an die Bürgerinnen und Bürger, Wohnraum zu melden. Doch die Rückmeldungen seien noch zu gering, wie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister erst jüngst in dieser Woche im Gespräch mit dem Main-Kinzig-Kreis zurückgemeldet haben.

Für Geflüchtete aus der Ukraine hat der Kreis schon im März seine eigenen Bestandsgebäude als Notunterkünfte mitgenutzt, vor allem Schulturnhallen und Einrichtungen mit angeschlossenem Kantinen- beziehungsweise Mensabetrieb. Einige dieser Notunterkünfte sind im Sommer wieder zurückgebaut worden, als sich die Zahl der neu Ankommenden deutlich reduziert hatte. Nun steigen die Zahlen wieder massiv.

„Wir sind leider im Moment nicht in der Position, beim Rückbau der Notunterkünfte weiter Vollzug zu melden. Es ist umgekehrt: Wir brauchen mehr Kapazitäten für eine längere Dauer, daher bauen wir Standorte neu auf“, sagte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

Simmler führt derzeit täglich viele Telefonate und direkte Gespräche, um die Lage zu erklären und nach Lösungen zu suchen. Schon in der Zeit der Fluchtbewegung um 2015 verantwortete sie den Bereich Migration und Integration im Main-Kinzig-Kreis als zuständige Dezernentin. Die aktuelle Fluchtdynamik bewertet sie dennoch als außergewöhnlich. „Über 5.700 Menschen, die sich bei unseren Ausländerbehörden registriert haben; mehr als 2.000, die wir in Hallen erstversorgt haben; fast 3.000 Menschen, für die unser KCA und unser Sozialamt zusätzlich zum normalen Tagesgeschäft Beratung und Unterstützung leisten, und das alles in weniger als einem Dreivierteljahr: Das hat es so in dieser Dimension und Dichte noch nicht gegeben. Das erklärt auch, warum es für alle Beteiligten gerade eine besondere Situation ist, gerade im Bereich der Unterbringung und der Suche nach Wohnungen, die zusätzlich gebraucht werden“, fasste Susanne Simmler zusammen.

In der Abstimmungsrunde am Donnerstag über den Aufbau einer weiteren Notunterkunft außerhalb einer Halle, nahe der Kreisrealschule, hat die Kreisspitze die herausragende Bedeutung von Solidarität und Rücksicht betont. „Was die Städte und Gemeinden im Verbund mit den Ehrenamtlichen und den Nachbarschaftsinitiativen leisten, und zwar über nun schon viele Monate hinweg, das ist einfach unfassbar wertvoll und wichtig“, so Landrat Thorsten Stolz. „Praktisch allerorten stößt die Suche nach Wohnungen jetzt aber an Grenzen, und das müssen wir im Hinterkopf behalten, wenn wir als Kreis nun sukzessive neue Unterbringungen errichten. Gleiches tun die Kommunen ihrerseits. Wir schaffen alternative Unterkünfte, wie wir das so vor einem halben Jahr eher nicht für möglich gehalten haben. Aber es ist Teil unserer humanitären Verpflichtung.“

Konkret soll in Gelnhausen eine Leichtbauhalle errichtet werden, beheizt und mit Fußboden versehen. Der Beginn der Aufbauarbeiten auf der Fläche ist für den Monat Oktober vorgesehen. Mit der Stadt Gelnhausen hat der Kreis vereinbart, dass bei sportlichen Großveranstaltungen der Parkplatz An der Bleiche mitgenutzt werden kann.

Weitere ähnliche Notunterkünfte plant der Kreis in den folgenden Wochen in anderen Kommunen zu errichten. Mittelfristig sollen diese Unterkünfte die derzeit belegten Turnhallen kapazitär ersetzen, und so rasch es geht, sollen diese Turnhallen auch wieder für den Schul- und Vereinsbetrieb freigegeben werden. Aus Sicht von Thorsten Stolz beinhaltet der Aufbau dieser neuen Notunterkünfte vor allem „die kurzfristige, wichtige Perspektive, dass wir keine weiteren vorhandenen Sporthallen mehr belegen müssen“.

Da die Zuweisungszahlen aus der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen dennoch hoch bleiben, wird die zunächst nur noch auf Stand-by gehaltene Notunterkunft in der Turnhalle in Birstein kurzfristig wieder in Betrieb genommen. Die dortigen Schlafkabinen hatte der Kreis im August vorsorglich nicht abbauen lassen. Gleichwohl hielten sich über einige Wochen hinweg keine Geflüchteten mehr in der Halle auf. Das Prinzip Vorsicht erweist sich nun für den Kreis als hilfreich. Mit Zustimmung der Gemeinde Birstein und der angebundenen Schulen findet in Kürze wieder eine Belegung statt.

Zusammen mit den Standorten Hanau-Mittelbuchen, Langenselbold und Wächtersbach bieten die Hallen-Notunterkünfte Platz für 700 Menschen – und mit jeder Woche werden sie derzeit voller statt leerer. Daran ändert auch das zwischen Kreis und Kommunen abgestimmte Zuweisungsverfahren in die Städte und Gemeinden nichts. Denn die Zahl der Menschen, die neu ankommen, liegt deutlich über der, die die Kommunen derzeit aufnehmen müssen. Der Main-Kinzig-Kreis springt daher bei der Koordinierung mit mehr Erst- und Notunterkunftsplätzen ein.

Neben den Notunterkünften sind bereits zehn Gemeinschaftsunterkünfte im Auftrag des Main-Kinzig-Kreises in Betrieb. Darunter befinden sich ehemalige Hotels und Pensionen. Auch deren Kapazitäten für mehrere hundert Personen sind jedoch stark beansprucht beziehungsweise ausgeschöpft.

Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Winfried Ottmann wirbt um Verständnis bei den betroffenen Schulgemeinden und Vereinen, dass auf die Turnhallen als Notunterkünfte erst einmal nicht verzichtet werden kann. „Der Landkreis hat nach wie vor das Ziel, die Hallen wieder ihrem eigentlichen Zweck zurückzuführen, so schnell das die äußeren Entwicklungen zulassen. Vor den Sommerferien sah es lange so aus, als ob wir das überall vor dem Winter schaffen könnten. Das hat sich jedoch aufgrund der veränderten Fluchtdynamik gedreht. Wir können die Hallen erst freimachen, wenn wir ausreichende Kapazitäten an anderen Stellen im Kreis haben und sich die Unterbringungssituation in den Kommunen wieder etwas entspannt hat“, so Ottmann. „Mit Gelnhausen wird weiter Kapazität aufgebaut. An anderen potenziellen Flächen sind unsere Fachleute der Kreisverwaltung mit höchster Priorität dran.“

Der Main-Kinzig-Kreis führt konkrete Gespräche sowohl zu Unterkünften in Leichtbauhallen als auch zu Wohnmodulen. Verhandlungen über eine zeitweise Belegung des Frankfurter Schullandheims Wegscheide in Bad Orb stehen ebenfalls kurz vor dem Abschluss. Nicht jeder neue Standort wird nach Einschätzung des Kreises die Kapazität einer Turnhalle haben. Doch auch kleinere Unterkünfte und Anlagen, die eine sichere und warme Unterbringung ermöglichen, stellen im Moment eine Hilfe dar.

Der Kreis weist darauf hin, dass auch und vor allem jedes private Wohnangebot hilft, die Situation zu entlasten. Wer einen Wohnungs-Leerstand melden möchte, kann dies ganz einfach im Rathaus der eigenen Kommune tun. Der Main-Kinzig-Kreis hat darüber hinaus auf seiner Internetseite ein Meldeformular eingerichtet: unter www.mkk.de im Bereich der „Ukrainehilfe MKK“. Der Main-Kinzig-Kreis gibt diese Angebote seit einigen Wochen direkt an die Kommunen weiter.

Heimatmuseum: Bedeutende Funde aus der Keltenzeit sind jetzt in der Wasserburg zu sehen

Im Rahmen des „Tages des offenen Denkmals“ wurde dieser Tage eine besondere Keltenausstellung im Heimatmuseum präsentiert. Bürgermeister Stefan Erb und Waltraud Borngräber, 2. Vorsitzende des Geschichtsvereins, begrüßten dazu im Innenhof der Wasserburg die interessierten Besucher sowie Claus Bergmann und Hardy Prison vom Grabungsteam.  Bei einem Rundgang erklärten die Experten die besondere Bedeutung der aufgedeckten Keltengräber, die im Rahmen von Baumaßnahmen (u.a.) am Kreuzweg gefunden wurden. Darunter viele Schmuckstücke, Handwerkszeug und Waffen.

Die Funde in Erlensee haben aus archäologischer Sicht eine sehr hohe Bedeutung. So können die Archäologen anhand der Beigaben in den Gräbern soziale Strukturen und besondere Brauchtümer erkennen. „Erlensee ist ein „Hot Spot“ für solch sensationellen Funde geworden“, sagte Hardy Prison. Schwerter und Schmuckstücke sind in den Vitrinen zu sehen. Auf bebilderten Schautafeln wird das Leben der Menschen in der Eisenzeit anschaulich erklärt. Sehr interessiert zeigten sich die Besucher und Freunde des Geschichtsvereins während der Ausführungen im Ausstellungsraum. Im Innenhof der Wasserburg konnten sie bei belegten Brötchen, Kaffee und Kuchen noch gesellig sitzen und miteinander ins Gespräch kommen.   

Die Keltenausstellung soll insgesamt zwei Jahre im Heimatmuseum bleiben und kann in diesem Jahr am Sonntag, 2. Oktober, von 14 bis 17 Uhr und im Dezember zum diesjährigen Weihnachtsmarkt in der Wasserburg besichtigt werden.

BU: 1) (v.l.n.r.): Claus Bergmann, Hardy Prison, Bürgermeister Stefan Erb und Waltraud Borngräber, 2. Vorsitzende des Geschichtsvereins.

2) Das Leben der Kelten, anschaulich erklärt auf großen Bildertafeln.

3) Claus Bergmann erklärt den Besuchern die Bedeutung der Fundstücke, die hier im Heimatmuseum ausgestellt sind. Darunter Schmuckstücke, Handwerkszeug und Tonwaren.  Fotos: Petra Behr

                               Ihr Ansprechpartner:  Petra Behr 06183/9151-830; Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Email: [email protected]; Webseite: www.erlensee.de  

Wo ist der 12-jährige Dylan? – Bruchköbel

Wo ist der 12-jährige Dylan aus Bruchköbel? Das fragt die Kriminalpolizei in Hanau und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach dem Vermissten. Dylan wird seit Montagabend, 17.40 Uhr, vermisst und benötigt ärztliche Hilfe. Der Vermisste ist etwa 1,60 Meter groß, schmal und hat kurze Haare; an den Seiten hat Dylan Blitze einrasiert. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens war Dylan mit einer schwarzen Jeans, einem schwarzen T-Shirt und einer schwarz-weiß karierten Hemdjacke bekleidet. Wer Hinweise zu dem Aufenthaltsort des Jungen geben kann, wird gebeten sich unter 06181 100-123 bei der Kriminalpolizei in Hanau oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Hinweis: Ein Bild des Vermissten ist der Meldung beigefügt.

Offenbach, 12.09.2022, Pressestelle, Felix Geis

Rückfragen bitte an:

Christopher Leidner (cl) – 1201 oder 0172 / 694 1180
Andrea Ackermann (aa) – 1214 oder 0173 / 301 7834
Felix Geis (fg) – 1211 oder 0162 / 201 3806

 Starkregenereignis

von Benjamin Thoran

(bt) Infolge eines Starkregenereignisses liefen am Mittwochabend gegen 20 Uhr im Stadtgebiet von Bruchköbel einige Keller voll. In einer Mitteilung der Feuerwehr berichtete diese von neun Einsatzstellen, bei denen ihre Hilfe angefordert wurde. Insgesamt hielten sich die Schäden aber in Grenzen. „Nach einem Platzregen floss das Wasser in vielen Fällen einfach nicht schnell genug ab, in einigen Fällen hatte sich das Problem bis zu unserem Eintreffen wieder erledigt“, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr. Die Einsatzstellen verteilten sich je einmal auf die Stadtteile Rossdorf und Niederissigheim, der Rest im Bereich der Innenstadt. In der Lindenallee liefen in zwei Gebäuden die Keller so voll, dass die Feuerwehr dort über eine Stunde mit Pumpen Wasser aus den Kellerbereichen fördern musste.

Insgesamt waren die Einsatzkräfte rund drei Stunden mit den Einsatzmaßnahmen und Aufräumarbeiten beschäftigt.

Hinweis: Initial meldeten wir acht Einsatzstellen. Nach dem Verfassen des Berichtes folgte sogleich der Neunte.

Foto: Archivbild

Besuch aus den USA im Gründauer Rathaus

Justin Burke verfolgt die Spuren seines Großvaters

Einen nicht alltäglichen Besuch konnte kürzlich Bürgermeister Gerald Helfrich im Gründauer Rathaus empfangen. Eigens aus Phoenix im Bundesstaat Arizona/USA waren Justin Burke (40) und sein Vater Roger Burke (64) nach Lieblos gekommen, um sich 78 Jahre nach dem Flugzeugabsturz des Großvaters von Justin für die damalige Hilfe der Einwohner von Lieblos zu bedanken und daran zu erinnern.

Zum Treffen ins Liebloser Rathaus waren auch Walter Uffelmann, Klaus von Berg und Eckard Sauer vom Gründauer Geschichtsverein gekommen. Schon vor längerer Zeit hatte Justin Burke den Kontakt zu Eckard Sauer aus Breitenborn aufgenommen.  Bei der Aufarbeitung der Zeit, die sein Großvater Merle Dean Green während des zweiten Weltkriegs als Pilot bei der US-Luftwaffe in Europa verbrachte, war Justin Burke auf das von Sauer veröffentlichte Buch „Absturz im Kinzigtal“ aufmerksam geworden.

In diesem Buch schildert der gebürtige Liebloser Autor Eckard Sauer, in einem 4-seitigen Kapitel sehr eindrucksvoll die Ereignisse vom 11. September 1944, als ein B-17 Bomber der US-Luftwaffe auf dem Rückflug nach einer Bombardierung der Hydrierwerke Böhlen südlich von Leipzig mit einem anderen US-Bomber kollidierte und dabei schwer beschädigt wurde. Dem Piloten der B-17, Lieutenant Green gelang es, den Flieger zu stabilisieren und auf Kurs Richtung Westen zu halten. Da die Motoren konstant an Leistung verloren und das Flugzeug permanent an Flughöhe verlor, begannen Pilot Green und Co-Pilot Metzger nach einem Landeplatz zu suchen. Sie steuerten die B-17 durch das Kinzigtal, wo sie gegen 14.45 Uhr in Lieblos mit eingezogenem Fahrwerk in einem Kornfeld am Bahndamm, unweit des Liebloser Friedhofes landeten. Vier Besatzungsmitglieder, darunter die beiden Piloten, überlebten den Absturz mit mehr oder minder schweren Verletzungen.

Trotz Gefahr und Bedrohung ihrer eigenen Sicherheit versorgten und betreuten damalige Bürger von Lieblos die verletzten Soldaten. Nach dem Krieg kehrten alle vier in ihre Heimat in die USA zurück.

Beim Treffen im Rathaus mit dabei war auch ein damaliger Augenzeuge. Der heute 92jährige Heinrich Goy (damals Rothenbergen) kann sich noch genau an die Ereignisse an diesem Spätsommertag im Jahr 1944 erinnern. Trotz Fliegeralarms war er mit seinen Freunden im Ort unterwegs und konnte den Absturz genau beobachten.

Justin und Roger Burke waren tief beeindruckt von den Erzählungen des Zeitzeugen Heinrich Goy. Noch mehr staunten die beiden Besucher allerdings, als Eckard Sauer die Original-Notaxt aus der damals abgestürzten Maschine hervorholte und diese an Justin Burke übergab. Über Umwege war diese Axt vor Jahren in die Hände von Sauer gelangt. Nach 78 Jahren kehrt dieses wertvolle Souvenir nun in die USA zurück.

Nun war Justin Burke an der Reihe. „Hier zu sein ist eine unglaubliche Ehre“, sagte er. Auch Nachfahren der restlichen Crewmitglieder hätten die Reise nach Deutschland gerne mit angetreten, es sei ihnen aber nicht möglich gewesen.
Stellvertretend übergab Justin Burke an Bürgermeister Gerald Helfrich eine silberne Plakette mit dem Foto der Crew und dem auf deutsch eingravierten Text:
„Gewidmet in dankbarer Erinnerung den mutigen und hilfsbereiten Bürgern von Lieblos. Am 11. September 1944 wurde in Lieblos ein amerikanischer B-17-Bomer zu einer Notlandung gezwungen“. Es folgen weitere Details und die Namen der Besatzungsmitglieder.

„Für dieses wunderbare Geschenk werden wir einen passenden Platz im Rathaus aussuchen, damit es immer gesehen werden kann“, sagte der Rathauschef. Zum Dank übergab er den Gästen aus den USA einen Gründauer Wappenteller und ein Bierglas und lud diese zu einem hessischen Imbiss ein.

Bildunterschrift: Besuch aus den USA im Gründauer Rathaus (von links):
Walter Uffelmann und Klaus von Berg vom Geschichtsverein, Zeitzeuge Heinrich Goy, Justin und Roger Burke, Eckard Sauer und Bürgermeister Gerald Helfrich.

Die Zukunft gemeinsam planen

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14. September 2022. – Wie können aktuelle Herausforderungen für bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt gemeistert werden? Gibt es hierbei Unterschiede zwischen Stadt und Land, die berücksichtigt werden können? Welche Rahmenbedingungen, welche verlässlichen Infrastrukturen braucht das Ehrenamt? Wer übernimmt vor Ort Verantwortung, setzt sich aktiv für den Zusammenhalt ein? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Zukunftswerkstatt „Bürgerschaftliches Engagement und Teilhabe“, die am 29. Oktober von 11 bis 15 Uhr im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen stattfindet. Organisiert wird die Veranstaltung von der Abteilung Leben im Alter in der Kreisverwaltung. Alle Bürgerinnen und Bürger von Maintal bis Sinntal sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und sich an der Diskussion sowie den daraus entstehenden Prozessen aktiv zu beteiligen, Ideen und Wünsche einzubringen.

Die Abteilung Leben im Alter der Kreisverwaltung befasst sich mit der Gestaltung des demografischen Wandels im Landkreis und in den Kommunen, an der „Generationenzukunft“ also. Die Veranstaltung am 29. Oktober ist die vorerst letzte einer Reihe von Zukunftswerkstätten zu unterschiedlichen Themen. Hierzu erklärt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler: „Generationenzukunft ist ein sehr spannender Bereich, denn er umfasst ganz viele Themen, die jeden von uns einmal betreffen können. Es geht darum, wie es gelingen kann, dass Menschen auch im Alter in dem Lebensumfeld wohnen bleiben können, das sie kennen, in dem sie Familie und Freunde und auch ihre ärztliche Versorgung haben. Gute und verlässliche Planungen für die Zukunft können nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gelingen, deswegen freuen wir uns über die rege Teilnahme an unseren Workshops und Zukunftswerkstätten.“

Neben dem Ausbau der Versorgungsstrukturen ist schließlich das freiwillige Engagement eine besonders wichtige Säule des Zusammenlebens. Neue Formen, Schwerpunkte und Ausgestaltungsmöglichkeiten haben sich in der Freiwilligenarbeit herausgebildet. Ein engagiertes Miteinander ist nicht nur für hilfsbedürftige Menschen wichtig, sondern hat auch immer eine positive Wirkung auf die Engagierten selbst. „Die Gesellschaft verändert sich und damit verändert sich auch die Gestalt des freiwilligen Engagements“, lautet denn auch ein Zitat aus dem aktuellen Freiwilligensurvey.

„Die Zukunftswerkstatt wird von den Gerontologinnen Angela Schönemann und Elena Zarges geleitet, die in bewährter Weise die Ideen, Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmenden erfassen, bündeln und schriftlich festhalten“, informiert Irmhild Neidhardt, Leiterin der Abteilung Leben im Alter.

Der Main-Kinzig-Kreis lädt alle Interessierten zur Teilnahme ein. Willkommen sind Menschen aller Generationen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Ehrenamtsarbeit, Betreuungsangeboten, Seniorenbeiräten, Bürger- und sonstigen Initiativen, aber auch Firmen. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Main-Kinzig-Kreises unter www.mkk.de/leben-im-alter.html .

Anmeldungen zur Veranstaltung „Bürgerschaftliches Engagement und Teilhabe“ am 29. Oktober von 11 bis 15 Uhr im Main-Kinzig-Forum sind via E-Mail [email protected] oder unter Telefon (06051) 85-48114 möglich.

Unverständnis über starke Impfstoff-Kontingentierung

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Der Main-Kinzig-Kreis hat sich mit seinen „Dein-Pflaster-Impfstellen“ personell für diese Woche auf ein kräftiges Wiederanlaufen der Impfkampagne eingestellt. Doch von dem an die Omikron-Variante angepassten und von der Bundesregierung für diese Woche angekündigten Impfstoff ist nur ein Bruchteil dessen eingetroffen, was der Kreis bestellt hat. Das war bis zuletzt vor Ort so nicht zu erwarten gewesen. „Das ist ein echtes Ärgernis. Wir haben auf vielfältigen Kanälen für die Impfung jetzt geworben, und dann erreicht uns nur ein geringer Anteil dessen, was wir geordert haben. In dieser ersten Booster-Woche überwiegt bei uns leider der Frust und das ist bei den Menschen, die in unsere Impfstellen gekommen sind, verständlicherweise nicht anders“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

Die überraschend stark limitierten Kontingente sorgen vor allem deshalb an den „Dein-Pflaster-Impfstellen“ für Kopfschütteln, weil in der Tat eine große Zahl von Bürgerinnen und Bürgern den Aufrufen gefolgt waren. „Wir konnten uns über Zulauf bei unseren Impfangeboten im Kreisgebiet nicht beschweren. Das hat sicher auch damit zu tun, dass von dieser Kontingentierung praktisch alle betroffen sind, auch die Arztpraxen“, so Simmler.

Die Impfleitung des Main-Kinzig-Kreises hat sich umgehend an das Land Hessen gewandt, um nähere Informationen und vor allem mehr Impfdosen zu erhalten. Gesundheitsdezernentin Simmler unterstreicht: Sollte an einzelnen Stellen im Land eine Reserve aufgebaut werden, für wen und warum auch immer, dann sei das „der völlig falsche Zeitpunkt“, weil es einer künstlichen Verknappung gleichkäme. „Wir merken seit einigen Tagen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger ganz bewusst für den Herbst und Winter wappnen wollen. Wir haben jede Menge Anfragen zur zweiten Auffrischungsimpfung mit dem angepassten Impfstoff. Das darf nicht konterkariert werden dadurch, dass Impfdosen schlicht und ergreifend nicht in die Fläche gebracht werden“, so Simmler.

Noch hat der Main-Kinzig-Kreis keine sichere Zusage, ob und wann es in dieser Woche eine Nachlieferung gibt. Bis dahin sei „leider Geduld gefragt“, so die Erste Kreisbeigeordnete. „Wenn wir Impfdosen bestellen, dann erwarten wir im Sinne der Bürgerinnen und Bürger auch die verlässliche Lieferung. Das hat sich seit der Hochzeit der Impfkampagne nicht geändert. Wir kümmern uns zuverlässig um die Impf-Infrastruktur vor Ort, andere bitteschön zuverlässig um den Impfstoff. So etwas wie diese Woche darf sich einfach nicht wiederholen.“

Kinzigtal total – Dank an die vielen Mitwirkenden, Förderer und hauptamtlichen Kräfte

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Auch einen Tag nach der 28. Auflage von M-net Kinzigtal total fällt die Bilanz ohne Einschränkungen positiv aus. Erfreut ist Landrat Thorsten Stolz über die Bestätigung, dass im Rahmen des Radlersonntags keine schweren Unfälle oder Zusammenstöße zu verzeichnen waren. „Damit können wir festhalten, dass der Freizeitspaß und das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt standen“, so die zufriedene Bilanz der Organisatoren des Main-Kinzig-Kreises.

Diese besondere Veranstaltung funktioniert in der Größenordnung nur, weil viele engagierte Menschen mit großer Motivation im Einsatz sind. Insgesamt waren rund um diesen Tag wieder etwa 3.000 Menschen auf den Beinen, darunter zahlreiche ehrenamtliche Vereinsmitglieder. „Mein ausdrücklicher Dank gilt sowohl den freiwilligen Helferinnen und Helfern als auch den vielen hauptberuflichen Kräften“, betont Landrat Thorsten Stolz.

So wären die Planung, Verkehrslenkung und Streckensicherung an vielen Knotenpunkten ohne die Mitwirkung der Polizei undenkbar. Die Beamten in Uniform sorgen dafür, dass folgenschwere Begegnungen zwischen Autos und Radfahrern möglichst ausbleiben. Unverzichtbar sind auch die rund 90 Helferinnen und Helfer für den Sonderzug. Besondere Anerkennung verdienen alljährlich die Männer und Frauen der Rettungsdienste und Feuerwehren für ihre Mitwirkung.

Nicht zu vergessen seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Ordnungsämter und Bauhöfe sowie von Hessen Mobil, die eine zentrale Aufgabe bei der Absicherung rund um „Hessens längstes Straßenfest“ übernehmen. Hinzu kommen die zahlreichen Vereine, Unternehmen und Institutionen, die nicht nur für Speisen und Getränke, sondern auch für Gelegenheiten zum Entspannen und zur Unterhaltung sorgen. Rund 1.000 Frauen und Männer sind hierbei ehrenamtlich eingebunden. Auch in diesem Jahr verschönerten Musikbeiträge von Orchestern oder Bands den Aufenthalt und es fanden in mehreren Orten entlang der Strecke besondere Feste statt.

Bereits am Freitag und am frühen Morgen des vergangenen Sonntags begannen die Vorbereitungen für den Radlersonntag. Es wurden entlang der Strecke zahlreiche Versorgungsstände, Aktionsbühnen für die Unterhaltung sowie mehrere Erste-Hilfe-Stationen und Servicestellen aufgebaut und die gesamten Absperrungen installiert. Die Aufräumarbeiten im Anschluss erfordern ebenfalls noch einmal eine besondere Energieleistung.

Der Landrat dankt darüber hinaus den rund 20 Firmen, Betrieben und Organisationen die mit ihren Aktionen und ihren Anzeigen als treue Förderer die beliebte Veranstaltung unterstützen. Nur aufgrund des Zusammenwirkens der vielen Akteure ist dieses großartige Freizeitvergnügen überhaupt möglich. Zudem sei der Wert als indirekte Vereinsförderung und als Tourismuswerbung unbezahlbar.

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