„Der öffentliche Raum muss den Bürgern erhalten bleiben“

„Der öffentliche Raum, Plätze, Parks, Bahnhöfe, Busse und Bahnen dürfen nicht zum Angstraum werden, sondern müssen den Bürgern erhalten bleiben. Das ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, denn der Gutverdiener kann sich abends mit dem Taxi nach Hause fahren lassen. Diejenigen, die nachts auf Busse oder Bahnen angewiesen sind, haben aber auch ein Recht auf Sicherheit“, sagte Raabe bei einem Antrittsbesuch beim neuen Leiter der Polizeidirektion Main-Kinzig, Claus Spinnler. Um mehr Sicherheit im öffentlichen Raum zu erreichen, müssen neben ausreichend Polizeikräften auch die technischen Möglichkeiten wie Videoüberwachung sinnvoll genutzt werden. Videoüberwachung sei kein Allheilmittel gegen Straftaten, aber sie kann bei der Aufklärung bis hin zur Ermittlung von Netzwerken helfen, um weiteres Übel zu verhindern. Darin sind sich Polizeichef Claus Spinnler und Dr. Sascha Raabe einig. Beide plädieren deshalb für eine maßvolle Ausweitung der Videoüberwachung an bestimmten kriminalitätsbelasteten öffentlichen Plätzen, Bahnhöfen oder in Bussen und Bahnen .

„Die Beamten leisten gute Arbeit. Die Polizei genießt in der Bevölkerung einen guten Ruf“, erklärte Raabe. Obwohl in den Medien oft gescholten, sprechen die Zahlen für den Main-Kinzig-Kreis eine andere Sprache. So sind beispielsweise die Wohnungseinbrüche von 1.200  im Jahr 2004 auf 700  in 2016 gesunken. In der Zahl enthalten sind knapp 300 gescheiterte Einbrüche. Spinnler führt dies auch auf eine bessere Steuerung der Einsatzkräfte durch eine verbesserte Auswertung von vorliegenden Daten über Zeit und Ort vergangener Straftaten zurück. Ebenfalls die Präventionsarbeit spiele eine wichtige Rolle. „Einbrecher haben einen kurzen Schmerzkorridor für den Zeitaufwand. Sie wollen schnell rein und schneller wieder raus“, erklärte Spinnler und rät den Bürgern, das so genannte Entdeckungsrisiko durch sichere Schlösser und eine gute Beleuchtung zu erhöhen. Auch die Fälle von Straßenraub sind in den letzten zehn Jahren für den gesamten Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau um die Hälfte auf 76 zurückgegangen.

Die Zahlen belegen, dass die Polizei gute Arbeit leistet: SPD-Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe informierte sich bei Hanaus Polizeichef Claus Spinnler.

Zusätzliche Kräfte seien dennoch wichtig und richtig, sind sich Spinnler und Raabe einig. Der Bundestagsabgeordnete sprach sich für eine deutliche Aufstockung des Personals bei der Polizei auf Bundes- und Landesebene aus. Leitender Polizeidirektor Spinnler, begrüßte den notwendigen Schritt“ der  hessischen Landesregierung, mehr Polizisten auszubilden. Denn die Aufgabengebiete der Beamten seien vielfältiger geworden, auch aufgrund von gestiegener Terrorgefahr und  Internetbetrug.

Claus Spinnler ist seit März Leiter der Polizeidirektion Main-Kinzig. Der gebürtige Aschaffenburger legte das Abitur an der Hohen Landesschule ab. Nach 38 Jahren im Polizeidienst und leitenden Funktionen in Frankfurt, Offenbach und Dietzenbach führte der Weg für den 57-jährigen Leitenden Polizeidirektor nun zurück nach Hanau. „Mit seiner vielfältigen Vita, seiner Ruhe, Sachlichkeit und Glaubwürdigkeit ist Claus Spinnler ein hervorragender Chef der Hanauer Polizei“,  sagte Raabe.

(Büro Dr. S. Raabe)

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