Der Nährboden für erfolgreiches Gärtnern

Main-Kinzig-Kreis. – Überall blüht es derzeit, die Stauden, Blumenbeete und Obstbäume präsentieren sich bunt und lebendig. Dass einen erheblichen Anteil an diesem Bild der Nährboden hat, auf dem das alles gedeiht, wird oft vergessen. Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler hat einem Unternehmen in Sinntal kürzlich einen Besuch abgestattet, das für die Pflanzerfolge die nötigen Grundlagen produziert: „Einheitserde“ und „Frux“ sind die eingetragenen Markenzeichen der Firma Gebrüder Patzer, die Qualitätserden für Gärtnereien und Hobbygärtner herstellt.

Stephan Patzer und sein Vater Herwig Patzer führten Simmler über die Betriebsgelände in Altengronau und Jossa. Während in Altengronau die Aufträge eingehen, bearbeitet und die bestellte Ware auf die Laster verladen werden, produzieren und verpacken die Mitarbeiter die Erdmischungen am ursprünglichen Firmensitz in Jossa, direkt an der Eisenbahnlinie. „Eine gesunde Pflanze kann auf einem schlechten Boden nicht gut gedeihen. Aber andersherum kann eine kranke Pflanze auf qualitativ gutem Boden sehr wohl wieder gesunden und aufgehen“, erklärte Geschäftsführer Stephan Patzer.

 

Das Unternehmen, das seit Gründung im Jahr 1911 in der mittlerweile vierten Generation von der Familie Patzer geführt wird, beschäftigt derzeit insgesamt 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 50 am Hauptstandort in Sinntal. Produziert wird europaweit an fünf Standorten.

Die richtige Mischung macht’s: Stephan Patzer (links) und Herwig Patzer führten Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler über das Betriebsgelände in Sinntal-Jossa.

„Unser Erfolgsgeheimnis ist unsere beständige Qualität und unser ungewöhnlich hoher Anteil an Naturton“, berichtete Geschäftsführer Herwig Patzer. Deswegen sei auch Sinntal ein guter Standort. Denn der Ton für die Qualitätserden wird in der Tongrube in Schlüchtern-Gundhelm abgebaut und dann in Jossa weiterverarbeitet. Rund ein Drittel des Geschäfts mache der Export aus, erläuterte Stephan Patzer. Der Einheitserde Werkverband bestehe aus Filialen und Vertriebspartnern in 15 europäischen Ländern. In Wismar werde eigens ein Torfterminal betrieben, um die in Estland und Litauen abgebauten Torfvorkommen anzunehmen und weiter zu verteilen.

 

„Die Rohstoffgewinnung ist die zentrale Herausforderung für das Unternehmen in den nächsten Jahrzehnten“, sagte Simmler, gerade mit Blick auf immer strengere Umweltauflagen und begrenzte Torfvorkommen. Im Betrieb in Sinntal hat man darauf bereits mit einer erweiterten Produktpalette und neuen Mischungen reagiert. Die Produktvielfalt ist aber auch eine Reaktion auf veränderte Ansprüche unter Hobbygärtnern, die als Abnehmer in den vergangenen Jahren immer wichtiger wurde. „Das Selbermachen im heimischen Garten oder im Pflanzkübel liegt im Trend. Insofern zeugt das breite Angebot, das sich gezielt an den privaten Gemüsebauer und Rosenzüchter wendet, von unternehmerischer Weitsicht“, befand die Erste Kreisbeigeordnete.

 

(Main-Kinzig-Kreis)

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