Covid: Drei neue Fälle am Freitag

Main-Kinzig-Kreis. – Das Gesundheitsamt hat am Freitag drei neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Die Infizierten wohnen in Hanau (2) und Erlensee. Damit stieg die Gesamtzahl der Fälle seit Ausbreitung im März auf 1.269. Davon stuft das Gesundheitsamt 1.099 Personen als wieder genesen ein, 51 sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Somit gibt es derzeit 119 „aktive“ Fälle. Stationär behandelt werden drei Patienten aus dem Main-Kinzig-Kreis.

Einer der neu gemeldeten Covid-Fälle ist Mitglied der Schulgemeinde der Kaufmännischen Schulen. Das „Team Schule“ des Gesundheitsamts steht im engen Austausch mit der Schulleitung und hat am Freitagmittag die Kontaktpersonen-Nachverfolgung aufgenommen.

Wie konnte die Schlagerwelt so lange ohne den feurigen Sänger aus Österreich auskommen? Die von Gründorf-Songs gehen ins Ohr und werden vom Publikum sofort in der Ohrwurm-Kategorie abgelegt. Dementsprechend wächst auch die Fangemeinde von Auftritt zu Auftritt. Das Stichwort für seinen Erfolg. Von Gründorf ist nicht nur ein guter Sänger, sondern auch ein exzellenter Entertainer.

Kein „gemachtes Projekt“, sondern einer, der von der Bühne kommt. Diesmal traut er sich an das Thema versteckte Leidenschaft heran. Die Damen der Schöpfung sind es nicht gewohnt zu erobern. Sie wollen erobert werden. So manch einer lässt sich aber nicht zum Dackel machen. „Gib zu du stehst auf mich“ heißt die neue Single. Der erfolgreiche Schlagerkomponist Hannes Marold, der auch für die oberen 10.000 im Schlager komponiert, hat den Song Von Gründorf sozusagen auf den Leib geschrieben.

Der Text stammt von Dagmar Obernosterer. Feurig und tanzbar wie immer. Produziert wurde beim Hitproduzenten Johnny Matrix.  Exklusiv im Vertrieb von Mike’s Music Media (Germany).

Simmler: „Tolle Anerkennung für eine wertvolle Hilfe“

Gewinner des Hesischen Demografiepreises: Sozialdezernentin gratuliert Team rund um SOwieDAheim – Entlastung für pflegende Angehörige

Main-Kinzig-Kreis. – Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler hat sich über die Verleihung des Demografiepreises des Landes Hessen an SOwieDAheim „sehr gefreut“ und dem Team und allen Unterstützerinnen und Unterstützern gratuliert. „Dieser erste Platz ist eine tolle Anerkennung für eine wertvolle Hilfe und eine Bestätigung der jahrelangen Arbeit“, sagte die Sozialdezernentin.

Bei SOwieDAheim können Bürgerinnen und Bürger nach einer fachlichen Einführung ihre Haushalte stundenweise für Menschen mit und ohne demenzielle Erkrankung öffnen. Für die Betreuten ist es eine schöne Abwechslung in ihrem Alltag, für pflegende Angehörige eine willkommene Entlastung. Das Team von SOwieDAheim bietet mit geschulten Betreuerinnen und Betreuern eine regelmäßig stattfindende Gruppen-, aber auch Einzelbetreuung an.

 „Dieser Preis gibt allen zusätzliche Motivation. Und vielleicht fühlt sich noch der eine oder die andere ermuntert, bei uns mitzumachen“, sagte Simmler. SOwieDAheim, das Betreuungsangebot, das heute von der Alzheimer Gesellschaft Main-Kinzig betreut wird, hat sich am Ende in einem Feld aus 115 Bewerbern durchgesetzt. In seinem Ursprung lagen die Ausbildung und die Koordination beim Main-Kinzig-Kreis.

Landrat Thorsten Stolz appelliert: Achtsamkeit weiterhin erforderlich / Kreisweit am Donnerstag 13 neue Covid-Fälle

Das Gesundheitsamt hat am Donnerstag 13 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Das Infektionsgeschehen bewege sich damit auf einem leicht erhöhten Niveau. Gleichzeitig beschäftigt die Kontaktpersonen-Nachverfolgung das Gesundheitsamt derzeit intensiv. Aktuell befinden sich über tausend Bürgerinnen und Bürger in häuslicher Isolierung, wobei am Mittwoch rund 350 und am Donnerstag rund 150 alleine aus dem Bereich Schule und Betreuung neu hinzugekommen sind.

Landrat Thorsten Stolz appellierte am Donnerstag an die Bürgerschaft: „Gegenseitige Rücksichtnahme und Achtsamkeit sind auch weiterhin erforderlich. Das gilt insbesondere im Hinblick auf Freizeitaktivitäten, denn nur gemeinsam lässt sich die Situation beherrschbar halten.“ Gerade die derzeit großen Zahlen an Kontaktpersonen je Neuinfektion beanspruchten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsamt stark. Kontaktlisten mit mehreren hundert Adressen seien in den vergangenen Tagen abgearbeitet worden, jede einzelne Person werde telefonisch über die Situation aufgeklärt, deren Fragen beantwortet und Coronatests werden für sie vermittelt. „Es muss uns allen daran gelegen sein, die Situation beherrschbar zu halten, insbesondere vor den Herbst- und Wintermonaten. Dazu kann jeder und jede Einzelne einen Beitrag leisten“, so Stolz

Thorsten Stolz, zuständiger Dezernent für den Personalbereich, erinnerte daran, dass der Main-Kinzig-Kreis sein Gesundheitsamt in den zurückliegenden Wochen personell verstärkt habe. Alleine der Bereich Hygiene, der Kernbereich der täglichen Pandemie-Bewältigung sei seit März von rund 20 auf über 80 Personen aufgestockt worden, zunächst über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Verwaltungsbereichen. Sukzessive wurden dann 16 neue Mitarbeitende eingestellt, vier weitere Neueinstellungen stehen kurz bevor. Derzeit arbeiten rund 110 Personen im Gesundheitsamt im Bereich der Kontaktpersonen-Nachverfolgung und Information rund um Corona. „Wir erhöhen auch übers Personal die Kapazitäten natürlich weiter. Dennoch dauert die Beantwortung einiger Anfragen mitunter etwas länger, wenn wie jetzt eine Vielzahl an Kontaktpersonen gleichzeitig abgearbeitet werden muss. Hier bitte ich die Bürgerschaft um Verständnis, denn das Team im Gesundheitsamt leistet in der Pandemie einen tollen Job, und das schon seit Monaten“, so Stolz.

Das Gros der Kontaktpersonen kommt nach wie vor aus dem Bereich der Schulen. Aus zehn Schulen befinden sich – Stand Donnerstagnachmittag – Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte in häuslicher Isolierung. Betroffen sind die Kaufmännischen Schulen, Ludwig-Geissler-Schule, Eppsteinschule, Hohe Landesschule, Otto-Hahn-Schule, Gebeschusschule, Karl-Rehbein-Schule, Friedrich-Ebert-Schule (je Hanau), Albert-Einstein-Schule (Maintal) und die Beruflichen Schulen Gelnhausen. Hinzu kommt noch das Aus- und Fortbildungszentrum für Altenpflege in Gelnhausen. Unter den 125 „aktiven“ Fälle dominieren die Infektionen von Jüngeren, gut zwei Drittel von ihnen sind 35 Jahre und jünger.

„Es tritt jetzt das ein, was wir im Main-Kinzig-Kreis immer gesagt haben. Es wird ein Stück weit zum Alltag gehören, dass Schulen und Kitas von Infektionen betroffen sind. Wichtig ist für alle Beteiligten, dass ruhig und besonnen damit umgegangen wird. Die Einschränkungen für die Einzelnen sind hart, aber sie tragen dazu bei, größere Einschränkungen für weite Teile der Region zu verhindern“, sagte Thorsten Stolz mit Blick auf eine „gewisse Ungeduld und Unruhe einzelner Betroffener“, die diese teils direkt beim Gesundheitsamt äußerten.

Die 13 Neuinfizierten von Donnerstag wohnen in Gelnhausen (5), Bad Soden-Salmünster, Erlensee, Sinntal (je 2), Langenselbold und Maintal. Die Gesamtzahl der Fälle seit März stieg damit auf 1.266, davon gelten 1.090 als genesen. Stationär behandelt werden derzeit drei Patienten aus dem Main-Kinzig-Kreis.

Covid-Ausbruch im Gelnhäuser Raum:

Kreis kann Infektionsketten der mittlerweile 14 Infizierten zuordnen

 Einem zusammenhängenden Ausbruchsgeschehen im Gelnhäuser Raum ordnet das Gesundheitsamt mittlerweile 14 Covid-Fälle zu. Die Ermittlungen des Main-Kinzig-Kreises gestalteten sich in den vergangenen Tagen als äußerst umfangreich und ergeben ein komplexes Lagebild. Rund 400 Personen mussten binnen einer Woche häuslich isoliert werden, darunter aus drei Schulen. Die Ergebnisse der vermittelten Coronatestungen liegen dem Gesundheitsamt noch nicht alle vor.

Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler sprach am Mittwoch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreisgesundheitsamts erneut ihren Dank für die „herausfordernde Hintergrundarbeit“ aus. „Wir haben einmal mehr in dieser Pandemie gesehen, dass jede Situation aufs Neue auch neue Herausforderungen bedeuten. Gerade in den letzten Tagen, durch die Fülle der Kontaktpersonen hatten die Kolleginnen und Kollegen quasi von früh bis spät mit dem Telefonieren mit Corona-Infizierten und Kontaktpersonen, der Koordinierung der Testungen und dem Überblicken zu tun. Und das mit jeden Tag und jedem neuen positiven Ergebnis ein bisschen mehr. Wir wissen nun, nach wenigen Tagen besser, wie sich das Coronavirus weiterverbreitet hat“, sagte Simmler. „Wir sehen bei der Eindämmung erste Erfolge, sind aber noch mittendrin.“

Gerade die hohe Anzahl von Kontaktpersonen und die schnelle Weiterverbreitung hat selbst aufgestockte Kapazitäten im Gesundheitsamt belastet. „Insofern liegt die Priorität weiterhin auf der Nachverfolgung, der Eindämmung und der Information. Daran arbeiten die Kolleginnen und Kollegen unermüdlich. Ich bitte alle darum uns hierbei zu unterstützen“, so Simmler weiter.

Nachdem in der Zwischenzeit zwar noch nicht alle, aber viele Testergebnisse aus dem Amateurfußball und dem weiteren Kontaktfeld vorliegen, geht das Gesundheitsamt mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es während des Fußballspiels nicht zu einer Weiterverbreitung gekommen ist. Eine Übertragung dürfte zunächst untereinander im Mannschaftskreis, vor dem Spieltag, stattgefunden haben.

Die Ansteckung weiterer Personen erfolgte danach größtenteils abseits des Sports im Familien-, Freundeskreis und am Arbeitsplatz, teilt der Main-Kinzig-Kreis auf Grundlage seiner umfangreichen Recherchearbeit mit. Für das vorvergangene Wochenende und die folgenden Tage führt das Gesundheitsamt demnach die Neuinfektionen auf private Feiern, Tanzschultraining, den Kontakt bei einem anderen Fußballspiel sowie auf eine Fahrgemeinschaft unter Schulkameraden zurück.

„Es ist eine gute Nachricht, dass das Gesundheitsamt die meisten Übertragungswege doch ziemlich genau zurückverfolgen kann, ich danke auch allen Befragten für ihr Mittun bei der Klärung der Geschehnisse“, erklärte Gesundheitsdezernentin Simmler, schränkte aber ein, „dass wir noch lange nicht davon sprechen, den Ausbruch gestoppt zu haben. Ob uns das gelungen ist, können wir frühestens in der kommenden Woche einschätzen.“ Bis zum Wochenende beziehungsweise bis Dienstag gilt für die Beteiligten rund um die jeweiligen Fußballspiele die häusliche Isolierung, für die Kontaktpersonen in den Schulen sogar teils bis Ende der kommenden Woche.

In dem Zusammenhang spricht Susanne Simmler auch den positiv Getesteten, den betroffenen Vereinen, Schulen und Firmen ein Lob für die „schnelle und zuvorkommende Zusammenarbeit“ aus. „Die allermeisten von ihnen haben volles Verständnis aufgebracht, auch für die 14-tägige häusliche Isolierung, die noch einmal eine echte Zusatzlast für die Familien und die Arbeitgeber darstellt, neben allem anderen Belastenden in dieser Situation. Hut ab vor so viel Zutun aus der Bevölkerung, das die Arbeit unseres Gesundheitsamts erheblich erleichtert“, so die Erste Kreisbeigeordnete. Die zweiwöchige häusliche Isolierung ist gesetzlich vorgeschrieben und durch das Robert-Koch-Institut infektiologisch begründet. Sie gilt auch dann für die vollen 14 Tage, wenn zwischenzeitlich der Coronatest einen negativen Befund aufweist.

Mittwoch: Über 300 Menschen neu in häuslicher Isolierung

Das Gesundheitsamt meldete am Mittwoch zwölf neue Coronavirus-Fälle. Die Betroffenen wohnen in Hanau (5), Gelnhausen, Maintal (je 3) und Freigericht. Für eine größere Zahl an Schülerinnen und Schüler sowie Erwachsene gilt seit Mittwoch die häusliche Isolierung. Hintergrund sind je in Hanau ein neuer Covid-Fall an der Otto-Hahn-Schule (rund 250 Kontaktpersonen), der Friedrich-Ebert-Schule (38 Kontaktpersonen), der Gebeschusschule sowie einem Hort im Stadtteil Tümpelgarten (über 30 Kontaktpersonen).

Die Gesamtzahl der Infizierten beträgt im Main-Kinzig-Kreis 1.253. Davon gelten 1.089 Personen als genesen, 113 als derzeit „aktive“ Fälle.

Main-Kinzig-Kreis als Pilotkommune für den digitalen Führerscheinantrag ausgewählt

15. September. – Am Dienstag, 15. September, ist der digitale Führerscheinantrag im Main-Kinzig-Kreis erstmals an den Start gegangen und soll sich nun im Alltag bewähren. Mit Blick auf die Digitalisierung der Verwaltung ist das ein echter Quantensprung, für den mehrere Behörden seit Monaten intensiv zusammengearbeitet haben, wie Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler als zuständige Dezernentin berichtet. Für die beteiligten Kolleginnen und Kollegen der Führerscheinstelle sei es eine Bestätigung und Herausforderung zugleich, dass der Main-Kinzig-Kreis als Pilotkommune für diesen mit Spannung erwarten Feldversuch ausgewählt wurde.

„Wir setzen viel Energie in den Bereich der digitalen Entwicklung, sowohl in der Fläche als auch in der eigenen Verwaltung und in unseren Schulen. Es ist daher eine gute Entscheidung, dieses Pilotprojekt hier starten zu lassen“, sagt Landrat Thorsten Stolz „Wir nehmen die Verantwortung gerne an und setzen unsere Erfahrung dafür ein, dass dieses Modell möglichst schnell in weitere Landkreise getragen werden kann“. In diesem Sinne dankte er gemeinsam mit der Ersten Kreisbeigeordneten den motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Führerscheinstelle, die das Projekt mit großem Einsatz seit Monaten unterstützen.

Alle Beteiligten sind mit dem Fortschritt sehr zufrieden, denn von diesem Modell werden weiteichende Informationen und Erfahrungen für weitere digitale Antragsverfahren erwartet. Vor dem offiziellen Starschuss gab es einen umfangreichen Test unter realen Bedingungen, um die Belastbarkeit und Funktionalität des Systems zu prüfen. Immerhin rund 4.000 Erstanträge werden pro Jahr allein im Main-Kinzig-Kreis gezählt. Zum Start des Projektes wird für die ersten 1.000 digitalen Anträge jeweils eine Gebührenermäßigung in Höhe von 25 Euro gewährt.

Diese Anträge zur Fahrerlaubnis sollen nun – zunächst nur für PKW und Motorrad – ohne einen persönlichen Besuch der Behörde möglich sein. Das bedeutet für die betreffenden Personen – mit Wohnsitz im Main-Kinzig-Kreis – spürbare Erleichterungen ohne lange Wege, keine begrenzten Öffnungszeiten und auch die Kosten für ein Lichtbild fallen weg, weil dieses dann selbst gemacht werden kann. Darüber hinaus soll der Antrag verständlicher formuliert sein, die Bearbeitungsdauer sich verkürzen und mittelfristig auch eine Statusabfrage möglich sein. Ein Antrag für begleitetes Fahren ab 17 ist zurzeit noch nicht auf dem digitalen Weg möglich.

Für die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler ist dieser Anlauf in der Führerscheinstelle ein erster wichtiger Schritt, um eine derartige Anwendung unter realen Bedingungen zu testen und weiter auszubauen. Denn gerade die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass das die Verwaltungen noch intensiver an digitalen Dienstleistungen arbeiten müssen. Der Main-Kinzig-Kreis ist hier auf dem richtigen Weg.

Zum digitalen Führerscheinantrag

Rund um die Staumauer entsteht „Ardeas Seenwelt“

Den Namensgeber in den Vordergrund stellen:

Bei der Präsentation von „Ardeas Seenwelt“ hatten Franziska Weber (Spessart Tourismus), Holger Scheffler (Wasserverband), Landrat Thorsten Stolz, Kurdirektor Stefan Ziegler, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Bürgermeister Dominik Brasch und Katrin Hess (Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum) gleich einige Ardea-Exemplare dabei (von links).

 Es quakt, tschilpt, klappert und zirpt am Stausee in Ahl, das ist gerade in den Frühjahrs- und Sommermonaten gut zu hören. Die tierischen Urheber und ihr Lebensraum können bald näher kennengelernt werden, und zwar als echtes Familienerlebnis. Der Zweckverband Erholungsanlagen Stausee, also der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Bad Soden-Salmünster, werten das mehr als sieben Kilometer lange Ufer im kommenden Jahr auf, errichten Spielplätze und Erholungszonen, kennzeichnen gute Aussichtspunkte, bringen interaktive Erklärtafeln an – und lassen die vielfältige Gewässerwelt erlebbar und begreifbar werden.

„Wir schaffen am Kinzigstausee in Ahl für den gesamten Main-Kinzig-Kreis etwas ganz Besonderes, etwas Großartiges: einen touristischen Anziehungspunkt, der das Freizeiterlebnis für die gesamte Familie mit dem Bewusstsein für Natur- und Umweltschutz verbindet“, sagte Landrat Thorsten Stolz bei einer Pressekonferenz, in der er gemeinsam mit der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler, Bad Soden-Salmünsters Bürgermeister Dominik Brasch und dem Geschäftsführer des Wasserverbands Kinzig, Holger Scheffler, das Projekt vorstellte. „Dieses Projekt passt in die Zeit und wird in Sachen Tourismus und Naturschutz ein Leuchtturm für die gesamte Region. Ich bin von diesem Projekt von Anfang an begeistert“, so Stolz in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Verbandsvorstandes des Zweckverbandes Erholungsanlagen beim Stausee Kinzig.

„Wer seine Heimat und damit die Natur schützen will, der muss sie kennen und schätzen lernen“, erläuterte Umweltdezernentin Susanne Simmler. „Wir haben mit dem Stausee in Ahl mit seiner Lage im Naturschutzgebiet, direkt am R3-Radweg ideale Voraussetzungen, um Menschen Natur, Lebensräume von Tieren und das Zusammenspiel von Umwelt und Technik nahezubringen. Das hier ist die Welt, in der die Natur zu Land und zu Wasser eng verbunden ist. Es ist zum Beispiel die Welt der Graureiher, die häufig am Stausee zu beobachten sind. Und deshalb haben wir uns entschieden, die Besucherinnen und Besucher diese Welt durch die Augen eines ganz bestimmten Graureihers erkunden zu lassen.“ Ardea, wie der Graureiher getauft wurde, begleitet künftig Besucherinnen und Besucher in der neuen Lern- und Erlebniswelt rund um den See.

Einige Abbilder des namengebenden Maskottchens von „Ardeas Seenwelt“ hatten Susanne Simmler, Dominik Brasch und Holger Scheffler mitgebracht. Der Graureiher erzählt entlang der Seenwelt-Haltepunkte eine Geschichte von Wasser, Tieren und Natur. Dass dabei auf eine spannende Mischung aus Aktivitätsangeboten und Information geachtet wurde, machte Landrat Thorsten Stolz an zwei der insgesamt 16 Stationen auf dem Rundweg deutlich: „Was wir hier gemeinsam aufbauen, hat ein Investitionsvolumen von ungefähr 1,2 Millionen Euro. Es soll nicht weniger als ein naturfreundlicher, grüner Erlebnispark entstehen, wie es ihn kein zweites Mal im Main-Kinzig-Kreis gibt. Wir wollen hier ein beliebtes Ausflugsziel für Radfahrer, Tagestouristen, Spaziergänger und Schulklassen aus der Umgebung gleichermaßen schaffen. Die Staumauer ist ein Hingucker, und wir zeigen, dass es die Stauseeuferbereiche ebenfalls sind.“

So sieht es auch Bürgermeister Brasch seitens der Stadt Bad Soden-Salmünster, er betonte den touristischen Wert für die anliegenden Kommunen. „Der Stausee liegt an sehr beliebten Ausflugs- und Radstrecken, beispielsweise verläuft am Südufer der Fernradweg R3, der vom Rheingau bis in die Rhön führt und einer der meistbefahrensten Radwege Hessens ist. Die Anbindung stimmt, die direkte Nähe zu den Städten Bad Soden-Salmünster und Steinau ist ebenso ideal, so dass wir in Ardeas Seenwelt einen echten Gewinn für die Region sehen. Ich bin glücklich über die Initiative der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler und die gemeinsame Ideenfindung, Planung und nun anstehende Umsetzung, an welcher wir uns natürlich auch finanziell beteiligen“, sagte Bürgermeister Brasch.

Was sich die Initiatoren erhoffen, nämlich Ausflugsgruppen anzulocken, zuvorderst Familien, ist nicht unrealistisch. Hinter Ardeas Seenwelt stecken monatelange Vorbereitungen, die in den Händen der Fachagentur „Pronatour“ lagen. Sie arbeiteten im engen Austausch mit den Naturschutzverbänden, dem zuständigen Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum im Kreis sowie den umliegenden Kommunen die Besonder- und Feinheiten von Flora und Fauna heraus. Im nächsten Schritt überlegten sie sich, wie diese Informationen generationenübergreifend leicht verständlich verarbeitet und umgesetzt werden können. Heraus kamen viele kreative Elemente: Zur bunten Infotafel gesellen sich Klettergerüste, neben dem Aussichtspunkt mit Fernrohr stehen Liegemöbel, ein riesengroßes Nest lädt die menschlichen Besucher zum Verweilen und Ausruhen ein. „Die echten Ardeas dieser Seenwelt fühlen sich in der Natur am Stausee gut aufgehoben und wohl, genau dieses Gefühl wollen wir transportieren“, verdeutlichte Susanne Simmler.

Auch der derzeit geschlossene Kiosk soll mit neuem, nachhaltigem und umweltnahem Konzept wieder öffnen und zum zentralen Anlaufpunkt jeden Seenweltbesuchs werden. Hier wird es künftig eine schöne Aussichtsterrasse geben, auf der regionale Speisen und Getränke angeboten werden. Zudem wird ein großer neuer Wasser- und Sandspielplatz für Kinder errichtet. Radfahrer können eine Rast einlegen und an einer Ladestation ihre E-Bikes aufladen. Und schließlich wird der jahrzehntealte, defekte Steg durch eine moderne Anlage ersetzt, so dass Tretbootfahrer und Stand-up-Paddler einen idealen Startpunkt haben.

Die einzigartigen naturräumlichen Besonderheiten werden jedoch nicht nur plakativ hervorgehoben, geraden die Umweltpädagogik steht neben den Naherholungszielen im Vordergrund. In vielen „Themeninseln“ wird über die Besonderheiten der Natur, über die am Stausee lebenden Tier- und Pflanzenarten und auch über die Geschichte und Hintergründe der Staumauer informiert. Holger Scheffler, Geschäftsführer des Wasserverbands, ist begeistert: „Es ist genau dieses zusammenhängende Konzept, das rund um die Staumauer bisher gefehlt hat. Die Besucherinnen und Besucher erfahren etwas über die Staumauer, werden also für das Thema Hochwasserschutz sensibilisiert, aber können vor allem die wunderschöne Natur drum herum erfahren.“

Bernhard Mosbacher sieht in dem Projekt mit seiner „erlebnisorientierten Verschmelzung von Natur, Wasser und Tourismus“ eine Chance, auch überregionale Strahlkraft für den Tourismusbereich zu entwickeln. „Ziele für Tagestouristen und Kurzurlauber werden im Spessart seit einigen Jahren immer stärker nachgefragt“, erläutert der Geschäftsführer von Spessart Tourismus. Das umschließe die Radtouristen, die die Naherholung suchten ebenso wie die Familie, die mal gemeinsam für ein paar Stunden im Freien etwas erleben wolle. „Da bietet sich Ardeas Seenwelt geradezu an, deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass der Tourismus im Spessart mit dem Projekt eine weitere deutliche Aufwertung erfährt“, so Mosbacher.

Für die Finanzierung des Großprojekts stimmte das Entscheidungsgremium von SPESSARTregional kürzlich für eine Beantragung von LEADER-Fördermitteln in Höhe von 500.000 Euro beim Land Hessen. Sobald die Fördermittel bewilligt sind, kann es mit der Umsetzung losgehen. Die Vorarbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, die einzelnen Stationen werden dann im Frühjahr nach der Frostperiode aufgebaut.

Landrat Thorsten Stolz freut sich gemeinsam mit Simmler und Brasch auf die Eröffnung: „Wer in den vergangenen Monaten Kinder zu Hause betreut hat, nicht in den Urlaub fahren konnte und auf der Suche nach schönen Ausflugszielen war, der weiß um den besonderen Wert von Orten wie dem, der hier entsteht. Ich habe überhaupt keine Sorge: Wir werden die vielen schönen einzelnen Stationen von Ardeas Seenwelt schnell mit Leben erfüllt sehen.“

Coronavirus: Fünf Coronavirus-Fälle am Dienstag

– Das Gesundheitsamt hat am Dienstag fünf neue Coronavirus-Fälle gemeldet, aus Rodenbach, Gelnhausen (je 2) und Langenselbold. Damit stieg die Gesamtzahl der Fälle seit März auf 1.241, von denen 1.084 als wieder genesen gelten, 51 Personen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Somit gibt es derzeit 106 „aktive“ Fälle im Kreisgebiet; ein Patient muss stationär behandelt werden. Der Inzidenzwert liegt für den Main-Kinzig-Kreis bei 10.

Einem Ausbruch im Gelnhäuser Raum, der im Amateurfußballbereich seinen Anfang genommen hat, ordnet das Gesundheitsamt einen mittlerweile zehnten Covid-Fall zu. Auch dieser positive Befund deutet nach Angaben des Main-Kinzig-Kreises darauf hin, dass das Coronavirus nicht während des sportlichen Geschehens, sondern abseits des Platzes beziehungsweise im privaten Bereich weiterverbreitet worden ist. Die angeordnete häusliche Isolierung für Mitglieder von insgesamt fünf Fußballvereinen gilt trotzdem für die vollen 14 Tage, wie das Gesundheitsamt am Dienstag noch einmal betonte. Erst am Ende der zweiwöchigen Inkubationszeit sei nach jetzigem Stand eine Weiterverbreitung verlässlich auszuschließen, heißt es in einer Mitteilung des Main-Kinzig-Kreises.

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